AT92843B - Elektrischer Lichtbogenofen. - Google Patents

Elektrischer Lichtbogenofen.

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  Elektrischer Lichtbogenofen. 



   Gegenstand der Erfindung bildet eine besondere Ausführung von   Lichtbogenöfen,   durch welche eine bessere Übertragung der strahlenden Wärme des Lichtbogens auf das zu bearbeitende Gut erzielt werden soll, sei es bei unmittelbarer Einwirkung des Lichtbogens auf das Gut oder unter Vermittlung von über das Gut bewegten G, ? sen, welche ihrerseits vom Lichtbogen erhitzt werden. Bei solchen   Öfen   kann das Gut im Ofenraume entweder unter dem Lichtbogen fortbewegt werden oder es kann ruhen, wobei es nur der Einwirkung der vom Lichtbogen erhitzten Gase ausgesetzt wird. aber es kann auch eine Bewegung des Gutes sowie der Heizgase in entgegengesetzter Richtung gleichzeitig stattfinden. 



   In Fig. 1 ist ein Ölen dargestellt, bei welchem das beispielsweise durch die Öffnung e eingebrachte 
 EMI1.1 
 die vom Lichtbogen erhitzten Gase, welche durch einen Ventilator v am Lichtbogen vorbei über das Material getrieben werden. Die Elektroden c sind beispielsweise in einem gesonderten Raume untergebracht und so das Gut der unmittelbgren Einwirkung des Lichtbogens entzogen. Diese Anordnung mit   abgesondertem   Lichtbogen empfiehlt sich dann, wenn das Gut entweder eine sehr hohe Temperatur nicht benötigt oder nicht verträgt. 



   Zwecks Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Ofenbetriebes ist beleits   vorgeschhgen   worden, die in den Abgasen enthaltene Warme ganz oder teilweise wieder auszunützen. Dieselben werden daher, wo es der chemische Verlauf des Prozesses gestattet, wieder als Heizgase verwendet. Eine entsprechende Anordnung ist ebenfalls in Fig. 1 angegeben, bei welcher entweder die Abgase zur Gänze oder nur teilweise durch die Umleitung A vom Ventilator v abgesaugt und dem Lichtbogenraume zugeführt werden.

   Um Wärmeverluste zu vermeiden, ist die Umleitung   ;   ebenso wie der   Ofen selbst möglichst wärmeisolierend     auszuführen.   Der überschüssige Teil der Abgase kann durch die Esse m entfernt werden, wobei die Aufteilung der gesamten Abgase durch die Klappe n (oder einem entsprechenden Schieber) erfolgen kann. 



   Die indirekte Erhitzung des Gutes durch entsprechende Bewegung der Heizgase kann, wie   erwähnt.   
 EMI1.2 
 Gut mittels einer mechanischen   Transportvorrichtung.   wie eines Wanderrostes. Schüttelsiebes od. dgl. fortbewegen. Hiebei würden die Gase zweckmässig in entgegengesetzter Richtung zur Fortschreitung des
Gutes geführt werden. 



   Die indirekte Heizung durch den elektrischen Lichtbogen bietet nun insofern Schwierigkeiten, als der unmittelbare Übergang der Wärme von dem Lichtbogen auf die, Gase nur in   beschrädktem   Masse stattfindet. Gemäss der Erfindung wird die Übertragung der Lichtbogenenergie auf die Gase dadurch verbessert, dass die Heizgase nicht nur unmittelbar am Lichtbogen, sondern auch an grösseren Flächen vorbeigeführt werden, welche ihrerseits von dem Lichtbogen bestrahlt werden. Diese Flächen können bereits durch die den Lichtbogen   einschliessenden Wände gebildet werden,   wobei deren Vergrösserung durch eine entsprechende Gestaltung derselben oder durch besondere Einbauten bewirkt wird.

   Mit der besseren Wärmeaufnahme findet hiebei auch eine   gleichmässige   Erhitzung der Gase statt. 
 EMI1.3 
 für den Austritt der Gase aus der Elektrodenkammer eine grössere Zahl Öffnungen vorgeschlagen, jedoch dienten diese nur dazu, um eine gleichmässige Verteilung der Heizgase über den vom zu erhitzenden Gut ausgefüllten Raum zu erzielen. Wie Fig. 1 zeigt, können die gitterförmigen Wandungen zwecks Ober- 

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   flächenvergrösserung   entsprechend ausgedehnt werden, selbst über das Mass hinaus, welches für die Abfuhr der Gase aus dem Elektrodenraume in den Ofen oder für die Zuführung der Gase in den Elektrodenraum erforderlich wäre.

