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Behältnis mit Abfalltasche Das Hauptpatent 643 681 betrifft im Patentanspruch
i i ein Behältnis mit Abfalltasche, wonach die ganze Grundplatte samt ihrer Abfalltasche
in an sich bekannter Weise als eine Art Schieber in einer außerhalb oder innerhalb
des Behältnisses angeordneten bekannten Führung, z. B. hinter Führungsleisten aus
steifem Papier, Pappe o. dgl., bekannten Aufnahmetasche o. dgl. ein- und gusschiebbar
geführt bzw. gehalten wird. Besteht das Behältnis beispielsweise aus einem solchen
faltbaren, z. B. zusammenlegbaren Behältnis, z. B. Tüte, Beutel, Sack, Faltbehälter
jeder Art, Tragtasche usf. aus Papier o. dgl., das beim Entfalten oder Füllen seine
Flächen teilweise biegt, wölbt, verdreht, verformt usf., so treten beim Gebrauch
des einzelnen Behältnisses mit Abfalltasche unter Umständen gewisse Schwierigkeiten
auf. So kommt es z. B. mitunter vor, daß sich bei Entfaltung oder Füllung des Behältnisses
die schieberartige Grundplatte samt ihrer Abfalltasche in der Führung, z. B. hinter
Führungsleisten aus steifem Papier, Pappe o. dgl., in der Aufnahmetasche o. dgl.
mehr oder minder stark verspannt, so daß die Grundplatte samt ihrer Abfalltasche
nur schwer oder überhaupt nicht aus der Führung, Aufnahmetasche o. dgl. herausgezogen
werden kann. Auch gibt es Fälle, in denen sich die einzelnen Führungsleisten bei
der Entfaltung oder Füllung des Behältnisses so gegeneinanderdrehen, daß die Grundplatte
aus den Führungsleisten herausspringt. Ganz besonders treten die geschilderten Schwierigkeiten
bei solchen Behältnissen auf, welche aus Kreuzbodenbeuteln bestehen. Dies hat seinen
Grund darin, daß der Kreuzbodenbeutel nach seiner Entfaltung und vor allem nach
seiner Füllung ein verhältnismäßig verwickeltes Raumgebilde darstellt, von dem sich
zahlreiche Flächenabschnitte seiner Gesamtwandung während der Entfaltung bzw. Füllung
biegen oder wölben oder verdrehen oder verformen. Nur verhältnismäßig wenige und
meist nicht sehr große Flächenabschnitte bleiben dabei im wesentlichen eben. Sind
die Führungsleisten, die Aufnahmetasche o. dgl. an solchen Abschnitten der Vorder-
oder Rückwand des Behältnisses und besonders des Kreuzbodenbeutels befestigt, welche
sich bei der Entfaltung oder Füllung des Behältnisses bzw. des Kreuzbodenbeutels
biegen oder wölben oder verdrehen oder verformen, so geschieht ein gleiches mit
den daran befestigten Teilen der Führung der Grundplatte, woraus sich letzten Endes
die geschilderten möglichen Nachteile, z. B. Verspannen oder Herausspringen der
Grundplatte
in bzw. aus der Führung, Aufnahmetasche o. dgl., ergeben. Die gegenwärtige Erfindung
beseitigt diese Nachteile dadurch, daß die Führung, z. B. Führungs-, leisten aus
steifem Papier, Pappe o. dgl.,. die. Aufnahmetasche o. dgl. für die Grundplatte
mit ihrer Abfalltasche nur an solchen Behältnisflächen angebracht ist bzw. über
diese nur unwesentlich oder gar nicht hinausgreift, die bei und nach der Entfaltung
bzw. Füllung des Behältnisses im wesentlichen ebenflächig bleiben.
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Die dreiundzwanzigAbbildungender Patentzeichnung zeigen zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung aus der großenZahl der an sich möglichen Ausführungsarten, und zwar
zeigen Abb. i bis 21 das erste Ausführungsbeispiel samt Einzelheiten und Abb. 22
und 23 <las zweite Ausführungsbeispiel samt Einzelheit.
