AT89662B - Verfahren zur trockenen Destillation von Holz. - Google Patents
Verfahren zur trockenen Destillation von Holz.Info
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Description
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Verfahren zur trockenen Destillation von Holz.
Bei der trockenen Destillation des Holzes unterscheidet man im wesentlichen drei Phasen :
1. Das Verdampfen des im Holze vorhandenen Wassers bis zu etwa 1700 C.
2. Das Erhitzen der Holzmasse auf die zur Einleitung der exotherrnisch verlaufenden Verkohlungsreaktion erforderliche Temperatur von etwa 270-280 .
3. Die exothermisch verlaufende Periode. mit allmählicher Steigerung der Temperatur auf etwa 380#400@.
Diese einzelneu Perioden der Verkohlung werden aber in der Praxis nicht getrennt voneinander ausgeführt, vielmehr lässt man die Trocknung und Verkohlung des Holzes nebeneinander verlaufen, wobei der relative Wassergehalt des Holzes regulierend auf den mehr oder weniger ruhigen Verlauf des Verkohlungsprozesseseinwirkt.
Bei diesen üblichen Verkohluugsverfahren werden die Hauptprodukte im wesentlichen fortwährend
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festeKohlenwasserotoffeüber.
Nach vorliegender Erfindung wird das holz zunächst durch schwaches Erhitzen bis zu Temperaturen. bei welchen nichts als Wasser entweicht, getrocknet und dann unter tunlichster Vermeidung schädlicher Überhitzung rasch auf hohe, etwa dder Endphase der bisher üblichen Verkohlungsverfahren entsprechende Temperatur gebracht, worauf dann die hohe Temperatur durch ständige weitere Wärme-
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kann gegebenenfalls noch durch Aussenbeheizung unterstützt werden.
Man verfährt z. B. derart. dass man zunächst das Holz durch schwaches Erhitzen der Retorte
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beider Methoden piaktiseh von Wasser befreit, wobei darauf zu achten ist, dass durch dieses Trocknen lediglich Wasser entfernt, nicht aber zersetzend auf das Holz eingewirkt wird. Bei Hartholz hält man die Temperatur zweckmässig unter 150 , vorzugsweise auf 125#135 . während es sich bei harzreichem Holz empfiehlt, die Trocknungstemperatur nicht über 90 zu steigern.
Sobald das gesamte Holz so trocken ist, als es ohne Zersetzungserscheinungen möglich ist. werden demselben sofort grosse Wärmemengen zugeführt, mit der Massgabe, dass einerseits schädliche Überhitzungen vermieden, anderseits dafür Sorge getragen wird, dass die Erhitzung des Destillationsgutes eine möglichst gleichmässige ist, in dem Sinne, dass nicht nur die Mantelzolle de ; Verkohlungsgutes, sondern auch den Kernzonen grosse Wärmemengen zugeführt werden. Dies kann z. B. auf die Weise geschehen, dass man von Beginn der Verkohlung an hocherhitzte, inerte Gase, wie trockenes Generatorgas. Wassergas, Ofengas, z. B. solche von 400#600 durch die Retorten leitet. Einem Fallen der Temperatur durch Wärmeabsorption kann durch Erhöhung der Gasgeschwindigkeit vorgebeugt werden.
Bei Durchführung des Verfahrens werden überraschende, in keiner Weise vorauszusehende, technische Vorteile erzielt, welche einmal darin bestehen, dass die Verkohlungsdauer um ein mehrfaches verkürzt wird, dann aber auch darin, dass gegenüber den bisher üblichen Verfahren erhebliche Mehrausbeuten an essigsauren Produkten erhalten werden.
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gelingt es insbesondere bei der direkten Beheizung mit hocherhitzten Gasen leichter die erstrebte, gleichmässige Beheizung des gesamten Destillationsgutes zu erzielen, ausserdem wird das Holz in der Retorte derart angeordnet, dass die Holzstücke in abwechselnd liegenden und stehenden Schichten gelagert sind.
Diese Anordnung des Holzes bietet den Vorteil, dass die Heizgase möglichst alte Zwischenräume zwischen den einzelnen Holzstücke durchspülen und dieselben somit möglichst gleichmässig beheizen können.
Da sich in der Retorte überhaupt keine überhitzten Zonen befinden, so können Verluste durch sekundäre Zersetzung nicht eintreten. Dies um so weniger, als die flüchtigen Verbindungen durch den fortwährend durch die Retorte laufenden Strom von heissen Gasen ständig in raschester Weise in den Kondensator geführt werden.
Da ferner alles Wasser aus dem Holz entfernt wird, bevor dasselbe der Destillation unterworfen wird, so wird eine unerwünschte Verdünnung des Kondensationsgutes vermieden. Das letztere besteht aus einer wässerigen Lösung von Holzessigsäure, Hol7, geist, Kreosot uw. Das Verfahren liefert gegen- über den bisher bekannten beträchtliche Mehrausbeuten an essigsauren Produkten, u. zw. werden dieselben nicht etwa auf Kosten des methylalkohols erzielt, dessen Ausbeute in keiner Weise ungünstig beeinflusst wird.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, Wassergas oder Generatorgas durch Verkohlungsretorten zu leiten, mit der ausdrücklichen Vorschrift, dass die Gase vor Einleiten auf etwa 300-400'abgekühlt werden sollten. Dadurch sollte erreicht werden, dass in der Retorte nur eine Temperatur von 300 entsteht, welche solange aufrecht erhalten werden sollte, bis keine Essigsäure mehr entweicht. Erst dann sollte eine Steigerung der Temperatur auf etwa 4000 stattfinden. Das bekannte Verfahren unterscheidet sich also grundsätzlich von dem vorliegenden, bei welchem das gut vorgetrocknete Holz sofort auf hohe, der Endphase der bisherigen Verkohlung entsprechende Temperaturen gebracht und während der ganzen Destillationsdauer auf diesen hohen Temperaturen gehalten wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur trockenen Destillation von Holz, darin bestehend, dass man das vorteilhaft auf Brennholzgrösse zerkleinerte Holz unter möglichster Vermeidung von Zersetzungen gut und gleichmässig trocknet, das so vorbehandelte Holz rasch auf hohe, etwa der Endphase der bisher üblichen Verkohlungsverfahren entsprechende Temperatur bringt und diese hohe Temperatur während der gesamten Destinlationsdauer aufrecht erhält, wobei zwecks Wärmezufuhr zur Vermeidung schädlicher Überhitzungen und Erzielung gleichmässiger Wärmeverteilung hocherhitzte, inerte Gase durehgeleitet werden und die Wärmezufuhr gegebenenfalls noch durch Aussenbeheizuns : unterstützt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz in verhältnismässig EMI2.2
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT89662T | 1914-06-15 |
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