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Vorrichtung zum Aufweichen oder Trocknen des Oberleders von Schuhen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufweichen oder Trocknen des Oberleders von Schuhen mittels heisser Luftstrom. Das Wesen der Erfindung liegt darin, dass ein zylindrischer Behälter in seinem Mantel Öffnungen in solcher Lage besitzt, dass die in diese eingeführten zu behandelnden Schuhspitze gegenüber den Düsen zur Leitung der Druckluftströme zu liegen kommen. Die Diisen sitzen an der Aussenwand eines im Innern des die Schuhe tragenden Behälters angeordneten Luftver- teilungsbehälters. Beide Behälter sind um eine durch ihren Innenraum reichende, die Zuführung der heissen Druckluft ermöglichende Tragsäule drehbar. Die zugeführte heisse Druckluft kann so in Form von Luftstrahlen unmittelbar auf die zu behandelnden Schuhteile zur Einwirkung gebracht werden.
Die Öffnungen des Gehäuses sind durch unter Feder-oder Gewichtswirkung stehenden Klappen verschlossen, die beim Einführen der Schuhteile geöffnet, beim Ausnehmen selbsttätig geschlossen werden.
Die Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung nach der Erfindung in beispielsweiser Ausführung.
Fig. 1 ist ein Höhenschnitt und Fig. 2 eine Ansicht mit einigen Abänderungen. Fig. 3 zeigt im rechten Teil einen Querschnitt und im linken Teil eine Oberansicht der Vorrichtung. Fig. 4 veranschaulicht eine Rückansicht und Fig. 5 eine Oberansicht einer Klappe. Fig. 6 und 7 zeigen die Klappe in verschiedenen Stellungen im Schnitt. Fig. 8 gibt eine weitere Ausführung im Schnitt und Fig. 9 im linken Teil in Oberansicht und im rechten Teil im Querschnitt wieder. Fig. ss- 7 sind im grösseren Massstabe dargestellt, als die übrigen Figuren.
Die Vorrichtung (Fig. 1-3) enthält eine in der Mitte angeordnete Hohlsäule 1, die von einem Ständer 2 getragen wird, der gleichzeitig die Stütze der Vorrichtung bildet. Die Hohlsäule 1 besitzt mehrere übereinanderliegende Reihen von Öffnungen 3, durch die vorteilhaft erhitzte Luft in den Innenraum 5 eines die Säule umschliessenden Mantels 12 eintreten kann. Der Mantel 12 ist wieder von einem Mantel 6 umschlossen. Beide Mäntel 12 und 6 sind drehbar gelagert.
Die erwärmte Luft wird in die Säule 1 mittels eines Rohres 7 von oben (Fig. 1) oder mittels eines
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Die Hohlsäule kann auch im Innenraum 4 Heizrohre, Ablenkungsplatten für die heisse Luft, eine elektrische oder Gasheizung besitzen. Die Heizvorrichtungen können aber auch mit dem unteren Teil der Säule verbunden werden. Die Zuführung der Luft in die Säule wird durch ein Gebläse oder einen Ventilator bewirkt.
Die beiden Zylindermäntel 6, 12 sind konzentrisch zur Säule 1 angeordnet und an einer Deckplatte l') und Bodenplatte 14 befestigt. Die Deckplatte 13 wird von der Säule 1 mittels eines Lagers. M, vorteilhaft eines Kugel-oder Rollenlagers getragen. Zum Festhalten der drehbaren Vorrichtung in den verschiedenen Stellungen dient eine Sperrklinke 16, die auf einem um einen Zapfen 17 drehbaren Fusstritt 18 sitzt,
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An der Wand des die Luftkammer 5 bildenden Zylinders 12 sind Düsen 23 derart angeordnet, dass die Luft in radialen nach unten geneigten Strömen in den Raum 24 zwischen dem inneren und äusseren Zylindermantel einströmt, wie bei A in Fig. l, 3 und 7 angedeutet ist. Der äussere Zylindermantel 6 besitzt Öffnungen 25, durch die die Sehuhspitzen in den Innenraum 24 eingeführt werden, um sie unter
Einwirkung der Luftströme zu bringen, die aus den Düsen 23 ausströmen. Die Öffnungen 25 sind derart bemessen, dass die Luftströme A auch auf einen Teil des Oberleders auftreffen und ihn trocknen. Die
Deekplatte 13 besitzt Öffnungen 26 zum Austritt der Luft aus der Kammer 24.
