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Selbsttätige Fetierlöscheinichtung.
Die Erfindung bezieht sich auf selbsttätige Feuerlöscheinrichtungen derjenigen Art, bei welchen bei Feuerausbruch durch Schmelzen von Spritzköpfen Löschflüssigkeit abgegeben wird. Gemäss der Erfindung besitzt die Feuerlöschvorrichtung nach der Erfindung ein oberes, über die Verteilvorrichtungen angeordnetes Saugorgan des Hauptverteilers und mindestens eine mit diesem SaugorgÅan velbundene Vorrichtung zur Lieferung von zusätzlicher Löschflüssigkeit unter hohem Austrittsdruck bei Notaustritt von Flüssigkeit aus dem Hauptverteiler.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes teils im lotrechten Schnitt und teils in schaubildlicher Ansicht.
An eine Zufuhrröhre 3 für die Löschflüssigkeit ist eine sich in die verschiedenen Räume eines Gebäudes erstreckende Verteilrohrleitung 2 angeschlossen, in welcher in bestimmten Abständen über das ganze Gebäude Spritzkopf 1 mit leicht schmelzbaren Teilen, welche bei Ausbruch eines Feuers Löschflüssigkeit austreten lassen, eingesetzt sind. Der Hauptverteiler ist im beträchtlichen Abstand über den Verteilvonichtungen angeordnet, so dass die Löschflüssigkeit 19, welche Wasser oder eine schwer gefrier- bare Chlorkalziumlösung (Ca Cl2) sein kann, unter Druck aus dem in Tätigkeit gesetzten Spritzkopf austritt.
Eine durch das Innere eines Behälters 6 gebildete Saugkammer M ist im Oberteil des Hauptverteilers angeordnet und enthält genügend Flüssigkeit, um für einen schwachen Flüssigkeitsabfluss hinzureichen und bei Feuerausbruch die anfängliche Flüssigkeitsmenge abzugeben. Da die Kammer 18 im Betriebszustand geschlossen ist, sucht der sinkende Wasserspiegel in derselben einen Saugimpuls zu bewirken, welcher zur Speisung des Hauptve1'teilers mit zusätzlicher Löschflüssigkeit benutzt werden kann. Zu diesem Zweck ist eine Saugrohre 23 vorgesehen, deren oberes Ende 17 auf beliebige Weise mit der Saugkammer des Hauptverteilers verbunden ist und deren lotrechter Teil vom Verteilungssystem und von der Zuführröhre 3 umschlossen ist.
Ein wagrechter Schenkel der Saugröhre 23 ist zum Schutze gegen äussere Einwirkungen von einer seitlichen Anzweigung 93 der Zuführrohre 3 umgeben. An dem wagrechten Arm der Saugröhre 23 ist durch einen Kanal 36 ein Membrangehäuse 37 angeschlossen. In diesem Gehäuse befindet sich eine Membrane 38, welche bei Eintritt eines Saugimpulses in der Röhre 23 einen elektrischen Stromkreis an den Kontakten 39 schliesst. In diesem Stromkreis sind eine elektrische Stromquelle 40 und eine elektrische Vorrichtung 42 eingeschaltet, mittels welcher bei Schluss des Stromkreises ein in eine Druckwasserleitung 44 z. B. eine Wasserleitungsröhre einer städtischen Wasserversorgung eingeschaltetes Ventil 43 geöffnet werden kann, um den Hauptverteiler eine zusätzliche Wassermenge zuzuführen.
Ferner ist eine elektrische Glocke 41 in dem genannten Stromkreis eingeschaltet, zum Zweck, bei Stromschluss ein Alarmsignal abzugeben.
Ein grösserer Behälter 50 ist zur Aufnahme einer Löschflüssigkeit 51, z. B. einer wässeirgen Lösung von doppeltkohlensaurem Natron (Na H C03) bestimmt, während ein auf diesem Behälter aufgesetzter kleinerer Behälter 33 zur Aufnahme von Schwefelsäure 35 (H2 SO4) dient. Der Behälter 33, welcher aus Blei oder einem andern widerstandsfähigen Material besteht bzw. damit ausgefüttert ist, besitzt einen wegnehmbaren Deckel 34 und steht durch eine Heberröhre 28 mit tiefliegender Saugöffnung 29 mit dem Behälter 50 in Verbindung.
Durch die Mischung der Flüssigkeiten in den Behältern 50 und 33 entsteht
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in dem Behälter 50 eine derartige Menge Kohlensäure (C O2), dass die Flüssigkeit mit dem wünschbar hohen Di uck aus dem Behälter 50 in den Hauptverteiler getrieben wird. Um die Heberwirkung der Röhre 28 beim Beginn des Hebens zu fördern, taucht ihr Austrittsende 30 in eine kleine mit Schwefel- säure gefüllte Schale 31. - Eine Röhre 27 verbindet den höchsten Punkt der Htberröhre 28 mit der Slugröhre 23. Der in dieser herrschende S1ugimpuls zieht daher die Flüssigkeit 35 in die Heberröhre 28 hinauf und setzt sie in Tätigkeit, so dass sich die Schwefelsäure rasch in den unteren Behälter 50 entleert.
