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Elektrodenanordnung für elektrisch beheizte Dampfkessel.
Steht für den Betrieb elektrisch beheizter Dampfkessel keine höhere Spannung als etwa 1000 Volt zur Verfügung und sollen die Anlagekosten für die Transformation der Spannung vermieden werden, so bietet es bei grösserer Kesselleistung wegen der hohen Stromstärke Schwierigkeiten, eine genügende nutzbare Oberfläche für die Elektroden zu schaffen. Ein gewisser Wert der spezifischen Strombelastung pro Flächeneinheit derselben darf nämlich nicht überschritten werden, wenn unmittelbare Funkenüberschläge und eine rasche Abnützung der Elektroden vermieden werden sollen. Man pflegt zwar in einen Kessel zwecks Vergrösserung seiner Leistung mehrere Elektrodensysteme, die nach Bedarf parallelgeschaltet werden können, einzubauen, trotzdem findet oft keine genügende Ausnützung des Kessels wegen der zu geringen Oberfläche der Elektroden statt.
Gemäss der Erfindung lässt sich die Oberfläche der Elektroden dadurch vergrössern und damit die Kesselleistung erhöhen, dass die rohrförmigen Elektroden oder Gegenelektroden als mehrfache konzentrische Rohre ausgebildet werden. Im allgemeinen empfiehlt es sich, um die Konstruktion zu vereinfachen, entweder nur die Elektrode oder die Gegenelektrode als doppeltes Rohr auszuführen.
Ein Beispiel einer Anordnung, bei welcher nur die Gegenelektrode als doppeltes Rohr ausgebildet ist, zeigt die Fig. 1. Es ist von einem Elektrodensystem nur eine der Elektroden mit der zugehörigen Gegenelektrode dargestellt. Bei einem Dreiphasensystem hat man sich drei solcher Paare vorzustellen. Es bedeutet e die rohrförmige Elektrode (meist aus Eisen oder Bronze), welche an der Stromzuführungsstange a hängend befestigt ist. Die Gegenelektrode besteht aus dem äusseren Rohr g und einem inneren Rohr i, welche der Ring b miteinander verbindet. Letzterer ist mit Öffnungen o versehen, damit der Wasserumlauf zwischen den Elektroden frei stattfinden kann.
Die von den Rohren i und 9 gebildete Gegenelektrode ist bei einem Dreiphasensystem mit den beiden übrigen Gegenelektroden durch das Querstück r leitend verbunden, so dass die drei Gegenelektroden den Sternpunkt des Systems bilden. Auf das äussere Rohr 9 ist noch ein Rohr A aus Isoliermaterial aufgesetzt, um den unmittelbaren Stromübergang zwischen den Elektroden (unter Umgehung der Gegenelektroden) und den sich hiedurch bildenden Nebenschluss, welcher die Regulierfähigkeit beeinträchtigt, zu verhindern. Dieses Rohr h schliesst entweder unmittelbar an das Rohr 9 an oder es kann ein geringer Abstand gelassen werden. Der so entstehende Zwischenraum ermöglicht einen lebhaften Wasserumlauf durch und um das Gegenelektrodenrohr g.
Um eine Regelung der Leistung eines jeden Elektrodensystems zu erzielen, können die drei Gegenelektroden mittels des gemeinsamen Querstückes r gesenkt bzw. gehoben werden.
Zu diesem Zweck ist hier beispielsweise das Querstüek r an dem Rohr n befestigt, dessen oberes Ende die Schraubenmutter ru trägt, welche ihrerseits durch Drehung der in axialer Richtung fest gelagerten Schraubenspindel s auf und ab bewegt werden kann.
Zur Sicherung des Abstandes zwischen Elektrode und Gegenelektrode dienen die aus Isoliermaterial hergestellten Stücke Je, ki, welche in dem Elektrodenrohr e bzw. Rohr i der Gegenelektrode befestigt sind'und der Gegenelektrode als Führung dienen. Diese Führungsstücke können auch als Rollen oder dergleichen ausgebildet sein. Ferner wird die Gegenelektrode bei ihrer Bewegung durch die Hülse f, welche längs der Elektrodenstange a entlang
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gleitet, geführt. Die Hülse f ist durch das eingelegte Isolierstück p gegen die Gegenelektrode isoliert.
Die Anordnung gestattet natürlich auch eine Umkehrung oder entsprechende Erweiterung, wobei in letzterem Falle sowohl für die Elektrode als auch für die Gegenelektrode eine grössere Anzahl konzentrischer Rohre verwendet werden. Ein Ausführungsbeispiel hiefür ist schematisch in Fig. 2 dargestellt. Die Elektrode besteht hier ebenfalls aus zwei Rohren e und ei, die Gegenelektrode, wie in der Anordnung nach Fig. 1, aus den beiden Rohren i und g.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Elektrodenanordnung für elektrisch beheizte Dampfkessel mit verhältnismässig geringer Spannung, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden oder Gegenelektroden als mehrfache, konzentrische Rohre ausgebildet sind.