   Es lässt sich ohneweiters die Anordnung auch so treffen, dass zwei oder mehrere Kammern angebracht werden, durch welche nach erfolgter Erhitzung der Wandungen durch den Lichtbogen die Gase behufs Aufnahme der in den Wandungen   aufgespeicherten   Wärme durchgeleitet werden. 



   Die in Fig. 1 angegebene teilweise oder gänzliche   Rückführung   der Gase hat auch den Zweck, den Abbrand der Kohlen möglichst einzuschränken, da durch wiederholte Berührung derselben Gase mit dem Lichtbogen ihr Sauerstoffgehalt mehr und mehr abnehmen wild. 



   Zur Verminderung des Abbrandes kann der Lichtbogen ferner vollständig eingeschlossen werden, wenn entweder der Arbeitsprozess die Zufuhr von Sauerstoff oder frischer Luft erfordert oder die Abgase noch Sauerstoff in grösseren oder kleineren Mengen enthalten und zwecks Ausnutzung der   Abwärme.   wie früher erwähnt, wieder in den Ofenraum   zurückgeführt   werden sollen. Eine derartige Ausbildung der Heizkammer ist im Auf- und Grundriss in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Es sind hier beispielsweise drei Lichtbogen verwendet, welche in zylinderförmigen Rohren aus hitzebeständigem Material eingeschlossen sind.

   Diese Rohre erhalten eine genügende   Obetfläche,   um eine gute   Wärmeabgabe   an die Heizgase und eine möglichst gleichmässige Temperaturverteilung in denselben zu sichern, wie dies auch mit der Anordnung in Fig. 1 erreicht wird. 



   Ein wärmetechnisch günstiger Prozess lässt sich bei Öfen, in welchen sowohl das Gut als auch die Gase bewegt werden, dadurch erreichen, dass man die den Ofenraum verlassenden Gase zur   Vorwärmung   des eingebrachten Gutes verwendet und die in den Ofen eintretenden Gase derart leitet, dass sie die im bearbeiteten Gut   aufgespeicherte   Wärme aufnehmen können. Ein solcher Prozess kann, wie bereits bekannt geworden, mittels eines als sogenannter Drehrohrofen ausgeführten Elektrodenofens gut   durchgeführt   werden. Das in solchen Öfen zu verarbeitende Gut, wie z. B. Magnesit, erfordert nun oft so hohe Er-   hitzungstemperaturen,   dass eine unmittelbare Einwirkung des Lichtbogens auf dasselbe notwendig wird.

   Es bietet aber Schwierigkeiten, die Elektroden derart unterzubringen, dass der zwischen ihnen gebildete Lichtbogen mit   Rücksicht   auf die Wärmeausnutzung desselben eine günstige Lage zu dem zu bestrahlenden Gute erhält und ausserdem im Bedarfsfalle eine genügende Anzahl von Lichtbogen in verhältnismässig geringer Entfernung voneinander einzubauen, so dass die Intensität der Bestrahlung einen hinreichenden
Grad erreicht.   Eriindungsgemäss   wird dies dadurch erzielt, dass die drehbare Ofentrommel von einem oder mehreren feststehenden schmalen Ringen unterbrochen wird, in welchen die Elektroeden befestigt sind. 



  Diese erhalten hiebei ungefähr eine radiale Stellung. In Fig. 4 ist ein entsprechendes Ausführungsbeispiel dargestellt. Die Elektroden   c   sind in den feststehenden Ringen r1, r2, r3 befestigt ; es ist also   möglich.   eine grosse Anzahl von Elektroden auf einen kleinen Raum wirken zu lassen und eine kräftige Bestrahlung des Gutes herbeizuführen. 
 EMI2.1 
 können, hindurch zu den folgenden Trommeln und verlässt nach Durehwanderung der letzten Trommel t4 den Ofen. Die Heizgase werden in der entgegengesetzten Richtung über das Gut hinwegbewegt. Dieselben treten bei der letzten Trommel t4 ein, nehmen von dem erhitzten Gute die Wärme auf und kühlen dasselbe gleichzeitig ab.

