AT88816B - Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Bakterien. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Bakterien.

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  Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Bakterien. 



   Es ist eine längst bekannte Tatsache, dass die Tuberkelbazillen zu 30 bis   40%   aus Fett bestehen. Darüber haben eine ganze Reihe von Autoren gearbeitet und sind trotz verschiedener Methoden so ziemlich zu denselben Resultaten gekommen. Hammerschlag bestimmte die im 
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 bis 40'4%, Levene zu   31-56%.     Ruppel   erhielt je nach dem Alter der Kultur im Minimum 8 bis 10%, im Maximum 25 bis 26%, Klebs extrahierte mit Äther   20'5%,   bei nachfolgender Benzolbehandlung noch   1-14%.. Fett".   Dr. Schweinitz und Dorset konnten mit Äther, Alkohol und Chloroform im Minimum   10-46%. im Maximum 37-41%,   der bei   600   getrockneten Bazillenmasse extrahieren. 



    Kresling erzielte die grösste   Ausbeute bei Extraktion mit Chloroform (zirka   36%)   ; es folgten Benzol mit   34'31%, Äther   mit   30'75%   und Alkohol mit   24-76%.   Bei Anwendung von Alkohol, Äther und Chloroform nacheinander wurden im   Mittel 38-95%   fettartige Substanzen erhalten. Anclair und Paris behandelten die im Vakuum über Schwefelsäure getrockneten Tuberkelbazillen mit Petroläther, Alkohol, Äther und Chloroform und gewannen so   33-826%   der Bakterienmasse an fettähnlichen Körpern. Baudran bestimmte die Mengen Tuberkelbazillenfettes zu 36 bis   44%.   Deycke extrahierte mit salzsaurem Alkohol oder mit Benzaldehyd ein Neutralfett. 



   Nach   Kresling   enthält die Fettmasse 14-38% freie Fettsäuren und   77'2g%   eines Gemisches von   Neu'ralfetten   mit Fettsäureestern und Alkoholen, sowie   8-37%   in Wasser lösliche Stoffe. 



  Der Schmelzpunkt der Fettmasse lag bei 460, ihre Asche enthielt beträchtliche Mengen Phosphorsäure die für das Verhandensein von   Le (ithin   sprachen. Auch Cholesterin liess sich nachweisen. 



  Die aus den Fettsäureestern abgeschiedenen Alkohole vom Schmelzpunkt 43-5 bis 440 C betrugen 39'1% der Fettmasse. Schweinitz und Dorset wiesen nach der Verseifung durch Destillation unter Ansäuern mit Schwefelsäure das Vorhandensein von Spuren flüchtiger (und grössere Mengen 
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   bazillen   unternommen worden. An die Verwertung der Bazillen für die Gewinnung von Fett ist nicht gedacht worden, und eine solche ist, schon wegen der ungeheuren Gefahr für die Umgebung, völlig ausgeschlossen. Aber auch aus technischen Gründen würde sich die Verwendung von Tuberkelbazillen für diesen Zweck verbieten, zunächst weil sie zu hohe Ansprüche an den Nährboden stellen, ferner weil sie zu langsam wachsen und schliesslich weil sie von anderen Bakterien leicht überwuchert werden. 



   Im Sinne der Erfindung werden nun andere fettbildende Bakterien, die sich gegen Farbs'offe genau so wie echte Tuberkelbazillen verhalten, für den Menschen aber absolut ungefährlich sind, zur Gewinnung von Fett herangezogen. Es ist dies die Gruppe der säurefesten Bakterien (Corynebakterien und Mycobakterien nach Lehmann-Neumann). Der Fettgehalt dieser Bakterien ist   ebenso gross wie der   der   Tuberkelbazillen.   Die unschädlichen Fettbildner dieser Gruppe, die in der Natur sehr häufig vorkommen begnügen sich mit einem sehr einfachen und billigen Nährboden und wachsen bei 370 sehr rasch, ungefähr dreissigmal so schnell wie Tuberkelbazillen. 



   Als Nährböden kommen unter anderem in Betracht z. B. Abkochungen von stickstoffhaltigen Abfallprodukten oder von Feld-oder Hülsenfrüchten, die hierdurch als solche für Nahrungs-oder Futterzwecke nicht verloren gehen, da die abgetrennte Abkochung nach Zusatz von Nährsalzen (z. B. Kaliumphosphat) für die reichliche Entwicklung der Kulturen vollkommen 

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 ausreicht. Man kann entweder die Bakterien selbst als Fettmasse verwenden oder das Fett aus den Bakterien. z. B. durch Extraktion, gewinnen.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.1
AT88816D 1917-11-20 1917-11-20 Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Bakterien. AT88816B (de)

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