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Vorrichtung zum Unterdrucksetzen leckgewordener Räume auf Schiffen.
Die Erfindung bezieht sieh auf VorrichtungzumUnterdrucksetzenleckgewordener Räume auf Schiffen. Die Schiffskörper sind in bekannter Weise durch mehrere übereinanderliegende luft-und waserdichte decks und eine entsprechende Anzahl von Längs-und Querschotten in eine grosse Zahl von verhältnismässig kleinen Räumen geteilt. Diese Räume sind mit Zuleitungsrohren für Druckluft versehen, um ein Vollaufen der leckgewordenen Räume zu verhindern bzw. das bereits eingedrungene Wasser wieder hinauszudrücken. Dieser Druck ist jedoch für alle Wandungen, die von aussen nicht durch den Wasserdruck beeinflusst werden, einseitig und verhältnismässig hoch, so dass sich Nachteile bezüglich der Festigkeit der Schottwandungen ergeben.
Um diesen tbelstand zu vermeiden. werden die Räume um den leekgewordenen Raum herum in bekannter Weise unter stufenweise abnehmende Spannung versetzt.
Die Erfindung betrifft nun im besonderen eine Vorrichtung, welche dem genannten Zwecke dient.
Das Wesen der Erfindung liegt, darin, dass die Druckluftleitungen sämtlicher Räume mit mehreren auf verschiedene Druckstufen einstellbaren Regelventilen für die Druekluftzufuhr versehen sind.
In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, u.zw. zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch den vorderen Teil eines erfindungsgemäss ausgerüsteten Sehiffes. Fig. 2 der dazugehörige Querschnitt. Fig. 3 zeigt schematisch die Anordnung der
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verschiedenen Schiffsräumen Luft von verschiedenem Druck zugeführt werden kann.
Ist z. B. der Raum A so leek geworden, dass das Wasser mit den Lenzpumpen nicht bewä' :'gt werden kann. so wird in ihn Druckluft von solcher Spannung eingeleitet, dass diese das VollaLfn'. er- hindert. aiso dem Aussendruck des Wassers mindestens das Glerchgewicht hält.
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auch die weiterfolgenden Räume C derartig unter druck gesetzt. dass ebenso von dem auf den Wände der Räume B lastenden Druck ein hinreichender Teil aufgehoben wird. Dies kann anch Bedarf weiter fortgesetzt werden. wenn es sich um ein sehr grosses Schiff handelt, bei dem einer der untersten Räun :'
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Der Luftkompressor 2 (Fig. 1) befindet sich auf dem Oberdeek.
Von ihm erstreckt sich ein längsverlaufendes Hauptrohr-. von dem in geeigneten Abständen nach beiden Seiten eine Anzahl von Quer-
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schaltung eines Absperrventils 9 beliebiger Art, wagrechte Verbindungsstutzen 7 angeschlossen sind. Jeder Stutzen 7 mündet in einem Rohrstutzen 8. welcher 3 Regelventile (10, 11, 12) trägt und an einem Ende geschlossen, an dem zweiten mit einem Auslassventil X versehen ist. Von diesem Rohrstutzen zweight ferner das Rohr 13 ab. an welches das Leitungsrohr 5 angeschlossen ist. welches zu dem betreffenden Raume des Schiffskörpers geht.
- Die Regelventile 10, 11 und 12 sind Überdruckventile mit einem unter der Wirkung einer Schraubenfeder stehenden tellerartigen Ventilkörper. Das Ventil. M ist als Xiederdruekventil (beispielsweise für 2 Atmosphären Luftdruck), das Ventil 11 als Hochdruckventil(ss Atmosphären) und das Ventile als Zwischen-
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stehen.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende : Sollen die Räume unter Druck
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werden.
Schliesslich wird. aber nur für den Raum A. auch das Sperrventil ?'a geschlossen, so dass in diesem Raume nur noch das Hochdruckventil 11 offen bleibt, was zur Folge hat. dass der Luftdruck hier bis auf 6 Atmosphären gebracht werden kann. (Eine weitere Drucksteigerung wird durch das Entweichen des Luftüberschusses durch das Rohr 11b verhindert.) Auf diese Weise wird die gewünschte Druck-
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geschieht dies am besten mittels des am Rohrstutzen 8 vorgesehenen Ausblaseventils X. durch dessen Öffnen der Innenraum der Kammer mit der Aussenluft in Verbindung gebracht wird.
Um die unter Druck gesetzten Räume nicht vom Schiffsverkehr gänzlich abzuschneiden und insbesondere in dem lenz zu haltenden Raum ein Abdichten des Lecks vornehmen zu können, sind sämtliche Räume in bekannter Weise durch Schleusen miteinander verbunden. durch die man von einem
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ausgleicht.
Selbstverständlich müssen auch die zum Verkehr erforderlichen Lücken in den wasserdicht hergestellten Decks mit luftdicht verschliessbaren Luekendeckeln und Türen versehen sein. und ebenso müssen auch die Ladelucken luftdicht abschliessbar sein. Zu diesem Zweck hat jeder Raum beispiels-
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Raumes eintritt, von einer Schleuse zur nächsten gelangen kann. um schliesslich in den untersten Schiffsraum einzutreten.
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der Druck in den verschiedenen Kammern ausgeglichen und allmählich erhöht werden kann, bis der unterste Raum erreicht i < t.
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vertraute Personen erfolgen kann.
In Fig. 6 ist eine etwas abgeändere Luftzuführvorrichtung veranschaulicht. bei welcher an Stelle eines besonderen Lufteinführungsrohres das für jeden Raum vorhandene Ventilationsrohr verwendet wird. Das Ventilationsrohr 5 n erstreckt sich naeh oben und ist zu einem Ventilator oder Gebläse geführt,
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für Ventilations zwecke benutzt werden, so wird die Klappe. 5e geöffnet, damit eine Verbindung mit dem Gebläse oder Ventilator möglich ist.
Die Klappe ist an eine schwingbare Spindel 5g angeschlossen, die mit einem sieh erstreckenden Handgriff ausgerüstet ist. Eine Klemmutter 5i ermöglicht eine Sicherung der Klappe in jeder beliebigen, Stellung, wobei der die Mutter tragende Schraubenbolzen 5k in einem Bogenschlitz 5 In einer Verbreiterung des Handgriffes geführt ist.
Die gleiche Einrichtung kann natürlich auch dazu benutzt werden., die verschiedenen Schiffsräume lediglich unter Druck zu setzen zwecks Feststellung, ob irgendeiner der Schiffsräume undicht ist.
DieEinrichtungkönntenatürlichgegebenenfallsauchebensogutfürHolzschiffeAnwendung finden.
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kennzeichnet. dass die Druckluftleitungen aller Räume mit mehreren auf verschiedene Druckstufen einstellbaren Regelventilen für die Druckluftzufuhr versehen sind.