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Abb. i stellt im Grundriß eine Abfalltasche im Zustande normaler,
d. h. bei der Herstellung entstandener Faltung dar, und zwar hier beispielsweise
eine sogenannte Flachtasche, d. h. Tasche mit zwei Wänden und keinem Boden.
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Abb. 2 bis 6 zeigen die Abfalltasche der Abb. i, jedoch in verschiedenen
Zuständen zusätzlicher Faltung, welche auch die Flächenausdehnung der späteren -Grundplatte
(z. B. Abb. 7 bis 9) vermindert (Verbilligung der Grundplatte durch Ersparnis an
Werkstoff, z. B. Pappe, und geringerer Platzbedarf der Grundplatte an dem Behältnis,
an dem die nach Entfaltung oder Füllung noch praktisch ebenen Flächen ohnedies nicht
besonders groß sind).
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Abb. 7 zeigt die zusätzlich gefaltete Abfalltasche der Abb. 5 und
6 nach Befestigung, z. B. Festkleben, auf einer schieberartig durchgebildeten Grundplatte
aus steifem Papier, Pappe o. dgl. und Abb. 8 die Grundplatte samt Abfalltasche der
Abb.7, jedoch im Seitenriß und nach Sicherung der Faltstellung der Abfalltasche
durch einen leicht lösbaren Verschluß, hier z. B. durch einen bekannten Klebestreifen.
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Abb. 9 zeigt die Grundplatte samt gesicherter Abfalltasche der Abb.
8, jedoch wieder im Grundriß (vgl. hierzu Abb. 7). In Abb. io ist als Behältnis
beispielsweise ein Kreuzbodenbeutel im Grundriß dargestellt. Der Beutel ist noch
nicht entfaltet, jedoch bereits mit z. B. drei Führungsleisten aus steifem Papier,
Pappe o. dgl. ausgerüstet, welche gemäß gegenwärtiger Erfindung über jenen rechteckigen
Mittelstreifen der Beutelvorderwand überhaupt nicht hinausgreifen, welcher sich
über einer der beiden Längsseiten des sechseckigen Kreuzbodens erstreckt.
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Abb. ii zeigt den -Gegenstand der Abb. io, jedoch nach Einschieben
der schieberartig ausgebildeten Grundplatte samt gesicherter Abfalltasche' der Abb.9
in die Führung, d. h. hier hinter die drei Führungsleisten.
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Abb. 1.2 stellt den Gegenstand der Abb. i i 'tlar, jedoch im Seitenriß
sowie nach normaler lüllung des Behältnisses.
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Abb. 13 zeigt den Gegenstand der Abb. 12, jedoch im Aufriß sowie nach
Lösung des leicht lösbaren, die Faltstellung der Abfalltasche sichernden Verschlusses
(Klebestreifens) und nach Aufhebung zunächst der zusätzlichen Faltung der Abfalltasche,
die früher gemäß Abb. 2 bis 6 erfolgte.
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Abb. 14. zeigt den Gegenstand der Abb. 13, jedoch nach Aufhebung auch
der normalen, d. h. bei der Herstellung der Abfalltasche entstandenen Faltung.
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Abb. 15 zeigt den Gegenstand der Abb. 14, jedoch im Seitenriß (vgl.
hierzu Abb. 12) sowie nach teilweiser Entleerung des Behältnisses und nach teilweiser
Füllung der voll entfalteten Abfalltasche.
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Abb. 16 zeigt den Gegenstand der Abb. 15, jedoch nach Verschluß der
teilweise und erstmals gefüllten Abfalltasche.
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Abb.17 zeigt die schieberartige Grundplatte samt teilweise gefüllter
Abfalltasche der Abb. 16 allein, nachdem letztere durch Herausziehen der Grundplatte
aus der Führung, d. h. hier aus drei Führungsleisten, von dein Behältnis zum Zwecke
der Entleerung völlig losgelöst wurde, welche in Abb. 18 durch Klopfen auf den Rücken
der Grundplatte eben bewirkt wird.
