AT90607B - Verfahren zur Naßverkohlung von Torf ähnlichen Materialien. - Google Patents
Verfahren zur Naßverkohlung von Torf ähnlichen Materialien.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Nassverkohlnng von Torf'und ähnliclwll Materialien.
Es ist bekannt, dass Zellulose in Gegenwart geringer Mengen organischer oder anorganischer Säurenleichthydrolisiertwird. Erhöht man den Säuregehalt, so wird die Hydrolisierung in entsprechendem
Masse innerhalb weiter Grenzen erleichtert.
Die Anwendung dieser Tatsache wurde bereits vorgeschlagen, um die für die Zerstörung der schlammigen Masse bei der Nassverkohlung von Torf und ähnlicher Materialien notwendige Temperatur zu erniedrigen, damit nur ein kleiner Teil der festen Bestandteile des Torfes zersetzt und durch das aus- gepresste Wasser abgeführt wird und die Masse selbst eine Verbesserung erfährt. Es wurde weiters das
Zusetzen von Säuren, beispielsweise Schwefelsäure, in Vorschlag gebracht. ebenso auch die Verwendung jener Säuren, die in der ausgepressten Flüssigkeit bei der Nassverkohlung von Torf, vorhanden sind und dem Vorschlag entsprechend dem rohen Torf vor oder während der Nassverkohlung zugesetzt werden.
Sofern aber der Torf bereits hohen Wassergehalt besitzt, erweist es sich schwierig. die Vorteile dieser
Vorschläge voll auszunutzen.
Es wurde schliesslich auch noch vorgeschlagen, Ablaugen anderer Industrien, beispielsweise Sulfit- ablauge, die einen gewissen Prozentsatz freier Säure enthält, als Säurequelle zu verwenden.
Die Erfindung besteht nun in der Durchführung der Nassverkohlung von Torf und ähnlichen
Materialien unter Zusatz von Säuren, die bei der Abdampfung der aus dem behandelten Material, beispiels- weise durch Auspressen oder dgl. erhaltenen Flüssigkeit gewonnen werden, wobei gegebenenfalls ein
Zusatz weiterer Säuremengen anderer Herkunft erfolgen kann. Das Abdampfen erfolgt dabei vorteilhaft nach dem Verfahren der britischen Patente Nr. 12462/1911 oder Nr. 22670/1911, wobei die zu ver- dampfende Flüssigkeit der Heizfläche in dünnen bewegten Schichten ausgesetzt wird und das Heizmaterial aus dem komprimierten Abdampf der Flüssigkeit besteht.
Säuremengen, die bei der Verdampfung abgeführt werden, werden aus dem von der Verdampfung- kammer in Dampfform abgezogenen Teil wiedergewonnen, der zwecks Wiedergewinnung der Säuren behandelt wird, bevor er nach der Kompression wieder auf die Gegenseite der Wärme übertragenden Querwand zurückkehrt.
Die Wärmeverluste können bei dem Verfahren weitgehend vermindert werden, indem ein Wärme- austausch zwischen dem Kondensat des Verdampfers und dem zu behandelnden Rohmaterial herbei- geführt wird.
Das nassverkohlte Material wird durch Auspressen von der Flüssigkeitsmasse befreit, die zum
Teil oder zur Gänze zwecks Abdampfung rückgeleitet wird, worauf die gewonnene Säure, gegebenenfalls unter Zusatz weiterer Säuremengen, dem Rohmaterial vor oder nach dem Wärmeaustausch mit diesem zugesetzt wird.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel wird der Torf in geeigneten Apparaten unter Säurezusatz bei möglichst niedriger und daher sehr wirtschaftlicher Temperatur nass verkohlt. Das nassverkohlte
Material wird sodann durch eine Filterpresse oder ähnliche Vorrichtung gedrückt, der ausfliessende Anteil verdampft und die Säure aus dem Dampf gewonnen oder im Verdampferrückstand konzentriert. Die erhaltene Säure oder das Konzentrat wird sodann gegebenenfalls unter Zusatz weiterer Säuremengen dem zu verarbeitenden Torf zugesetzt.
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Die Massnahme ist ohne besondere Kosten erzielbar. Die Verarbeitung von Torf kann dabei mit der Gewinnung anderer Nebenprodukte. wie organischer Sältren und Ammoniak, beim Verdampfungs- verfahren verbunden werden.
Als weiterer Vorteil bei Anwendung der Erfindung ergibt sieh die Möglichkeit, an Wärme zu sparen und die Kosten zu verringern. Das Gesamtverfahren der Nassverkohlung wird vereinfacht und gegenüber dem bisherigen Verfahren. gemäss welchem höhere Temperaturen und Drucke notwendig sind, verbilligt.
Insbesondere macht es das Verfahren gemäss der Erfindung in manchen Fällen möglich, verschiedene Materialien zu-verwerten, die bisher mit dem ausgepressten Wasser verloren gingen.
Bei Anwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist es nicht nur möglich, die im ausgepressten Material einer Beschickung enthaltene gesamte Säuremenge der nächsten Beschickung zuzusetzen. ohne dabei deren Wassergehalt merklich zu erhöhen, es wird auch das im ausgepressten Wasser enthaltene Material zum grössten Teil durch den Verdampfer wiedergewonnen. Wenn kleine Mengen eines Reagens
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Nassverkohlung von Torf und ähnlichen Materialien unter Zusatz von Säure, die zur Gänze oder zum Teil ans vorbehandeltem Material erhalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Säuren durch Abdampfen der aus dem behandelten Material erhaltenen Flüssigkeit gewonnen werden, wobei das Abdampfen vorteilhaft nach jener bekannten Arbeitsweise erfolgt, wonach die zu verdampfende Flüssigkeit der Heizfläche in dünnen, bewegten Schichten ausgesetzt wird und das Heizmittel aus dem komprimierten Abdampf der Flüssigkeit besteht.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Säuremengen, welche bei der Verdampfung abgeführt werden, aus dem von der Verdampfungskammer in Da-npfform abgezogenen Teil wiedergewonnen werden, der zwecks Wiedergewinnung der Säuren behandelt wird, bevor er nach der Kompression wieder auf die Gegenseite der Wärme übertragenden Querwand zurückkehrt.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bezw. 2, dadurch gekennzeichnet. dass der Wärmeverlust weitgehend vermindert wird, indem ein Wärmeaustausch zwischen dem Kondensat des. Verdampfers und dem zu behandelnden Rohmaterial herbeigeführt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB90607X | 1918-11-25 |
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| AT90607B true AT90607B (de) | 1923-01-10 |
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|---|---|---|---|
| AT90607D AT90607B (de) | 1918-11-25 | 1919-11-20 | Verfahren zur Naßverkohlung von Torf ähnlichen Materialien. |
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1919
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