AT92535B - Verfahren zur Erzeugung von Leucht- und Wassergas. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Leucht- und Wassergas.Info
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Description
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Verfahren zm'Erzeugung vom LeneM-und Wässergas.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren, um dieselbe wagrecht liegende Retorte ohne Wechsel der Beschickung und ohne Umkehr der Gasbewegung zur Gewinnung von Leuchtgas und Wassergas verwendbar zu machen und dabei die Gasausbeute wesentlich zu steigern. Das Verfahren besteht darin, dass diewagrechte RetortenachobenhinvölligmitEntgasungsgut angefüllt und der zur Wassergaserzeugung notwendige Dampf schon während der Entgasungszeit sowie nach erfolgter Entgasung durch das der Gasabzugseite entgegengesetzte Ende der Retorte ohne Wechsel der Gasbewegung eingeblasen wird, um Wassergas zu erzeugen.
Zu andern Zwecken hat man bereits die vollständige Anfüllung der Retorte mit Entgasungsgut vorgeschlagen, nämlich zur Erzeugung eines möglichst guten Kokses, wobei natürlich nur entgast, aber nicht vergast wird. Die Vorzüge, die das vorliegende Verfahren bezüglich der Gasausbeute aufweist, konnten dabei nicht erreicht werden.
Bei den bekannten Verfahren zur Erzeugung von Wassergas, wobei die Retorten nur -% voll geladen waren, strich der in die Retorten eingeblasene Dampf, weil er natürlich den Weg geringsten Widerstandes nimmt, möglichst rasch über das in der Retorte befindliche Ent-bzw. Vergasungsgut hinweg und wurde zusammen mit dem aus dem Gut destillierten Gas durch das Gasabzugsrohr abgeführt.
Dadurch kam er nur in sehr mangelhafte Berührung mit dem in der Retorte befindlichen Gut, hatte ausserdem zu wenig Zeit, um auf die zu dem Zersetzungsprozess notwendige Temperatur gebracht zu werden, so dass nur eine geringe Zersetzung stattfand, u. zw. hauptsächlich anstatt nach der Formel C + HO = = H + CO, nach der Formel C - HO=-2 H2 + COa, so dass ein für das Gebrauehsgas sehr schädlicher Ballast entstand. Dies ist der Grund, warum die so viel versuchte Wassergasherstellung stets scheiterte. Im Gegensatz dazu ist bei der vorliegenden Erfindung die Retorte bis oben hin völlig mit Entgasungsgut gefüllt ; der eingeblasene Dampf muss also das glühende Ent-bzw. Vergasungsgut durchstreichen und kommt dadurch in innige Berührung mit diesem.
Die Folge davon ist, dass sich sämtlicher eingeblasener Dampf zersetzen muss, u. zw. zu gutem Wassergas. Die erzielten Ergebnisse haben dies auch bestätigt.
Ein weiterer Vorteil ist der, dass ein grosser Teil des sich in der Retorte ablagernde Graphits von dem eingeführten Wasserdampf, wie an sich bekannt, zur Umsetzung in Wassergas benötigt wird, so dass die Graphitbildlmg in der Retorte bedeutend herabgesetzt ist. Der durch die vollen Ladungen der Retorte erzeugte Koks ist auch gross stückiger und fester als beim früheren Verfahren.
Besonders wirtschaftlich wird das Verfahren, wenn mit der Zuführung des für die Wassergaserzeugung erforderlichen Dampfes in die Retorte schon in der ersten Hälfte der Entgasungszeit begonnen wird. Vorteilhaft wird die Retorte nicht völlig entleert, sondern so, dass sie noch einen Teil des Kokses aus der vorhergehenden Ladung enthält, u. zw. wird so vorgegangen, dass der bei der Entleerung der Retorte in ihr zurückgelassene glühende Koksrest sich vor der Eintrittsstelle des Wasserdampfes befindet, so dass er von diesem bestriehen werden muss.
Die Einführung des Dampfes in die Retorte in der ersten Hälfte der Entgasung schützt die im Gas vorhandenen teerigen bzw. öligen Bestandteile sowie die schweren Kohlenwasserstoffe vor Überhitzung und Zersetzung und hat ausserdem den Vorteil, dass die obere Kohleschicht etwas abgekühlt wird, was eine übermässige Erwärmung der oberen Retortenwandung verhindert und die Ausgaslmg vergleichmässigt. Der Hauptvorteil der zuletzt erwähnten Ausführungsform des Verfahrens besteht jedoch darin, dass die Gasausbeute bedeutend erhöht wird, wenn im Anfang der Entgasung auch die Dampfzuführung beginnt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Erzeugung von Leucht- und Wassergas in der nämlichen wagerechten Retorte durch Einführung von Wasserdampf in dieselbe, dadurch gekennzeichnet, dass die Retorte bis oben hin mit Entgasungsgut angefüllt und der zur Wassergaserzeugung notwendige Dampf gegen Ende der Entgasung ohne Wechsel der Gasbewegung durch das der Gasabzugseite entgegengesetzte Ende der Retorte eingeleitet wird.
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Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Dampfzuführung in die bis oben hin mit Entgasungsgut angefüllte Retorte schon in der ersten Hälfte der Entgasungszeit begonnen wird. EMI1.1 **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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| AT92535D AT92535B (de) | 1917-01-25 | 1918-08-20 | Verfahren zur Erzeugung von Leucht- und Wassergas. |
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1918
- 1918-08-20 AT AT92535D patent/AT92535B/de active
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