Eine beidendige offene Röhre 32 stellt in den Behältern 33 und 50 Druckausgleich her und verhütet so
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röhre 23 mündet in ein Ventilgehäuse 25 mit Schwimmerventil 26. Wenn daher Schwefelsäure oder ein starker Gasdruck in das Gehäuse 25 gelangt und das Ventil 26 hebt, so wird die Verbindung mit der Saugröhre 23, ¯24 unterbrochen und ein weiteres Ansteigen von Säure in der Röhre 27 und der Eintritt von Gas oder Säure in die Saugröhre 23 verhindert.
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am unteren Ende einen Sohutzkorb 49. Nahe der Verlängerung 48 in die Röhre 3 eingesetzte Rückschlagventile 45 und 47 halten den Hauptverteiler mit Flüssigkeit gefüllt und verhindern den Abfluss von Flüssigkeit aus dem Hauptverteiler in den Behälter 50.
Ein unmittelbar über dem Rückschlagventil 47 in einer gebogenen Ssitenröhre angeordnetes, selbstschliessendes Auslassventil 46 in Form einer Kugel lässt unter das obere Ventil 45 gelangende Flüssigkeit frei durch die Seitenröhre ablaufen, wird aber durch die unter hohem Druck aus dem Behälter 50 kommende Flüssigkeit rasch geschlossen. Ein feines Ausgleichloch 95 in der Wand des Ventilgehäuses 25 ermöglicht einen Druckausgleich in dem Säurebehälter 33, in der Saugröhre 23 und im Gehäuse 25. Ein analoges feines Loch 94 ist zwecks Druckausgleichs im Deckel der Saugkammer 18 angebracht..
Um im Falle, dass aus dem Hauptverteiler langsam Flüssigkeit in erheblicher Menge entweicht, die hohe chemische Druckentwieklung in Betrieb zu setzen und gleichzeitig auf die Notwendigkeit der Aufhebung der Entweichung und der Wiederfüllung des Hauptverteilers aufmerksam zu machen, ist folgende Einrichtung vorgesehen. Der die Saugkammer 18 einschliessende Behälter 6 ist mit Abstand von der zu ihm konzentrischen Wandung einer Vakuumkammer 7 umgeben. An den unteren offenen Enden 13 und 14 stehen die Kammern 7 und 18 miteinander in Verbindung. Die oberen Enden dieser Kammern sind durch eine Verzögerungsvorrichtung in Form einer U-förmigen Röhre 10 miteinander verbunden.
Die oberen Enden 15 und 16 der Röhrenschenkel erheben sich auf beträchtliche Höhe über die untere Biegung der Röhre 10 und es sind die Röhrenschenkel so bemessen, dass die gewünschte Druckdifferenz zwischen den genannten Kammern unter langsamen Abflussbedingungen, unh r welchen die
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angedeutete Niveau frei fällt, gesichert wird, während die Flüssigkeit 22 in der äusseren Vakuumkammer nur ungefähr auf das Niveau 8 fällt, auf welchem es durch das im oberen geschlossenen Ende dieser Kammer. erzeugte teilweise Vakuum, welches die Flüssigkeit in der Röhre 10 bis ungefähr auf das Niveau 11 herabzieht, gehalten wird.
Dieses Vakuum in der Vakuumkammer ist schliesslich genügend, die Flüssigkeit gänzlich aus der Röhre 10 abzusaugen, wodurch zwischen den oberen Enden der beiden Kammern 7 und 18 eine freie offene Verbindung geschaffen wird, so dass das teilweise Vakuum in der Vakuumkammer in der Saugkammer einen plötzlichen Saugimpuls erzeugt. Dieser Impuls ist zur Betätigung der beschriebenen- Notzuführvorrichtung genügend. Zu seiner Erhöhung ist die Vakuumkammer 7 von einem Behälter 4 konzentrisch und mit Abstand umgeben und mit ihm am unteren Ende in Verbindung, während das obere Ende dieses Behälters durch eine Überlaufröhre 21 gewöhnlich mit der Atmosphäre verbunden ist.
Ein an der inneren Mündung der Röhre 21 angebrachtes Überlaufventil 20 ist, wie angedeutet, gewöhnlich leicht geöffnet.
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und wenn der so hervorgerufene Druckwechsel die zurückhaltende Wirkung der Verzögerungsvorrichtung 10 auslöst und den plötzlichen Saugimpuls in der Saugkammer und den angeschlossenen Teilen bewirkt, so wirkt der Behälter 4 als eine Ausgleichkammer, in welcher ein Teil der Flüssigkeit aus der Vakuumkammer aufgenommen werden kann. Hiebei schwingt das Überlaufventil 20 in die Abschlussstellung, welche es unfehlbar einnimmt, sobald Hochdruckausfluss im Hauptverteiler eintritt.
