AT87727B - Antriebsvorrichtung für Vorverdichter von Flugmotoren. - Google Patents

Antriebsvorrichtung für Vorverdichter von Flugmotoren.

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AT87727B
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Wilhelm Ing Zurovec
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Wilhelm Ing Zurovec
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  Antriebsvorrichtung für Vorverdichter von Flugmotoren. 



   Die Verwendung von durch Zahnräder angetriebenen Turbokompressoren als Vorverdichter   bietet grosse Schwierigkeiten,   da der freie   Kurbelwellenstummel während   der Umdrehung stark schwingt, die   Turbinenräder     dagegen vollkommen gleichförmig   laufen. Da nun durch die Zahn-   räderübertragung   eine starre Verbindung beider Teile hergestellt ist,   st)   entstehen übermässige Beanspruchungen, die schliesslich zu Brüchen des Getriebes führen.

   Die Anordnung von nach- 
 EMI1.1 
 Vorteile mit sich bringt, da es zur rationellen Ausnutzung der Motorleistung in verschiedenen   Höhenlagen unbedingt notwendig ist,   die Tourenzahl des Turbokompressors in ganz anderen Verhältnissen zu ändern als die Tourenzahl des   Motors.   



   Die Erfindung besteht nun darin, dass eine Pumpe mit   möglichst gleichmässiger Flüssigkeits-     förderung   direkt vom Motor aus angetrieben wird und die   geförderte     Flüssigkeit (z.   B. Öl) in die Düse einer den von einem Turbokompressor gebildeten Vorverdichter antreibenden Turbine 
 EMI1.2 
 metrischen Verhältnissen sich selbsttätig einstellt. 



   In die   Flüssigkeitsleitung ist ernndungsgemäss   ein Kurzschlussschieber eingeschaltet, der hei entsprechender Einstellung den   geförderten   Flüssigkeitsstrom lediglich einen Umlauf im Ölzylinder   ausführen   lässt. Hierdurch wird es ermöglicht, die Turbine ganz auszuschalten, ohne den Pumpenantrieb abstellen zu müssen. 



   Der Ölbehälter für die Pumpe'ist derart angeordnet, dass er zum Teile aus dem Flugzeugi umpf vorsieht und der Einwirkung des   Flugwinde,   ausgesetzt ist. Hierdurch wird eine Kühlung des Öles bewirkt, die noch wesentlich dadurch erhöht werden kann, wenn der aus dem Rumpf 
 EMI1.3 
 gestaltet ist. 



    In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht. Die Fig. i und 2 zfigen die Anordnung der Einrichtung an einem der gebräuchlichen     Flugzeugmotoren   in Seitenansicht und Rückenansicht. In den Fig. 3 und 4 ist der Turbokompressor mit seinem Antrieb in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt bzw. in Vorderansicht, wobei die 
 EMI1.4 
 Ölpumpe im Querschnitt. bzw. Längsschnitt, sowie einen Schnitt durch den Anlasser. 



   Der Vorverdichter des Motors wird von einem Turbokompressor 1 gebildet, der die verdichtete Luft durch eine   Leitung   dem Zylinder zuführt. Der Antrieb des Turbokompressors erfolgt durch eine Turbine 3, auf deren Schaufeln ein von einer durch den Motor angetriebenen Pumpe 4 geförderter Flüssigkeitsstrom einwirkt. Die Pumpe J saugt die Flüssigkeit, in vorliegendem Falle ÖL aus einem Behälter ; und drückt den   Flüssigkeitsstrahl durch   eine Düse 6, in die eine den Durchgangsquerschnitt regelnde Nadel 7 eingesetzt ist. 



   Der Ölbehälter ist derart im Flugzeugrumpf angeordnet, dass er aus diesem zum Teile vorsteht. In diesen Teil des   Behälters 5   sind Röhrchen 8 eingesetzt, die von der Luft durchstrichen werden. wodurch eine wirksame   Kühlung des   Öles erzielt wird. 



   Die   Pumpe   fördert konstant eine bestimmte Flüssigkeitsmenge, die mit einer gewissen Beschleunigung aus der Düse 6 tritt und auf die Schaufeln der Turbine auftrifft. Wird der 
 EMI1.5 
 tretenden   Flüssigkeitsstrahles,   der somit mit grösserer Beschleunigung auf die Turbinenschaufeln auftrifft. Durch entsprechende Einstellung der Düsennadel hat man es also in der Hand die Umdrehungszahl der Turbine und somit auch des mit ihr verbundenen Turbokompressors, den gegebenen Verhältnissen entsprechend, zu ändern und derart die Vorverdichtung den jeweiligen 
 EMI1.6 
 

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 Kanal 13 mit dem Zufluss 16 zur Düse 6 verbunden.

