AT88350B - Verfahren zur Herstellung von Zelluloseverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zelluloseverbindungen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Zelluloseverbindungen.   



   Es ist bekannt, dass man durch Einwirkung von Schwefelkohlenstoff auf mit Alkalien vorbehandelte Zellulose alkali-bzw. wasserlösliche Verbindungen (Zellulosexanthogenate) erhält, die unter dem Namen "Viskose" in der Technik mannigfache Verwertung, z. B. zur Herstellung   von'künstlichen   Fäden, plastischen Massen, Films u. dgl. finden. 



   Es wurde nun gefunden, dass man zur Erzeugung ähnlicher Produkte geeignete Verbindungen herstellen kann, wenn statt Schwefelkohlenstoff   KoMenstoffoxysulfid   (COS) verwendet wird. 



   Diese Entdeckung ist überraschend, da es bisher nicht gelungen ist, mittels Kohlenstoff- 
 EMI1.1 
 Zellulose", pag. 336). 



   Zur Ausführung des Verfahrens werden gebleicht oder ungebleichte Zellulose in jeder Form, in der sie sich im Pflanzenreich darbieten, z. B. Baumwolle, Holzzellstoff jeder Art, Flachs, Ramiefaser, Jute o. dgl. oder zellulosehaltige Materialien, z. B. Reisschalen, Esparto, Stroh, Holzschliff o. dgl. in bekannter Weise mit Alkalien in Lösung behandelt und das erzielte Produkt die sogenannte Alkalizellulose, der Einwirkung von Kohlenstoffoxysulfid (COS) unterworfen. 



   Je nachdem Alkaligehalte der Imprägnierungsflüssigkeit und nach dem Abpressungsgrad der imprägnierten Alkalizellulose wird man entweder von der Alkalizellulose der Formel :   CeissOa. zssO   (wobei R ein Alkalimetall bedeutet) oder von einer Alkalizellulose ausgehen, welche einen Überschuss an Alkali aufweist. 



   Selbstverständlich muss nicht unbedingt unangegriffene Zellulose als Ausgangsmaterial verwendet werden. Das Verfahren ist auch mit Zellulose ausführbar, die mit hydrolisierenden Mitteln (z. B. verdünnten Säuren u. dgl.) oder oxydierenden Mitteln (z. B. Bleichmittel u. dgl.) vorbehandelt wurde. 



   Beispiel. 



   Nach der Vorschrift von   Klason ("J,   f. p.   Ch.",   36/2, pag. 64 bis 72) wurden 50 cm3 einer kaltgesättigten Rhodankaliumlösung in einem Kolben mit einer Mischung von 400 g Wasser und 500 g Schwefelsäure bei etwa   300 C   in Reaktion gebracht, das entweichende Gas mit Natronlauge und Schwefelsäure gewaschen und in 75   cm3   mit Kältemischung gekühlten Äther geleitet. 



   Diese Lösung lässt man vorteilhaft unter häufigem Schütteln bei Zimmertemperatur auf eine Zellulose einwirken, die wie folgt mit Alkali vorbehandelt ist :
10 g Zellulose werden mit 100 g   18- bis 25%iger   Natronlauge getränkt, über Nacht bei Zimmertemperatur stehen gelassen und dann auf 25 bis 40 Teile abgepresst, zerkleinert und in bekannter Weise einem i bis 3 Tage umfassenden Reifprozess bei 12 bis 20  C unterworfen. Dann wird die Alkalizellulose mit der oben beschriebenen Ätherlösung des Kohlenstoffoxysulfids (COS) vorteilhaft unter Schütteln behandelt. Hierauf wird ein eventueller Überschuss von COS entfernt und das Produkt in Wasser, oder wenn nötig, in Alkalilauge gelöst.

   Man erzielt eine viskose, schleimige Lösung, welche in bekannter Weise ähnlich wie die Viskose, auf künstliche Fäden,   plastische Massen, Films, Appreturen von Geweben, Schlichten von Gespinsten, Fixiermittel für Zeugdruck, Leimmasse für Papier u. dgl. verarbeitet werden kann.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Statt der im Beispiel genannten Konzentration der Ätherlösung können auch andere Lösungen und statt des Äthers andere Lösungsmittel verwendet werden. Ebenso kann man die Reaktion auch durch Hindurchleitung von gasförmigem Kohlenstoffoxysulfid durch Alkalizellulose vollziehen. 



   Die neue Zelluloseverbindung kann auch einem Reinigungsprozess unterworfen werden, indem man sie aus ihren Lösungen aussalzt oder durch Alkohol ausfällt und wieder   auflöst.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.1 oder aufeinanderfolgende Behandlung von Zellulose oder zellulosehaltigen Materialien mit Alkalilauge und Kohlenstoffoxysulfid.
AT88350D 1918-05-03 1918-05-03 Verfahren zur Herstellung von Zelluloseverbindungen. AT88350B (de)

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