AT71644B - Verfahren zur Darstellung von Kalziumkarbid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kalziumkarbid.

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  Verfahren zur Darstellung von Kalziumkarbid. 



   Bei der Darstellung von Kalziumkarbid im ununterbrochenen Betriebe durch Erhitzon von Kalk und Kohle im elektrischen Ofen nehmen die den Strom zuführenden   Kohleuelektroden   an der Reduktion des Kalkes teil. Dabei werden sie verbraucht, und zwar um so schneller, je mehr sie mit dem Kalk in unmittelbare Berührung kommen. 



   Zur Beseitigung dieses   Übelstandes,   der bei dem verhältnismässig hohen Preise der Elektrodenkohle ein sehr   fublbarer   ist, wurde vorgeschlagen, den Ofen um die Elektrode herum ausschliesslich mit Kohle zu beschicken und den Kalk mehr in die Nähe des Herdrandes zu legen. 



   Diese Arbeitsweise führt zwar zu dem erwarteten Erfolg, zeigt aber andere Nachteile, vor allem den, dass das erzeugte Karbid stets durch   Kohleeinschtüsse verunreinigt   ist, weil der Anthrazit, der sich in der Mitte des Ofens befindet, schneller nachfällt als der seitlich liegende Kalk. Ferner bewirkt die Anhäufung unvermischter Kohle im Reaktionsraum infolge des Umstandes, dass Kohle im glühenden Zustande ein guter Leiter ist, eine Verringerung des elektrischen Widerstandes der Beschickung und damit eine allmähliche Verschlechterung des Wirkungsgrades des Ofens
Beide Nachteile des erwähnten Verfahrens sind in der Karbidindustrie wohlbekannt und man hat sie in   verschiedener Weise abzustellen versucht.

   Unter anderem nt   vorgeschlagen worden, durch mechanische Vorrichtungen die aussere, aus Kalk bestehende Beschickung in dem unteren, von der Elektrode ahgewandten Teile des Ofens nach der inneren Schmelzzone hinzuschieben.   Dass diese Art,   die bestehende Schwierigkeit zu überwinden, ein Notbehelf ist, liegt auf der Hand. 



   Es ist nun die Beobachtung gemacht worden, dass es zur Schonung der Kohlenstoffelektrode keineswegs nötig ist, sie mit   reiner Koh ! o   zu umgeben. Vielmehr hat sich ge-   zeigt, dass es,   um ihre Abnutzung (Verbrennung) auf ein wirtschaftlich nicht mehr in Betracht kommendes Mass zu   beschränken, völlig genügt, wenn   man sie in ein kalkarmes   Kalk-Kohlegemisch   von ganz bestimmter Zusammensetzung tauchen lässt und den Rest der zur Karbidbildung erforderlichen Kalkmenge dann für sich odor in Form einer kalkreichen   Ka1k-Kohlemischung   am Ofenrande einführt. 



      Der Übe'kohlungsgrad,   d. h. das   MengeIHt'rllaltm   zwischen der Kohle und   dem   Kalk der kohlenreichen Mischung ist nicht absolut bestimmbar, sondern richtet sich nach der Weite des Reaktionsherdes, d. h. nach   dem Masse,   um welches die   Schmeixxone   in horizontaler Richtung über den Umfang der oberen Elektrode hinausreicht. Die Weite der Schmelzzoue ist ihrerseits wieder   abhängig von   dem verwendeten Material (Anthrazit, Koks, Holzkohle), der Stromdichte, der dem'Ofen zugeführten Strommenge, der angewandten Herdspannung und kann durch die Wahl dieser Werte beeinflusst werden. 



  Darum entspricht jedem Ofen unter   gogebenen   Verhältnissen ein bestimmter, durch Versuche   festzustellender   günstigster   Überkohlungsgrad   des inneren   Beschickungsgutes.   
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 der chemischen Gleichung entspricht, anzuwenden ist. Je grösser die. Schmelzzone um so   mehr kann die Kohle in der Mischung überwiegen ; im allgemeinen erreicht man sehr günstige Resultate sowohl in bezug auf die Durchschmelzung des Produktes wie auf das   

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   Elektrodenersparnis, wenn   der   Kohlenberscbuss   zwischen 30 und   800/, der   theoretisch erforderlichen Kohlemenge gehalten wird. 



   Gemäss der Erfindung wird die Herstellung des Kohle-Kalkgemisches nicht erst im Ofen, sondern bereits vor der Beschickung vorgenommen, wobei sich ohne Schwierigkeit eine ganz gleichmässige Mischung erzielen lässt. 



   Die Beschickung selbst erfolgt derart, dass der kohlereiche Teil des Beschickunggutes in die Umgebung der Elektrode, der restliche Kalk an den Rand des Herdes geschüttet wird. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung vereinigt zwei Vorzüge, die bisher nur getrennt zu erreichen waren. Es liefert einmal bei gleichmässigem Ofengang ein hochwertiges, gares, von   Kohleeinschiüssen   reines Schmelzprodukt und reduziert gleichzeitig den Elektrodenverbrauch auf ein so geringes Mass, dass es ausser Rechnung gelassen werden kann. Daneben gestattet es infolge der Wärmekonzentration nach dem Innern eine weitgehende Ausnutzung der zugeführten Energie.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Kalziumkarbid aus Kalk und Kohle im elektrischen Ofen, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen in der unmittelbaren Umgebung der Elektroden mit einem kalkarmen Kohle-Kalkgemisch beschickt wird.
AT71644D 1913-12-16 1913-12-16 Verfahren zur Darstellung von Kalziumkarbid. AT71644B (de)

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