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Abb. ig zeigt die Grundplatte samt Abfalltasche der Abb. 18, jedoch
im Grundriß sowie nach völliger erstmaliger Entleerung der Abfalltasche und nach
normaler und sodann wieder zusätzlicher Faltung der Abfalltasche (vgl. Abb. ig mit
Abb. 9). In Abb. i9 ist der leicht lösbare Verschlußklebestreifen der Abfalltasche
bereits durchtrennt, in Abb.9 hingegen noch nicht.
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Abb.2o zeigt das noch teilweise gefüllte Behältnis der Abb. 16, jedoch
im Aufriß sowie nach Einschieben der Grundplatte der Abb. ig in die Führung, hier
hinter die drei Führungsleisten, und zwar derart, daß die Grundplatte mit ihrer
eigentlichen Rückfläche nach vorn, d. h. gegen denBeschauer zu weisend, die erstmals
entleerte Abfalltasche in ihrer neuerlichen Faltstellung sichert und schützt.
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Abb. 21 zeigt den Gegenstand der Abb. 2o, jedoch iinwaagerechten Schnitt
A-B bei Blick auf die offene Mündung des noch teilweise gefüllten Behältnisses sowie
auf die zwischen Behältnisvorderwand und Grundplatte wohl geschützte und so auch
noch gleichzeitig in ihrer neuerlichen Faltstellung gesicherte Abfalltasche. Grundplatte
samt den drei Führungsleisten
stellen hier zusammen den leicht
lösbaren Verschluß der Abfalltasche dar, nachdem der gemäß Abb. i9 bereits durchtrennte
Klebestreifen als Verschluß nicht mehr wirksam ist.
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Abb. 22 und 23 zeigen das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung,
und zwar zeigt Abb. 22 den Gegenstand der Abb. 7, d. h.
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eine Grundplatte aus steifem Papier, Pappe o. dgl., auf welcher eine
gemäß Abb. i bis 6 zusätzlich gefalteteAbfalltasche befestigt, d. h. hier z. B.
aufgeklebt ist. Die Faltstellung der Abfalltasche ist im Gegensatz zu Abb. 8 und
9 und i i und 12 noch nicht gesichert, da dies gemäß Abb.23 erst durch Grundplatte
samt Führung, hier z. B. drei Führungsleisten, erfolgen soll.
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Abb.23 zeigt das Behältnis samt drei Führungsleisten der Abb. io,
jedoch nach Ausrüstung mit der Grundplatte samt Abfalltasche der Abb. 22 von seiten
des Herstellers, wobei die schieberartige Grundplatte schon bei der eben erfolgten
Behältnisausrüstung durch den Hersteller urn i8o° gegenüber ihrer Normallage (beim
Abfalltaschengebrauch gemäß Abb. 13 bis 16) gedreht in die Führung o.dgl.
derart eingeschlossen ist, daß die Grundplatte mit ihrer eigentlichen Rückfläche
nach vorn, d. h. gegen den Beschauer zu weisend, die Abfalltasche in ihrer Faltstellung
sichert und schützt. Vgl. Abb. 23 mit Abb. 2o und 21, da diese neuartige Sicherung
derFaltstellung der Abfalltasche bei Abb. 2o und 21 erst im Laufe der Verwendung
der Abfalltasche vom Ab-
falltaschenbenützer erfolgt ist, während diese neuartige
Sicherung bei Abb.23 schon bei der Behältnisausrüstung durch den Hersteller erfolgte
und so einen eigentlichen leicht lösbaren Verschluß, wie z. B. einen Klebestreifen
gemäß Abb. 8 und 9 und i i und 12, ersparen ließ.
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Von der Abfalltasche a der Abb. i soll beispielsweise nur ein Teil
der Rückwand mit der künftigen Grundplatte G (Abb.7) verbunden, d. h. beispielsweise
verklebt werden. Dieser Teil ist durch die Punkte 15, 16, 17, 18 gekennzeichnet.
