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Waggon-verschluss.
Das Stammpatent Nr. 86996 betrifft einen Waggonverschluss, der aus zwei ineinander einsteckbaren Teilen besteht, von denen der eine bolzenartig ausgebildet ist und federnde Lappen trägt, mit denen er an einem Widerlager des anderen Teiles verriegelt wird. Die Verriegelungslappen sind mittels einer Niete an dem Schliessbolzen in gegenüberliegenden axialen Ausschnitten desselben beweglich gelagert und stützen sich mit ihrem vorderen Rande gegen die entsprechende aufrechte Fläche des Bolzenausschnittes.
Bei dieser Form des Verschlusses wird durch die zwei gegenüberliegenden axialen Ausschnitte des Schliessbolzens und die durchlaufende Bohrung, welche die die Verriegelungslappen auseinanderspreizende Feder aufnimmt, der Querschnitt des Schliessbolzens ziemlich geschwächt, so dass die Möglichkeit vorhanden ist, dass bei dem Versuch eines gewaltsamen Öffnens des Verschlusses zwar die Verriegelungslappen unbeschädigt bleiben, dass aber der Schliessbolzen an der Stelle seines kleinsten Querschnittes abreisst.
Dieser Übelstand wird gemäss der vorliegenden Erfindung dadurch vermieden, dass der Schliess- bolzen nur einen in einem axialen Ausschnitt desselben beweglich befestigten Verriegelungslappen trägt, wobei die den letzteren im rückwärtigen Teile nach aussen drückende Feder in einer napfartigen Vertiefung des Schliessbolzens gelagert ist.
Auf diese Art wird eine schädliche Querschnittsverminderung des Schliessbolzens möglichst vermieden und so die Sicherheit des Verschlusses erhöht.
In der Zeichnung ist der Verschluss in einer beispielsweisen Ausführungsform im Längsschnitt dargestellt.
Der Schliessbolzen 1 trägt einen Kopf 2 und besitzt an seinem Schaft einen axialen Ausschnitt 3, der zweckmässig durch exzentrisches Abdrehen des Bolzens erhalten wird. In dem Ausschnitte 3 ist der in seinem vorderen Teile mittels der Niete 4 an dem Bolzen beweglich befestigte Verriegelungslappen 5 gelagert, der rückwärts durch die Feder 6 nach aussen gedrückt wird, die in einernapfartigen Vertiefung ? des Schliessbolzens gelagert ist. Eine schädliche Querschnittsschwächung des letzteren ist also hier tunlichst vermieden.
Der Bolzen 1 wird in die Schliessösen 8, 81 des Waggons eingesteckt und durch Aufstecken der Kappe 9 geschlossen. Die letztere ist mit einem hinterdrehten Rand 10 versehen, der das Widerlager für den Verriegelungslappen bildet. Das Öffnen des Verschlusses erfolgt durch Abtrennen des Bolzenkopfes 1.
Da die Querschnittsfläche des Bolzens durch den Ausschnitt 3 und die Ausnehmung 7 für die Feder nur wenig verringert ist, so sind etwaige Materialfehler oder eine durch unachtsame Arbeit verursache stärkere Abdrehung des Bolzens auf die Sicherheit des Verschlusses gegen gewaltsames Öffnen ohne Einfluss.
Die einseitige Anordnung des Verriegelungslappens hat noch den Vorteil, dass sich jener bei einem mit grossen. Kraftaufwand ausgeführten gewaltsamen Öffnungsversuch staucht und sich derart in Niete und Schlusskappe verbeisst, dass der Verschluss erst recht nicht zu öffnen ist.