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Verfahren zur mechanischen Reinigung und Glättung der Magen und zur Zurichtung von Füssen geschlachteter Tiere.
Es ist bekannt, dass die Reinigung und die Glättung der Magen von Ochsen oder von Hammeln. sowie die Zurichtung der Füsse von Kälbern, Schweinen und andern Schlachttieren bisher eine wichtige und erfahrene Handarbeit erforderte, die den Einkaufspreis dieser für den Verbrauch bestimmten Produkte beträchtlich erhöht. Die Reinigung und Glättung der Ochsenmagen erfordert bekanntlich mit Rücksicht auf die Blätter, aus deren Zwischenräumen alle Unreinlichkeiten entfernt werden müssen, eine ziemlich sorgsame Behandlung. Die Zubereitung der Kalbs-, Schweine-und Hammelfüsse besteht darin, die Sporen oder Afterllauen und die sie bedeckende Seide oder Wolle zu entfernen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens, um auf mechanischem Wege und schnell alle die zahlreichen oben aufgeführten Tätigkeiten mit jeder gewünschten Vollkommenheit auszuführen. Das Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass die zu behandelnden Tierteile in einen oder mehrere sich drehende zylindrische Behälter gebracht werden, deren Wandung beispielsweise aus geriffelten Lamellen besteht. Die Innenwandung der Behälter kann aber auch auf irgendeine Art und Weise aufgerauht sein.
Die Behälter dienen dazu, die Tierteile einerseits der Einwirkung der Zentrifugalkraft zu unterwerfen, indem man sämtliche Behälter um eine gemeinsame Achse umlaufen lässt und anderseits, um die Tierteile der Einwirkung einer Drehbewegung, die jeder Behälter um seine eigene Achse ausführt, zu unterziehen. Die Bewegung dieser Behälter ist somit eine bei Maschinen anderer Industriezweige häufig vorkommende Planetenbewegung.
Die Drehbewegung der gesamten Vorrichtung um eine gemeinsame Achse hat zur Folge, dass die Teile unter der Einwirkung der Zentrifugalkraft gegen einen Teil der inneren Wandungen der Behälter, die sie enthalten, geschleudert werden, und die Drehbewegung jedes der zylindrischen Behälter um seine eigene Achse hat zur Folge, die Tierteile zu zwingen, mit der Wandung in Berührung zu bleiben, gegen die sie geschleudert werden, so dass also ein beständiger Wechsel der Berührungsstelle des Teiles mit der Innenwand eintritt. wobei die Teile an den Wänden abgerieben werden.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel eine Vorrichtung zur Verwirklichung des oben be- schriebenen Verfahrens in Fig. l in Seitenansicht und Fig, 2 in Stirnansicht.
Die Vorrichtung umfasst beispielsweise vier zylindrische Behälter a. in die die Magen oder dgl. eingefüllt sind und die mit ihren Achsen a1 zwischen zwei Platten oder zwei Sehwungringen b angeordnet sind, die auf einer Motorwelle e aufgekeilt sind. Diese Motorwelle c wird durch irgendeine geeignete Antriebseinrichtung mit grosser Geschwindigkeit umgetrieben, die sich auf die beiden Ringe überträgt, welche die Behälter a tragen. Auf der Achse a1 jedes Behälters a ist ein Zahnrad e aufgekeilt, das mit einem Zahnkranz t in Eingriff steht, der fest auf einer feststehenden Büchse sitzt. in der sich die Welle c dreht.
Die Behälter a erhalten eine schnelle Drehbewegung um die Achse c und eine weitere Drehbewegung um ihre eigenen Achsen al in derselben Drehrichtung aber mit geringerer Geschwindigkeit als die der Schwungring b.
Die in den Behältern a eingeschlossenen Teile werden infolgedessen unter der Wirkung der Zentrifugalkraft gegen jenen Teil der Oberfläche der inneren Wandung geworfen, der am weitesten von der gemeinsamen Drehachse c entfernt liegt ; die Drehbewegung jedes Behälters um seine eigene Achse wird die zu behandelnden Teile mit sich ziehen, welche hiedurch entlang der inneren Oberfläche der Wandung
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herumrollen werden. Die Berührungsstelle der Oberfläche wird dauernd infolge der Drehbewegung gewechselt, wodurch nacheinander alle ihre Teile zur Berührung gelangen.
Die Tierteile werden so, indem sie gegen die aufgerauhte oder aus Lamellen bestehende Behälterwand geschleudert werden, an dieser sieh abreiben und dabei um sich selbst rollen : auf diese Weise werden sie gereinigt oder von ihren Klauen, ihrer Seide oder ihrer Wolle befreit. Die Rückstände oder
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Wasser-, Dampf-oder Luftstrom versehen werden, der den Reinigungsvorgang erleichtert und be- schleunigt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur mechanischen Reinigung und Glättung der Magen und zur Zurrichtung von Füssen geschlachteter Tiere, dadurch gekennzeichnet, dass die Tierteile in planetarisch umlaufenden Behältern längs der Innenwandungen herumgerollt und an den Wänden abgerieben werden.