AT87315B - Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger Schwefligsäuregase. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger Schwefligsäuregase.

Info

Publication number
AT87315B
AT87315B AT87315DA AT87315B AT 87315 B AT87315 B AT 87315B AT 87315D A AT87315D A AT 87315DA AT 87315 B AT87315 B AT 87315B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
coal
gases
charcoal
production
percentage
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Farbenfabriken Vorm Friedrich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Farbenfabriken Vorm Friedrich filed Critical Farbenfabriken Vorm Friedrich
Application granted granted Critical
Publication of AT87315B publication Critical patent/AT87315B/de

Links

Landscapes

  • Treating Waste Gases (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger   SehwessigsÅauregase.   



   Bisher bekannte Verfahren liefern konzentrierte Schwefligsäuregase nur aus Gasen mittlerer Konzentration. Die Verwendung von Holzkohle zur Gewinnung solcher Gase ist von Allen im britischen Patent Nr. 189/1879 vorgeschlagen worden. Das Verfahren ist aber nach Lunge (Handbuch der Schwefelsäurefabrikation   1916,   Seite 574, Absatz 6) praktisch nicht verwendbar. 



   Es wurde nun die bemerkenswerte Beobachtung gemacht, dass auch aus sehr dünnen Gasen von poröser Kohle, wie Knochenkohle, Holzkohle u. dgl. SO2 absorbiert wird ; und zwar nicht, wie zu erwarten war, entsprechend dem Partialdruck von   S02, sondern   in sehr viel höherem Masse, wenn man die Kohle genügend lange, bis etwas zur Sättigung mit dem Gasgemisch behandelt. Aus der so behandelten Kohle kann z.   B.   durch Erhitzen auf etwa 3000 eine sehr hoch prozentige schweflige Säure ausgetrieben werden. Behandelt man Holzkohle z. B. mit einem Abgas von etwa   0.     3%-S02, so   entwickelt sich beim nachträglichen Erhitzen der Holzkohle ein Gasgemisch mit etwa   70%     SO,.

   Diese Absorptionskratt   bleibt auch bei gepulverter Holzkohle erhalten ; Sauerstoff-und Feuchtigkeitsgehalt der Gase schadet der Absorptionskraft, ganz im Gegensatz zu dem erwähnten Verfahren von Allen nicht, wenn die Kohle zerkleinert ist und in der Absorptionsapparatur bewegt wird. Die beobachteten Eigenschaften ergeben die Möglich- 
 EMI1.1 
 Holzkohle, einen stetigen Strom hochprozentiger SO, aus dünnsten Gasen zu erzielen. 



   Eine geeignete Vorrichtung ist z. B. folgende : Die gepulverte Holzkohle wird in einem Rohr z. B. mit Hilfe einer Schnecke den dünnen Gasen im Gegenstrom entgegen geführt. Die Länge des Weges der Kohle und die Geschwindigkeit des Gases ist so bemessen, dass an einem Ende völlig gesättigte Holzkohle und frisches Gas, am anderen Ende frische Holzkohle und von   S02   befreites Gas sich befinden. Die gesättigte Kohle fällt durch eine automatisch wirkende gasdichte Absperrvorrichtung in eine zweite Schnecke, die auf etwa   3000   geheizt wird. Hier entwickelt sich kontinuierlich hochprozentige SO2, die durch ein Rohr abgeführt wird. Die von SO2 befreite Kohle wird durch eine Absperrvorrichtung ausgetragen und durch eine Transportvorrichtung, z. B. ein Becherwerk, der oberen Absorptionsvorrichtung von neuem zugeführt. 



  Auf diese Weise ist es möglich, auch aus den dünnsten Gasen, die ausserdem noch feucht sind und mit Staub verunreinigt sein dürfen, kontinuierlich Ströme hochprozentiger schwefliger Säure zu entwickeln. 



   In der beschriebenen Apparatur wird die Kohle einem Strom von schwefligsäurehaltiger Gase von o'3% S02 entgegengeführt. Gas-und Kohlegeschwindigkeit wird so geregelt, dass das Gas von SO, befreit, die Kohle mit S02 gesättigt ist, was durch Proben festgestellt wird. Eine Probe der Kohle erhitzt, muss ein mindestens 60 bis   70%   SO, enthaltendes Gas abgeben. Die Geschwindigkeit der von S02 zu befreienden Gase kann man bis zum völligen Verschwinden der SO2 nach der Behandlung einstellen. Die Kohle gibt in der zweiten Schnecke erhitzt ihre   SU,   als zirka 7obiges Gas ab. 



   Die Überlegenheit des vorliegenden Verfahrens gegenüber dem von Allen, also auch der wesentliche technische Fortschritt, beruht darauf, dass erstens die'Gase in der Art der Kohle- 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   vi stopft werden   und die absorbierende Kraft der Kohle   aufhören.   Dass auch feingepulverte Kohle Absorptionskraft für Gase besitzt, wenn sie bewegt wird, musste erst gefunden werden, ruhende gepulverte Kohle absorbiert schlecht.