   Die Düsennadel 7 ist unter die Wirkung   einer Feder 17 gestellt, die das Besteben hat, den Nadelkopf ausserhalb der Düsenöffnung, also den Durchflussquerschnitt vollkommen offen zu erhalten. Das Ende der Nadel 7 trägt einen   Kolben 18, der in der Servomotorkammer   14   verschiebbar gelagert ist. Die Regulierschraube 12 
 EMI2.1 
 
Der in die Düse   gedrückte "Flüssigkeitsstrom   findet keinen wesentlichen Widerstand und trifft mit einer bestimmten Beschleunigung gegen die Schaufeln der Turbine   3,   die er samt dem mit ihr verbundenen Turbokompressor mit einer gewissen Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt. Die überschüssige Druckflüssigkeit tritt durch die Bohrung 15 in den Kanal 13, öffnet das unbelastete Ventil 11 und gelangt in den Abfluss.

   Eine Wirkung auf den Kolben   18   wird hierbei nicht   ausgeübt,   da die Flüssigkeit durch das Ventil 11 einen Ausweg findet. 



   Sinkt der atmosphärische Aussendruck, so dehnen sich die Dosen 9 aus und drücken das Ventil 11 mehr oder weniger stark gegen seinen Sitz. Die durch die Bohrung 15 tretende Flüssigkeit findet somit mehr oder weniger Widerstand und übt daher einen   grösseren   oder kleineren Druck auf den Kolben 18, wodurch die Düsennadel gegen die Wirkung der Feder 17 verschoben wird und mit ihrem Kopf mehr oder weniger stark innerhalb der Düsenöffnung zu liegen kommt. 



  Hierdurch wird der Austrittsquerschnitt verkleinert und dementsprechend, da die Pumpe konstant dieselbe Menge fördert, der Druck, mit dem die   Flüssigkeit   aus der Düse gedrückt wird, vergrössert. 



  Infolgedessen trifft die   Flüssigkeit   mit grösserer Beschleunigung auf die Turbinenschaufeln und vergrössert deren Umdrehungsgeschwindigkeit. 



   Die Umdrehungsgeschwindigkeit des Turbokompressors ist also in Abhängigkeit von dem 
 EMI2.2 
 zuschalten, ohne die Pumpe abstellen zu müssen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.3 
 welche die Flüssigkeit in die Düse   (6)   einer mit dem den Vorverdichter bildenden Turbokompressor   (1)   verbundenen Turbine   (3)   drückt, wobei der Druck der die Turbine beaufschlagenden Flüssigkeit entsprechend den barometrischen Verhältnissen sich selbsttätig einstellt. 
 EMI2.4 


Claims (1)

  1. gesetzte Nadel (7), die unter die Wirkung eines vom atmosphärischen Luftdruck beeinflussten Organes (9) gestellt ist, so dass sie den Durchgangsquerschnitt entsprechend dem jeweiligen Aussendruck mehr oder weniger drosselt und derart die geförderte Flüssigkeit zwingt, mit grösserem oder kleinerem Druck aus der Düse auszutreten.
    3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der Düsennadel (7) zu einem Kolben (1 ausgebildet ist, der in einer von der Druckleitung abge. EMI2.5 der Stellung eines vom Aussendruck beeinflussten Ventiles (11) mit mehr oder weniger starkem Druck einwirkt, wodurch die Düsennadel (7) entsprechend den barometrischen Verhältnissen entgegen der Wirkung einer Feder (17) eingestellt wird.
    4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen in die Flüssigkeits- EMI2.6 ausschalten zu können.
    5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass der die Förderlüssigkeit enthaltende Behälter (5) wenigstens zum Teile dem Fahrt-bzw. PropeHerwind ausgesetzt ist, um die Flüssigkeit zu kühlen.
    6. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Fahrt- vind ausgesetzte Behälterteil nach Art eines Kühlers von Röhrchen (8) durchsetzt ist.
AT87727D 1918-08-24 1918-08-24 Antriebsvorrichtung für Vorverdichter von Flugmotoren. AT87727B (de)

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