DE336552C - Verfahren zur Herstellung von fuer Elektroden besonders geeigneten Kohlenstofftraegern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von fuer Elektroden besonders geeigneten KohlenstofftraegernInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von für Elektroden besonders geeigneten Kohlenstoffträgern. Zur Herstellung der Elektroden werden verschiedene kohlenstoffhaltige Substanzen, wie Anthrazit, Koks; verschiedene Graphitarten, Petrolkoks usw., verwendet, indem man j e nach dem Verwendungszwecke der Elektroden einige solcher Substanzen nach vorheriger Reinigung und Zerkleinerung miteinander mischt, die Mischung unter Zusatz von Bindemitteln zu Elektroden verformt und die Formlinge brennt. Unter den oben aufgezählten Substanzen sind Petrol- und Pechkoks besonders wertvoll, weil sie sehr arm an Aschenbestandteilen sind, Die Herstellung des Petrol- und Pechkokses geschieht bis jetzt vorwiegend nach dem sogenannten Craking-Verfahren. Die als Pech gewonnenen Destillationsrückstände von Erdöl und Teer werden nach diesem Verfahren in eisernen Gefäßen bis auf lebhafte Rotglut erhitzt, damit wenigstens der größte Teil der schwer flüchtigen Kohlenwasserstoffe abgetrieben wird. Das Eisen der Destilliergefäße wird hierbei infolge der starken Erhitzung außerordentlich stark angegriffen, und diese müssen daher sehr häufig ausgebessert, wenn nicht gar erneuert werden. Der so gewonnene Petrol- und Pechkoks enthält noch in der Regel mehrere Prozent flüchtiger Bestandteile, die durch Erhitzen in Brennkammern ausgetrieben werden müssen, da sonst die damit hergestellten Elektroden zu stark schwinden würden. Diese Art der Petrolkoksgewinnung ist recht kostspielig und läßt sich kaum durchführen, da die Beschaffung und Instandhaltung der eisernen Destilliergefäße zur Zeit schwierig ist.
- Durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung werden die eisernen Destilliergefäße entbehrlich, und das Verfahren besteht darin, daß man nicht mehr, wie bisher, die einzelnen Bestandteile der für die Elektrodenmasse bestimmten Mischung getrennt für sich herstellt und sie dann miteinander mischt, sondern daß man schon die Ausgangsstoffe dieser Bestandteile zusammenmischt und erst die Mischung brennt oder verkokt, so daß eine nahezu ideale Mischung der gewünschten Stoffe erhalten wird, die dann in üblicher Weise auf Elektroden verarbeitet wird. Wird z. B. bei der bisherigen Herstellung von Elektroden für Karbidöfen möglichst aschenfreier Koks mit Petrolkoks und Graphit gemischt und unter Zusatz von Teer als Bindemittel zu Elektroden verformt, so werden bei der neuen Arbeitsweise Destillationsrückstände (Pech) mit geeigneter, möglichst aschenarmer Steinkohle innig vermengt und in Koksöfen verkokt, ohne daß die Mischung sich beim Erhitzen verflüssigt. Der Koksofeninhalt wird hierbei auf etwa xooo bis zzoo°, also wesentlich höher als es in eisernen Destilliergefäßen möglich ist, erhitzt, und der so gewonnene Koks ist daher trotz seines ursprünglichen Gehalts an Pech so gut wie gänzlich frei von flüchtigen Bestandteilen und weist eine hohe elektrische Leitfähigkeit auf.
- Der so erhaltene neue koksartige Kohlenstoffträger wird nun in sonst üblicher Weise gewaschen, zerkleinert, mit etwaigen Zusatzstoffen, wie Anthrazit und Graphit, und Bindemitteln vermengt und auf Elektroden verformt.
- Im übrigen kann auch der zuzusetzende Anthrazit und Graphit bereits zu der zu verkokendenä Mischung aus Steinkohle, Petrolpech beigemengt und die Mischung verkokt werden.
- Die bei der Verkokung dieser Mischung-entweichenden Gase sind. reich an Äthylen und anderen wertvollen kohlenwasserstoffen und werden in,ijer Anlage fikr Nebenproduktengewinnung wezter,ver2beitet. Nur zum SchluB der Verkokung entweichen mitunter sehr schwer flüchtige Kohlenwasserstöffe, welche sich nur schwer fortleiten lassen, und die man daher zweckmäßigerweise direkt in die Heizkammern abziehen läßt,, wo. sie zur Beheizung der Öfen beitragen.
- Durch das hier beschriebene Verfahren-,wird die so lästige und kostspielige Umwandlung von Petrolpech in Petrolkoks in den bekannten Craking-Anlagen völlig vermieden, und man erhält eine zur Herstellung von Elektroden be-Honders geeignete Kohle, welche alle Bestandteile in innigster Mischung enthält und, weil .bei sehr hoher Temperatur gewonnen, Elektroden nicht nur von hoher mechanischer Festigkeit, sondern auch vorzüglicher elektrischer Leitfähigkeit ergibt.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Herstellung von für Elektroden besonders geeigneten Kohlenstoffträgem, dadurch gekennzeichnet, daß Steinkohle mit Petrol- oder sonstigem Pech und gegebenenfalls noch mit Graphit und Anthrazit innig gemengt und die Mischung in Koksöfen verkokt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE336552T | 1918-07-14 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE336552C true DE336552C (de) | 1921-05-04 |
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ID=6220500
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1918336552D Expired DE336552C (de) | 1918-07-14 | 1918-07-14 | Verfahren zur Herstellung von fuer Elektroden besonders geeigneten Kohlenstofftraegern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE336552C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE928397C (de) * | 1944-08-29 | 1955-05-31 | Robert Dr-Ing Meldau | Verfahren zum Herstellen von Kohleformstuecken |
| DE1076081B (de) * | 1957-03-27 | 1960-02-25 | Verkaufsvereinigung Fuer Teere | Verfahren zur Herstellung von Giessereikoks |
-
1918
- 1918-07-14 DE DE1918336552D patent/DE336552C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE928397C (de) * | 1944-08-29 | 1955-05-31 | Robert Dr-Ing Meldau | Verfahren zum Herstellen von Kohleformstuecken |
| DE1076081B (de) * | 1957-03-27 | 1960-02-25 | Verkaufsvereinigung Fuer Teere | Verfahren zur Herstellung von Giessereikoks |
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