   Ferner ist es nicht nötig, nach unserem Verfahren die Gase von Feuchtigkeit zu befreien, was Allen als wesentlich vorschreibt ; noch braucht die Kohle nicht im Stickstoffstrom ausgeglüht zu werden, um ihre Absorptionskraft zu erhalten, wie überhaupt das aus der Allenschen Beschreibung hervorgehende Fernhalten von Sauerstoff bei unserem Verfahren nicht nötig ist, was wohl mit folgender Erscheinung zusammenhängt. 



  Nach unseren Versuchen ist die von Allen für kontinuierlichen Betrieb vorgeschlagene Benutzung mehrerer Zylinder, die mit Kohle gefüllt nach der Absorption dem Vakuum oder der Hitze oder beiden ausgesetzt werden, unbrauchbar, wenn man durch Erhitzung austreiben, will. Die Wärmeleitfähigkeit besonders stückiger Kohle ist so gering, dass um einen Zylinder bis ins Innere auf etwa   3000 zou   erwärmen, entweder unendliche Zeit gehört oder starke Überhitzung der äusseren 
 EMI2.1 
 erfolgt. Demgegenüber ist die Verwendung zerkleinerter bewegter Kohle ein grosser technischer Fortschritt, da hierbei diese Übelstände nicht auftreten.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger Schwefligsäuregase aus geringprozentigen Gasen mittels Absorption durch poröse Kohle, dadurch gekennzeichnet, dass zerkleinerte poröse Kohle, wie Holzkohle oder Knochenkohle, solchen Gasen im Gegenstrom zweckmässig bis zur Sättigung entgegengeführt und darauf die von der Kohle absorbierte schweflige Säure durch vorsichtiges Erhitzen, zweckmässig unter Weiterbewegung der Kohle nach Art des Gegenstrom, wieder ausgetrieben wird.
AT87315D 1916-11-23 1918-01-18 Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger Schwefligsäuregase. AT87315B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE87315X 1916-11-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT87315B true AT87315B (de) 1922-02-10

Family

ID=5641663

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT87315D AT87315B (de) 1916-11-23 1918-01-18 Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger Schwefligsäuregase.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT87315B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3045743C2 (de) Verfahren zum Trocknen von organischen Feststoffen, insbesondere Braunkohlen unter Verwendung von Wasserdampf
DE69116093T2 (de) Verfahren zur Entfernung von Wasser aus einer CO2 enthaltenden Rohstoff-Gasmischung und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE948212C (de) Verfahren zur Gewinnung von Lignin und Ligninverbindungen bei der Aufarbeitung von Schwarzlauge
DE2246510A1 (de) Verfahren zur herstellung einer aktivierten kohle
AT87315B (de) Verfahren zur Gewinnung hochprozentiger Schwefligsäuregase.
DE1183891B (de) Verfahren zur Nassverbrennung von brennbare Stoffe enthaltenden waesserigen Fluessigkeiten mit sauerstoffhaltigen Gasen, insbesondere zur Regeneration mit brennbaren Stoffen beladener Adsorbentien
DE304262C (de)
DE1300079B (de) Verfahren zur Gewinnung von Saft aus zuckerhaltigen Pflanzenteilen, wie Zuckerrueben und Zuckerrohr
DE2614021A1 (de) Verfahren zur regenerierung und wiedergewinnung verbrauchter, feinteiliger aktivkohle aus faulschlamm
DE591096C (de) Regeneration pulverfoermiger Adsorptionskohle
DE2221997C3 (de) Verfahren zur Entfernung von anorganischen und organischen Schwefelverbindungen aus Abgasen
DE2253003C3 (de) Verfahren zur Entschwefelung von Schwefelwasserstoff enthaltendem Gas
AT124411B (de) Verfahren zur Reaktivierung von geschädigter Adsorptionskohle.
DE407617C (de) Verfahren zur Herstellung von Salpetersaeure aus nitrosen Gasen
AT100692B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Gasen oder Dämpfen aus einem Gemisch durch Adsorption mit porösen Adsorptionsmitteln.
DE696771C (de) Herstellung einer hochprozentigen und hochreaktion
AT122956B (de) Verfahren zur Gewinnung von hochprozentigen Gasgemischen von Schwefeldioxyd und Luft.
DE1767738A1 (de) Verfahren zum Enteisenen und Entmanganen von Grundwasser
DE2649906C3 (de)
DE489724C (de) Kohlenstoffhaltiges Adsorptionsmittel
AT55244B (de) Verfahren zur Darstellung von Salpetersäure.
DE382463C (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten Kohlehydratloesungen durch Aufschliessen von zellulosehaltigem Material mit Salzsaeure
AT330208B (de) Verfahren zur behandlung von schwefeldioxyd enthaltendem abgas unter bildung wasseriger schwefelsaure
AT79044B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von Gaswasser auf verdichtetes Ammoniakwasser.
DE518757C (de) Verfahren zur Verzuckerung von Holz