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Luftschraubenflügel od. dgl.
Die vorliegende Erfindung hat einen Luftschraubenflügel zum Gegenstande, welcher für Antriebsschrauben od. dgl., insbesondere von Luftfahrzeugen dienen soll.
Die Erfindung bezweckt eine Erhöhung des Wirkungsgrades der Luftschrauben durch Verhinderung des Abgleitens unter gleichzeitiger Verdichtung der Luft auf der Druckseite des Flügelblattes.
Vorrichtungen zur Verhinderung des Abgleitens der Luft auf der Druckseite des Flügelblattes sind bereis in verschiedener Weise vorgeschlagen worden, sei es durch Aufsetzen von zylindrischen Flächenstücken an der Druckseite des Flügelblattes am Rande oder auch im inneren Teil, sei es durch löffelförmige Ausbildung des Flügelblattes oder durch gleichförmige Abwölbung des äusseren Blatteiles bei kreissektorförmigem Umriss.
Auch eine grössere Verdichtung der Luft durch Anordnung einer zylindrisch geformten Randfläche mit spiraliger Leitlinie ist bereits bekannt geworden.
Bei der gleichförmigen Abwölbung des Blattes ergeben alle die Achse unter gleichem Winkel schneidenden Wölbungstangenten Berührungslinien, deren'Abstand, senkrecht von der Achse aus gemessen, an allen Punkten gleich ist, während bei der Löffelform alle die Achse unter gleichem Winkel schneidenden Wölbungstangenten Berührungslinien zur Folge haben, deren senkrechter Abstand von der Umdrehungsachse in der Richtung von der Eintritts-zur Austrittskante hin zuerst zunimmt und erst später abnimmt.
Alle diese Ausbildungen haben jedoch den Nachteil der Bildung von schädlichen Luftwirbeln und toten Räumen ; zylindrisch wie immer geformte Flächenstücke an Luftschrauben haben ferner den Nachteil, dass sie nicht unmittelbar selbst einen Antriebsdruck in axialer Richtung ergeben, sondern diesen Druck nur mittelbar durch die Luftverdichtung erhöhen.
Zur Vermeidung aller dieser Nachteile wird bei der vorliegenden Erfindung eine das Abgleiten der Luft nach der Seite hin verhindernde solche Form gewählt, die nicht nur eine weitere Verdichtung der Luft hervorruft, sondern zugleich auch an jeder Stelle des Flügelblattes einen in axialer Richtung wirkenden Antriebsdruck ergibt. Zu diesem Zwecke ist das Flügelblatt erfindungsgemäss in radialer Richtung gegen die Druckseite hin derart stetig abgewölbt, dass alle die Umdrehungsachse unter gleichem Winkel schneidenden Wölbungstangenten Berührungslinien ergeben, deren Abstand, senkrecht von der Achse aus gemessen, von der Eintritts-zur Austrittskante hin stetig abnimmt. Diese Ausbildung hat eine nach hinten zu stärkere Luftverdichtung ohne schädliche Wirbelbildungen und ohne tote Räume zur Folge.
Bei der Eintrittskante kann das Flügelblatt behufs möglichst stossfreien Lufteintrittes auch noch durch flachere Neigung der Fläche längs der Ringlinien flach abgewölbt werden.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Ausbildung des Luft- schraubenflügels in drei Ansichten. Der äussere, wirksamere Blatteil ist möglichst breit gehalten, während der innere, minder wirksame Teil gegebenenfalls ausgenommen ist. Als Aussenrand erscheint im dargestellten Falle die Berührungslinie der sich mit der Achse unter gleichem Winkel schneidenden Tangenten.
Die Anzahl der Flügelblätter, welche zu einer Luftschraube od. dgl. zusammengesetzt werden, ist nicht auf zwei beschränkt, sondern kann auch grösser gewählt werden.