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Patronenbehälter.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Patronenbehälter, der infolge seiner Einfachheit billiger herzustellen ist als die bisher gebräuchlichen Einrichtungen und überdies Raumersparnis bei der Verpackung der Munition ermöglicht.
Der Patronenhalter, besteht erfindungsgemäss aus einem mit zweckmässig rechteckigen Ausnehmungen versehenen Streifen aus Pappe, dünnem Blech od. dgl. auf welchem ein durchlaufendes Band aus Gewebe, dünnem Blech, Papier od. dgl. derart befestigt ist, dass es Schleifen bildet, welche durch die Ausnehmungen ragen und zur Aufnahme der Patronen dienen. Zwecks Füllung der Gurten kann der Streifen unter den Rand der Gurte gelegt werden, worauf die Patronen einfach durch die Schleifen des Halters in die Gurten geschoben werden. Die Schleifen können hiebei je nach dem verwendeten Material erhalten bleiben, oder wie z. B. bei Verwendung von Papier, zerissen werden, in welchem Fall sie bei Wiederverwendung des Halters ersetzt werden.
Um die Schleifen unter allen Umständen auch beim Hindurchschieben insbesondere von Patronen mit Bodenwulst zu erhalten, werden die Ausnehmungen des Unterlagsstreifens so bemessen, dass ihre Breite den Durchmesser des vorstehenden Hülsenbodens und ihre Länge die Bandbreite übertrifft, so dass die Patrone beim Hindurchschieben mit ihrem hinteren Teile nach unten ausweichen kann.
In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes können zwei solcher Patronenhalter in einfacher Weise zu einem allseitig verschlossenen Behälter vereinigt werden.
In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die gewöhnliche Form im Schaubild. Die Fig. 2 und 3 zeigen einen Halter für Patronen mit Bodenwulst im Längsschnitt und Draufsicht. Fig. 4 stellt schaubildlich einen aus zwei Haltern gebildeten Behälter in geöffnetem Zustand dar.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen z. B. aus Pappe oder dünnem Blech bestehenden Streifen, der mit Ausnehmungen 2 versehen ist. An der Unterseite des Streifens ist ein Band 3 festgeklebt, welches mit je einer Schleife 4 durch die Ausnehmungen ragt. Falls für das Band stärkeres Papier zur Verwendung kommt, wird es zweckmässig gefalzt, wie dies in Fig. 1 rechts angedeutet ist. Die Ausnehmungen sind in solchen Abständen angeordnet, dass zwischen zwei Patronen noch eine dritte, in verkehrter Richtung liegend, Platz findet, zwei Patronenhalter daher unter Raumausnutzung aufeinander bezw. die Patronenreihen ineinander gelegt werden können.
Bei der Ausführungsform insbesondere für Patronen mit Bodenwulst (Fig. 2 und 3) sind die Ausnehmungen 5 verhältnismässig grosser. Sie sind etwas breiter als der Durchmesser des Hülsenbodens 6 und länger als das Band 7 breit ist. Im Ruhezustand liegt die Patrone mit dem vorderen und hinteren Ende auf dem Unterlagsstreifen auf, während sie ungefähr in der Mitte von der Schleife gehalten wird. Beim Durchschieben der Patrone zur Füllung der Gurte weicht der hintere Teil der Patrone nach unten zu aus, so dass also die Schleife kein Hindernis mehr bildet. Damit die Patrone in der Ruhelage glatt auf dem Unterlagsstreifen aufliegt, kann in bekannter Weise in entsprechendem Abstand von der Ausnehmung ein kleiner Schlitz vorgesehen sein, in welchen der Bodenwulst der Hülse eingreift.
Hiedurch wird auch eine gleichmässige Anordnung der Patronen in den Schleifen gewährleistet.
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Zweckmässig werden zwei der Patronenhalter zu einem Behälter vereinigt (Fig. 4), was bei Verwendung von Pappe für die Unterlagsstreifen in der Weise geschieht, dass auf einem etwas mehr als doppelt breiten Unterlagsstreifen zwei Reihen von Patronen nebeneinander befestigt werden, u. zw. so, dass die Ausnehmungen der einen Reihe in die Verlängerung zwischen je zwei Ausnehmungen der andern Reihe fallen (strichpunktiert angedeutet). Der Doppelstreifen ist in der Mitte der Länge nach doppelt gefalzt und an den Rändern durch Falze aufgebogen, so dass er zusammengelegt einen geschlossenen Behäiter bildet, in dem die beiden Reihen von Patronen ineinandergreifen. Um den so gebildeten flachen Behälter dicht abzuschliessen, wird über dessen Schmalseiten sowie über die Ausnehmungen ein abreissbares Band geklebt.
Einen der Hauptvorteile des Erfindungsgegenstandes bildet, wie bereits erwähnt, die Leichtigkeit der Herstellung, bei der keine Handarbeit erforderlich ist. Gegenüber den bekannten Einrichtungen ergibt sich eine Ersparnis an Gewicht"und'eine'Raumersparnis bis'zu 33 vom Hundert. Im Vergleich zu den unhandlichen Magazinen ermöglicht der Erfindungsgegenstand eine einfache Handhabung insbesondere als Gurtenfüller, da er die bisher verwendeten Gurtenfüllmaschinen entbehrlich macht und die Vornahme der Füllarbeit jederzeit und ohne Hilfsmittel gestattet. Werden die in Fig. 4 beschriebenen Behälter in Verschlägen untergebracht, so wirken sie ausgezeichnet als Stossdämpfer, was die Sicherheit des Transportes erhöht.
--, PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Patronenbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem mit Ausnehmungen von zweckmässig rechteckiger Form versehenen Unterlagsstreifen aus Pappe, dünnem Blech od. dgl. besteht, auf dem ein durchlaufendes, zerreissbares oder unzerreissbares Band derart befestigt ist, dass es Schleifen bildet, welche durch die Ausnehmungen ragen und zur Aufnahme der Patronen dienen.