Die Schuhe werden auf Tragringen 27 aufgesetzt, die an der Aussenseite des Mantels 6 befestigt sind. An Stelle von Tragringen können auch Drahtklammern u. dgl. vor den Öffnungen 25 angeordnet werden oder es können auch die Tragringe der Schuhe an der Innenseite des Mantels 6 befestigt sein.
Es sind so viele Öffnungen 25, als Düsen 23 für die Luftströme vorhanden. Damit die Öffnungen 25 selbsttätig geschlossen werden, wenn der Schuh weggenommen wird, besitzt jede eine Klappe 26 (Fig. 1,
6 und 7), die mittels eines Gelenkzapfens 29 an der Innenseite des Zylindermantels 6 befestigt ist und beim Einführen des Schuhes durch die Öffnung 25 nach oben geschwungen wird. Die Klappe 28 ist durch einen Ansatz 30 an der Rückseite der Klappe belastet, der die selbsttätige RÜckbewegung der Klappe in die Schliessstellung bewirkt. Wenn der Schuh in die Öffnung 25 eingeführt wird, stützt sich die Schuhspitze gegen einen Ansatz 31 an der Aussenseite der Klappe und bringt sie in die in Fig. 7 gezeigte Stellung.
Statt die Klappe 28 mit einem Belastungsgewicht zu versehen, kann auch eine Schliessfeder vorgesehen sein. Die Klappen können auch an dem unteren Rand der Öffnungen 25 befestigt und nach unten geöffnet werden, in welchem Falle sie mittels Federn oder belasteten Armen geschlossen werden und gleichzeitig als Tragstützen für die Schuhe dienen.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Ausführung der Erfindung, die dazu dienen soll, die Sehuhspitzen vor dem Aufziehen auf den Leisten weich zu machen. Die drehbare Vorrichtung erhält in diesem'Falle rechteckigen Querschnitt und die Öffnungen zum Einführen der Schuhe an den Längsseiten. Die Vorrichtung besitzt eine Deckplatte 33, eine Bodenplatte 34, Längswände 32 und Stirnwände 35. Die Innenkammer. 36 wird durch die Längswände 37 gebildet, die die Düsen 38 zum Austritt der Luftströme A tragen. Die Vorrichtung ist mittels eines Kugel-oder Rollenlagers drehbar auf der Säule 40 angeordnet, die mit Öffnungen 41 versehen ist, um den Austritt der Luft aus den Innenraum 42 in den Raum 36 zu ermöglichen, aus dem sie durch die Düsen 38 in Form von Luftströme A in den Raum 43 eintritt.
Die äusseren, Wände 32 besitzen die Öffnungen 44 zum Einführen der Schuhspitzen, die in jene Lage gebracht werden, in der sie von den Luftstromen getroffen werden. An der Aussenseite der Wände 32 sind Stützplatten 45 für die Schuhe befestigt. Die Öffnungen 44 sind wieder mittels schwingbar angeordneter Klappen 28 verschliessbar. In der Deckplatte 43 sind Austrittsöffnungen 46 vorgesehen, die das Ausströmen der Luft aus dem Raum 43 ermöglichen.
Die Luft kann in diesem Falle vor Einwirken auf die Werkstücke angefeuchtet werden, um die Schuhspitze vor dem Aufziehen auf die Leisten aufzuweichen und wird zweckmässig in den unteren Teil der Säule 40 durch das Rohr 47 zugeführt. Das obere Ende der Säule ist durch eine Kappe 48 abge- schlossen. Die Zuführung der Luft kann aber auch in der in Fig. 1 veranschaulichten Weise erfolgen.
Die drehbare Vorrichtung 32 kann in den verschiedenen Stellungen mittels eines federnden Sperrhebels 46 festgehalten werden, der in Einschnitte 50 eines Ringflansches 51 der Bodenplatte 34 greift.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Aufweichen oder Trocknen. des Oberleders von Schuhen durch Behandlung mit einem heissen Druckluftstrahl, dadurch gekennzeichnet, dass ein zylindrischer Behälter in seinem Mantel Öffnungen in solcher Lage besitzt, dass die in diese eingeführten zu behandelnden Schuhspitze gegenüber Düsen zur Leitung der Druckluftströme zu liegen kommen, die an der Aussenwand eines im Inneren des die Schuhe tragenden Behälters angeordneten Luftverteilungsbehälters sitzen und die Behälter um eine durch ihren Innenraum reichende, die Zuführung der heissen Druckluft ermöglichende Tragsäule drehbar sind, so dass die zugeführte heisse Druckluft in Form von Luftstrahlen unmittelbar auf die zu behandelnden Schuhteile zur Einwirkung gebracht werden kann.