Beim langsamen Füllen des letzteren steigt die Flüssigkeit allmählich in der Zuführröhe 3 empor und tritt in alle Räume 4, 7 und M, welche ungefähr auf dasselbe Niveau gefüllt werden, da die Röhre 10 alsdann offen und die Saugröhre infolge der beim Auffüllen vorgenommenen Entfernung des Deckels 34 von der Säurekammer 33 freie Verbindung nach aussen hat. Wenn jedoch die Flüssigkeit die Röhre 10 anfüllt, so wird die zurückbleibende Luft in der Vakuumkammer 7 etwas komprimiert und es erreicht die Flüssigkeit kurz darauf im äusseren Behälter eine solche Höhe, dass sie in die abwärts nach der Pumpstation gefühlte Weberlaufröhre 21 abfliesst, so dass der Aufseher von der stattgefundenen Füllung des Hauptverteileis rasch verständigt ist..
Mit dem Oberteil des Behälters 50 ist ein Membarngehäuse 54 durch eine Röhre 52 verbünden, wodurch sich der Druck. im Behälter 50 auf die Membrankammer 53 überträgt und die Membran 55 auswärts treibt. Mit dieser steht ein zweiarmiger Sperrhebel 56 in Verbindung, welcher gewöhnlich eine
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unter der Wirkung einer Spiralfeder 58 stehende, mit einem Anschlagstift 57 versehene Scheibe 59 gegen Drehung sperrt.
Wenn die Scheibe 59 ausgelöst ist, überträgt sie ihre Drehbewegung mittels Räder 61 und 62 auf die Drehscheibe 63 und die SchÅallplatte 64 eines Phonographen. Die Schallplatte 64 besitzt eine Wiederholungsschallnut 66 und eine tiefele Rückführungsnut 65, welche die Nadel der Schallbüchse 67 an die Anfangsstelle der Spiralnut der Schallplatte 64 zurückführt. Von der Schallbüchse gelangen die Schallwellen in bekannter Weise längs des Schallarms 68 in die Kammer 69 und in den Schalltrichter 70, um die in einem Nachbarraum oder Nachrbahaus befindlichen Bewohner zu alarmieren.
Ein anderer Schallkanal 71 übergreift mit seinem freien Ende das Mundstück 72 eines Ständer- telephonapparates-System Bell oder amerikanisches System-mit Säule 73, Sockel 82 und Umschalthaken 78 zum Aufhängen des nicht benutzten Hörers 74. Dibses gewöhnliche, für den regelmässigen Telephonverkehr benutzbare Telephon wird für den Gebrauch in Verbindung mit dem Phonographalarmapparat in ein Gehäuse ? gestellt. Letzteres besitzt eine Platte 80 mit dem Sockel 82 des Telephons entsprechender Öffnung 81. Beim richtigen Einsetzen des Telephons in die Öffnung 81 kommt das Mundstück 72 in die Mündung des Schallrohres 71 zu stehen und der Umsehalthebel 78 über den an einer Stütze 84 gelagerten Rufhebel 75 zu liegen.
Ein an diesem Hebel befestigter Stift 77 wird von einem Schlitz an einem Ende einer Stange 76 frei umfangen, deren anderes Ende an einen Kurbelstift 60 der Scheibe 59 angelenkt ist. Bei deren Drehung wird daher der Umschalthebel 78 durch die Stange 76 und den Hebel 75 periodisch angehoben und so ein periodisches Aufrufsignal über die mit dem Telephon verbundene Linie nach der Zentralstation ilbermittelt. Gleichzeitig wird dem Beamten der Zentralstation, der auf den besonderen von dem betreffenden Gebäude kommenden Stromkreise aufmerksam gemacht wurde, ein deutliches Alarmsignal, wie z. B."Feuer hier, machet Alarm"gegeben und wird dieses Signal periodisch jedesmal wiederholt, wenn der Umschalthebel angehoben wild, um den Beamten der Zentrale aufzurufen.
Durch eine Federlinke 85 können der Aufrufhebel und der Umschalthebel dauernd in gehobener Aufruf3tellung gehalten werden. Dies ist meistens bei Zentralenbatterie-Telephonsystemen, mit welchen diese B31linstrumente gewöhnlich verbunden sind, mehr erwünscht.
Die Einrichtung könnte auch nur die eine oder andere der beiden Vorrichtungen zur Zufuhr von Zusatzlösohflüssigkeit unter Druck zum Hauptverteiler besitzen. Solche Vorrichtungen konnten auch baulich anders ausgestaltet sein als wie die dargestellten. An die selbsttätige Löschleitung können auch von Hand lenkbare Schlauchleitungen angeschlossen sein.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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vorrichtung, gekennzeichnet durch eine oberhalb dieser Vorrichtung vorgesehene Saugkammer (18), von der eine Rohrverbindung (23, 27) zur Betätigungseinrichtung (28,38) der Druckflüssigkeit liefernden Vorrichtung (50, 44) oder Vorrichtungen führt.