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In Abb. 2 und 3 ist im Aufriß bzw. Grundriß bereits der erste Abschnitt
der zusätzlichen Faltung der Abfalltasche a dargestellt. welcher darin besteht,
daß zunächst der linke und rechte Seitenabschnitt der Abfalltasche allein auf den
restlichen Abfalltaschenabschnitt umgebogen und niedergeklappt sind.
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Abb. .4 und 5 zeigt die Abfalltasche der Abb. 2 und 3, jedoch nach
j e einem weiteren Abschnitt der zusätzlichen Faltung, d. h. nach ein- bzw. zweimal
vorgenommenem Niederklappen bzw. Niederfalten des Mündungsabschnittes auf den restlichen
Abfalltaschenabschnitt. Abb. 6 zeigt die fertig zusätzlich gefaltete Abfalltasche
der Abb. 5, jedoch im Grundriß und Schnitt.
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In Abb. 7 ist die zusätzlich gefaltete Abfalltasche a der Abb. 5 und
6 auf einer schieberartig ausgebildeten Grundplatte G aus steifem Papier, Pappe
o. dgl. befestigt, z. B. festgeklebt. Verklebungsfläche der Abfalltaschenrückwand
ist umgrenzt durch den Linienzug 15, 16, 17, 18.
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In Abb.8 bedeutet v den leicht lösbaren Verschluß, hier z. B. einen
bekannten Klebestreifen, welcher die Faltstellung der Abfalltasche. gegen die Grundplatte
G sichert.
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In Abb. 9 bedeutet S bzw. Z eine obere Verlängerung, z. B. nahtlose
Fortsetzung, der Grundplatte G, d. h. gewissermaßen eine Schub- S bzw. Zugvorrichtung
Z, welche das spätere Einschieben der Grundplatte G in die Führung f1, f=, f3 des
Behältnisses t (z. B.
der Abb. io) bzw. das Herausziehen derselben, G, aus
der Führung f1, f, f3 (z. B. der Abb. i i und i2) erleichtern soll. In den Abb.
io, 11, 12, 13, 1,_l., 15, 16, 20, 21, 23, in welchen das Behältnis t ein Kreuzbodenbeutel
ist, kennzeichnen die Bezugszeichen i und 2 die Behältnismündung, die Bezugszeichen
3, 4, 5, 6, 7, 8 die sechs Eckpunkte des sechseckigen Behältnisbodens i i, die Bezugszeichen
9 und io die Vorderwand 9 bzw. die Rückwand io des Behältnisses t, das Bezugszeichen
i i den sechseckigen Behältnisboden, die Bezugszeichen 12 und 13 Punkte auf der
Randlinie i, 2 der Behältnismündung i, 2, und zwar die oberen Eckpunkte 12, 13 der
rechteckigen Mittelstreifen 5, 4, 13, 12 bzw. 7, 8, 13, 12 der Behältnisvorderwand
9 bzw. -rückwand 1o, das Bezugszeichen 14 den rechteckigen wichtigen Mittelstreifen
5, .4, 13, 12 bzw. 7, 8, 13, 12 in der Behältnisvorderwand9 bzw. -rückwand io, über
den hinaus gemäß gegenwärtiger Erfindung die Führung, z. B. die Führungsleisten
f1, f2, f3 aus steifem Papier, Pappe o. dgl., Aufnahmetasche o. dgl. nur unwesentlich
oder überhaupt nicht hinausgreift. F, kennzeichnet die Behältnisfüllung. z. B. Obst;
I bzw. II sind zwei verschiedene Lagen des Spiegels dieser Füllung Ft. Ferner sind
v', v", v"', v"' Teile des leicht lösbaren Verschlusses v der Abfalltasche
a.
Der Winkel a der Abb. 15, 16, 17, 18 kennzeichnet die Neigung der entfalteten
Abfalltasche a gegen die Grundplatte G bzw. gegen das Behältnis t und F"
die Abfalltaschenfüllung, d.11. den Abfall.