   Nachdem die Gase die Lichtbogenzone durchschritten haben, dienen sie zur Vorerhitzung des in der ersten Trommel   t1   befindlichen Materiales und können durch die   Essenöffnung 1n   austreten. 



  Auch hier ist es jedoch, wenn es der chemische Prozess gestattet, für   die Erhöhung   der   Wärme ökonomie   vorteilhaft, die abziehenden Gase teilweise oder zur Gänze durch eine wärmeisolierende Rückleitung t und einen   Ventilator 1)   in den Ofen   zurückzuführen.   Auch wird hiedurch bei sauerstoffarmen Abgasen der Kohlenabbrand vermindert. 



   Die durch die innere Abschrägung der feststehenden Ringe bei der Anordnung in Fig. 4 bedingte   Verschiedenheit   der Trommeldurchmesser kann dadurch vermieden werden, dass man entweder die Aus-   fütterung   der einzelnen Trommeln verschieden stark ausführt, oder dieselbe bei jeder Trommel am Anfang und Ende verschieden dimensioniert, so dass dieselben innen keine zylindrische, sondern konische Gestalte erhalten. 



   Die Zahl der Liehtbögen bzw. Elektroden, kann bei allen beschriebenen Anordnungen nach Bedarf beliebig gewählt werden, auch kann man eine beliebige Stromart anwenden. Benötigt man mehrere Lichtbogen, so kann Mehrphasenstrom in beliebiger Schaltung zur Anwendung kommen. Der in Fig. 4 dargestellte Ofen könnte beispielsweise mit nur einem feststehenden Ring mit zwei oder mehreren Elektroden ausgerüstet sein, oder auch, wie gezeichnet, mit mehreren Ringen   ru,, ru   und zwar jeder mit zwei   oder ebenfalls mehreren Elektroden. Bei Dreiphasenstrom empfiehlt es sieh im Falle von drei Elektroden-   paaren, dieselben an die   Sekundärwicklung   (in sogenannter offener Schaltung) eines Transformators anzuschliessen, welcher primär in Dreieck geschaltet ist.

   Auch verketteter oder unverketteter Zweiphasenstrom lässt sich anwenden und dieser z. B. von der entsprechend zweiphasig ausgebildeten Sekundärseite eines primär   inDreieek geschaltetenDreiphasentransformators oder dreier Einphasentransformatoren   entnehmen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Elektrischer Lichtbogenofen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der Elektrodenkammer derart gestaltet bzw. mit besonderen Einbauten versehen sind, dass durch Vergrösserung der vom Lichtbogen bestrahlten Flächen, welche von den Heizgasen bestrichen werden, ein besserer Übergang der Wärmeenergie des Lichtbogens auf die Heizgase erzielt wird.
    2. Elektrischer Lichtbogenofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vergrösserung der bestrahlten Flächen die im Zuge der Gase liegenden Wandungen des Lichtbogenraumes gitterförmig ausgebildet werden, durch deren zahlreiche Öffnungen die Heizgase austreten oder auch eintreten.
    3. Elektrischer Lichtbogenofen nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtbogen in dünnwandige, feuerbeständige Rohre eingeschlossen bzw. durch dieselben vom Ofenraum abgetrennt wird, durch welche hindurch die Lichtbogenwärme an die Heizgase abgegeben wird.
    4. Elektrischer Lichtbogenofen, welcher nach Art eines Drehrohrofens als schräggestellte drehbar Tromml ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel von einem oder mehreren feststehend schmalen Ringen unterbrochen ist, in welchen die Elektroden befestigt sind.
    5. Elektrischer Lichtbogenofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenflächen EMI3.1 der drehbaren Trommeln, damit das Material leicht von einem Teil der drehbaren Trommel über die feststehenden Ringe zum nächsten Teil gleite.
    6. Elektrischer Lichtbogenofen nach Ansprüchen 1, 2, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe mit drei Lichtbogen zwischen je zwei Elektroden ausgeführt wird, wobei ein Dreiphasentransformator mit offener Wicklung zur Speisung der Lichtbogen verwendet wird. EMI3.2
AT92843D 1920-04-10 1920-04-10 Elektrischer Lichtbogenofen. AT92843B (de)

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