AT88073B - Verfahren, um Tannenholz für Imprägniermittel aufnahmefähiger zu machen. - Google Patents

Verfahren, um Tannenholz für Imprägniermittel aufnahmefähiger zu machen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren, um Tannenholz für   Imprägniermittel   aufnahmefähiger zu machen. 



   Um Fichten-oder Tannenholz, das ein entsprechend tiefes Eindringen von Imprägniermitteln nicht zulässt, für solche Imprägniermittel aufnahmefähiger zu machen, wurde, wie der österr. Patentschrift Nr. 36988 zu entnehmen ist, vorgeschlagen, das Holz in frischgefälltem, feuchtem Zustande der Einwirkung von bis zu 10 und mehr Atm. gespanntem Wasserdampf auszusetzen und den Dampf, wenn das Holz seine Temperatur angenommen hat, rasch abzulassen. 



  Durch die plötzliche Druckentlastung sollte auf mechanischem Wege eine Zerreissung jener   Schliesshäutchen   zwischen den Zellen bewirkt werden, die nach der Meinung des Verfassers dieser Patentschrift das tiefe Eindringen des Imprägniermittels verhindern. Dieses Verfahren hat aber jedenfalls den Nachteil, dass die Struktur des Holzes infolge der über   1800   C betragenden Temperatur des Dampfes von mehr als 10 Atm. Druck derart geschädigt wird, dass eine nachfolgende Imprägnierung eigentlich zwecklos ist, weil sie nicht mehr imstande ist, ihren Zweck, die Lebensdauer des Holzes zu verlängern, zu erfüllen. 



   Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Verfahren geht von einer anderen Erkenntnis aus. Die Vorbehandlung des Tannenholzes o. dgl. soll darauf gerichtet sein, die Poren des Holzes durch chemische   Aufschliessung   der Harze freizulegen, was durch Einführung von Säuren geschieht, durch die der Tropfpunkt der Harze um ungefähr 200 C herabgesetzt wird, so dass die Harze bei Temperaturen herausgelöst werden können, bei denen die Struktur des Holzes nicht geschädigt wird. 



   Dieses Herauslösen der Harze aus den Harzgängen wird durch Behandlung des Holzes mit säurehältigem Wasserdampf von ungefähr   1100 C   bewirkt, wobei eine Schädigung der Holzstruktur nicht stattfindet, indem man den säurenhaltigen Dampf nur so lange einwirken zu lassen braucht, bis das Holz eine Temperatur von ungefähr   650   C angenommen hat, was innerhalb verhältnismässig kurzer Zeit der Fall ist. Dabei fliesst auch bereits das gelöste Harz aus. 



  Zur Ausführung des Verfahrens eignet sich jede beliebige mit'Wasserdampf flüchtige Säure. 



  Das so vorzubehandelnde Holz kann im nassen, frischen oder getrockneten Zustande in den Behälter eingebracht werden, in welchem es der Einwirkung des säurehältigen Wasserdampfes ausgesetzt werden soll. Die Dauer der Vorbehandlung richtet sich auch darnach, bis zu welcher Tiefe man wegen der nachfolgenden Imprägnierung die Poren freizulegen beabsichtigt. 



   Es wurde bei der bekannten Behandlung von Holz mit Wasserdampf allein die Beobachtung gemacht, dass hierbei aus dem Holze Säuren entstehen, die sich dem Dampf zusetzen, so dass also nach einiger Zeit auch bei der reinen Dampfbehandlung säurehältiger Dampf im Behälter vorhanden ist. Abgesehen davon aber, dass die Dampfbehandlung bisher stets bei so hohen Temperaturen ausgeführt wurde, dass das Holz darunter litt, kann man sich auf den erwähnten selbsttätig erfolgenden Säurezusatz nicht verlassen, weil man ja gar keine Möglichkeit einer den Verhältnissen entsprechenden Dosierung hat. Überdies schädigt auch diese aus dem Holz herrührende Säurebildung das Holz, weil sie ja auf einen Abbau der Holzsubstanz zurückzuführen ist.

   Eine Dampfbehandlung des Holzes, bei der Säuren entstehen, ist also auf jeden Fall zu vermeiden.- 

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Die der Vorbehandlung nachfolgende Imprägnierung ist am besten mittels des Eintauchverfahrens auszuführen, indem man das Holz mehrere Stunden bis Tage in der Imprägnierfeuchtigkeit, die allmählich bis auf   1100 C   erwärmt wird, liegen lässt. Man kann die Imprägnierflüssigkeit aber auch vermittelst Druck einpressen, was aber nicht so vorteilhaft ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren, um Tannenholz mittels einer Behandlung mit Dampf für Imprägniermittel aufnahmefähiger zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Vorbehandlung vor dem Imprägnieren mit säurehältigem Wasserdampf von einer Temperatur von höchstens etwa II0 C ausgeführt wird.
AT88073D 1913-11-17 1919-07-03 Verfahren, um Tannenholz für Imprägniermittel aufnahmefähiger zu machen. AT88073B (de)

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