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Ventil mr HilfsläservonLokomotiven.
Bei Lokomotiven sind bereits Hilfsbläser bekannt. die vom Fiihrerstande aus mittels eines Ventilzuges während der Fahrt und im Stillstand betätigt werden können. Derartige Hilfsbläser haben den Vorzug, baulich einfach zu sein. aber ihnen fehlt die Möglichkeit einer selbsttätigen Wirkung. Im Gegensatz hiezu sind Ventile für Hilfsbläser bekannt, die sich beim Schluss des Regulators selbsttätig durch
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Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch das Ventil in seiner Schliessstellung.
Fig. 2 erläutert die Einstellung des Ventils während der Fahrt. so dass eine selbsttätige Eröffnung möglich wird.
Fig. 3 veranschaulicht bei gleicher Spindelstellung, wie Fig. 2, die Eröffnung des Ventils.
Fig. 4 lässt die grösstmögliche Eröffnung des Ventils erkennen.
Die Fig. 5 bis 7 erläutern die Stellung des Einstellhebels im Loknmotivführorstand für die ver- schiedenen Betriebszustände des Bläserventils.
Fig. 5 entspricht der Schliessstellung des Ventils nach Fig. 1.
Fig. 6 zeigt die Hebelstellung, bei welcher eine selbsttätige Einstellung des Hilfsbläsers nach den Fig. 2 bis 3 möglich ist.
Fig. 7 zeigt die zu Fig. 4 gehörige Hebestellung.
Fig. 8 ist die Stirnansicht des neuen Bläserventils.
Fig. 9 erläutert die Anordnung des Bläserventils an der Lokomotive.
In dem Bläsergehäuse 1 ist der Differentialkolben 2 verschiebbar gelagert. u. zw. derart, dass die Rückseite sciner grossen Kolbenfläche mittels einer bei dem Anschlussstutzen 3 endenden Verbin- dungsleitung von dem im Schieberkasten herrschenden Dampfdruck beeinflusst wird während die kleinere
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damp druckes im Lokomotivkessel stellt. Her Anschlussstutzen J entlüftet den Raum hinter dem grossen Kolben. Der während der Fahrt im Schieberkasten ausftretende Dampfdruck bewirkt vermöge der grösseren Kolbenfläche den Schluss des Ventils nach Fig. 2. Beim Schluss des Regulators (Stillstand oder Leerfahrt der Lokomotive) findet dagegen Öffnung des Ventils statt. weil der Gegendruck von dem Schieber- kasten aus nicht vorhanden ist.
Daher findet bei einer Stellung gemäss Fig. 3 Bläserwirkung statt.
Der Anschlussstutzen 6 dient gemäss Fig. 9 zur Aufnahme eines Ölers für die Reibungsflächen. An. dem vorderen Ende des Bläsergehäuses 1 ist ein Ventilsitz ?'vorgesehen, auf den sieh der
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zwischen den Anlageflächen 17 und 18 durchlaufen. (Fig. 2), wird bei weiterer Drehung des Hebels 16 der Differentialkolben. mitgenommen.
Die um mehrere Millimeter vorgesehene Verstellung der Spindel 13 ohne Beein lussung des Differentialkolbens kennzeichnet die eigenartige Wirkung des beschriebenen Ventils für den Hilfsbläser. Sie besteht darin, dass man vom Führerstand aus durch Drehen der Spindel 12 den Differentialkolben 2
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kolben so weit zurückgeschoben wird, dass das Ventil 7, 8 unter allen Umständen geöffnet gehalten wird. Hieraus ergeben sich für den Stellhebel 16 gemäss den Fig. Ï bis 7 drei verschiedene Grundstellungen.
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tätig öffnen kann.
Steht der Stellhebel 16 gemäss Fig. 6 wagrecht, so kann das Ventil entweder gemäss Fig. 2 geschlossen sein (Einfluss des Schieberkastendruckes auf die grössere Kolbenseite), oder es kann bei der gleichen Hebelstellung gemäss Fig. 3 geöffnet sein, wenn zu den. Zylindern kein Dampf mehr zuströmt,
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zum Hilfsbläser strömen, wobei der Dampf von dem Dampfdom der Lokomotive aus durch das beschriebene Hilfsventil hindurchtritt. Stellt man schliesslich den Hebel 16 gemäss Fig. 7 nach unten ein. so wird der Differentialkolben so weit zurückgeschoben. dass sich der Ventilkörper 8 auch dann nicht auf seinen
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Differentialkolbens hinzutreten kann.
Die letztere Einstellung des Ventils kann sowohl im Stillstand der Lokomotive als auch während der Fahrt auf ansteigender Strecke in Frage kommen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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kolben mit Spiel umfasst wird.