AT86939B - Übersetzungswechselantrieb mit doppelter Übertragung für Fahrräder. - Google Patents

Übersetzungswechselantrieb mit doppelter Übertragung für Fahrräder.

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AT86939B
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bicycles
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Bruno Dr Carattoli
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Bruno Dr Carattoli
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Description


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  Übersetzungsweehselantrieb mit doppelter Übertragung für Fahrräder. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Übersetzungswechselantrieb mit doppelter   Über-   tragung für Fahrräder und besteht im wesentlichen darin, dass zu beiden Seiten des Fahrzeuges je ein vollständiges Übertragungsorgan angeordnet ist, welches verschiedene Übersetzungen hervorbringt und aus zwei grösseren und zwei kleineren Zahnrädern mit ungleicher Zahnzahl besteht, die durch zwei voneinander unabhängige und nach dem Belieben des Radfahrers abwechselnd arbeitende Ketten verbunden sind. 



   Als Beispiele sollen nachstehend drei in den Zeichnungen erläuterte Ausführungsformen beschrieben werden, und zwar stellt Fig. i eine Seitenansicht eines Zahnrades nach der ersten Ausführung dar, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt dazu, Fig. 3 eine Innenansicht   von Fig. 4 eine Seitenansicht eines Zahnrades nach der zweiten Ausführungsform, Fig. 5 einen senkrechten Schnitt dazu, Fig. 6 eine Innenansicht von rechts, Fig. 7 eine   linke Innenansicht eines Zahnrades nach der dritten Ausführungsform, Fig. 8 ein Schnitt dazu, von der Hinterseite des mittleren Teiles aus gesehen. 



   Die beiden seitlich auf den Nabenenden des Hinterrades angebrachten Zahnräder sind mit dem üblichen Freilauf versehen und dienen zur Bewegungsübertragung auf das Hinterrad. 



  Die beiden neuen Zahnräder der Kurbelachse sind von den gebräuchlichen gänzlich verschieden, denn erstens sind sie auf beiden Seiten des Tretwerkes   A   und A'angebracht und zweitens können sie hinsichtlich der Drehung der Kurbeln und der Mittelachse des Fahrzeuges abwechselnd gesperrt nder entsperrt werden, wodurch je nach Bedürfnis das rechte oder das linke Übertragungsglied unter Benutzung einer grösseren oder einer kleineren Übersetzung in Wirkung tritt. 



   Die beiden Zahnräder können auf Kugellagern in beiden Richtungen vor-und rückwärts um glockenförmige Ansätze B und B'oder Kurbeln C und C'rollen ; diese Ansätze vermitteln die Wirkung der Sperrorgane, und zwar durch die einfache Auslösung der betreffenden unter Wirkung von Federn stehenden Sperrzähnen D, die in Eingriff mit den entsprechenden Kerben F der Kurbelansätze B und B'sind und die Zahnräder mit diesen kuppeln. 



   Wenn eines der beiden Zahnräder gesperrt ist, tritt das Übertragungsglied, zu dem es gehört, in Wirkung und man erhält so die Übersetzung, welche dem Verhältnisse zwischen den Zahnzahlen der beiden Zahnräder entspricht, woraus folgt, dass der neue Übersetzungswechsel sich von den gebräuchlichen dadurch unterscheidet, dass, obwohl nur zwei Über- 
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    Falls es dem Fahrer nichts verschlägt, anzuhalten, so braucht er, um z. B. das eine Übertragungsglied in Tätigkeit einzuschalten, nur den federnden Sperrkegel des freizumachenden   Rades aus der betreffenden Kerbe auszuheben und durch eine Flügelschraube o. dgl. in dieser ausgelösten Lage festzuhalten ; aber praktischer und bequemer ist natürlich eine Vorrichtung, die es dem Fahrer erspart, anzuhalten und abzusteigen. Zu diesem Behufe ist auf dem Gehäuse des Tretwerkes C am Verbindungspunkte der beiden vom Sattel und von der Lenkvorrichtung H und I ausgehenden Rohre ein kleiner Doppelhebel L angebracht, der mit seinen Haken M,   M',   je nachdem er mehr an der einen als der anderen Seite gehoben ist, in einen Einschnitt N bzw.

   N'des Innenteiles des Zahnrades eingreift und mit einem Ansatz   0, 0'des   federnden Sperrkegels so in Fühlung kommen kann, dass er ihn hebt und das Zahnrad auslöst und in bezug auf die Drehbewegung des Tretwerkes festhält. 



   Wenn der Hebel L an der einen Seite gehoben ist, so ist sein anderer Arm gesenkt und ausser Eingriff mit dem Teile des federnden Sperrzahnes, der wieder in seine Kerbe eingreift und das betreffende Zahnrad mit dem Tretwerk kuppelt. Der Stellungswechsel des Hebels wird stets dadurch möglich, dass die Nabe des Hinterrades zwei gewöhnliche FreilaufZahnräder trägt und der Fahrer ohne zu halten, ja ohne auch nur langsamer fahren zu müssen, die Drehung des Tretwerkes für einen Augenblick unterbrechen kann. Wenn alsdann die Kurbeln in einer vorher bestimmten Stellung (z.

   B. wagrecht stehende Kurbeln mit der linken nach vorn und der rechten nach hinten) festgestellt worden sind, befinden sich die beiden Haken M und M'des Hebels L genau vor den betreffenden Kerben   N   bzw.   N',   von denen die eine schon geschlossen ist und die andere vom Fahrer herangeführt wird, und zwar ist die Handhabung sehr leicht, denn die Haken des Hebels und die   Ansätze der federnden Sperrkegel besitzen beide an den Berührungsteilen zwei schräge Flächen, welche die Berichtigung kleiner Fehler gestatten.   

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   Um noch sicherer zu sein, dass jeder Senkung des Hakens N eine Hebung des
Hakens M'entspricht, kann man zwischen seine Kerbe, und umgekehrt, im Innern der
Zahnräder je eine Kreisführung P, P anordnen, wodurch die Haken des Hebels verhindert werden, sich zu heben (oder am anderen Ende zu senken) bevor sie sich genau vor den
Ansätzen der federnden Sperrkegel befinden. Wenn das Fahrrad stillsteht, wird der Hebel, um die Federn der Sperrkegel nicht unnötig zu spannen, in wagrechter Lage festgestellt, so dass die beiden Haken M, M'zwar die Ansätze   0,   0 berühren, aber nicht heben. 



   Die Zahl der Hebel kann vermehrt werden, wenn man die Organe der federnden
Sperrkegel kleiner und weniger augenfällig machen und dabei doch die Festigkeit und
Sicherheit der Vorrichtung bewahren will, indem man durch zwangläufige Verbindungen der
Hebelbewegungen alle Sperrkegel eines Zahnrades gleichzeitig ausschaltbar macht, während alle des anderen Rades einfallen. Wenn eine sehr grosse Zahl Sperrkegel vorhanden ist, können die Hebel durch eine   Spreizvordehtung   ersetzt werden, durch die der gleiche Zweck erreicht wird, nämlich die inneren Ansätze der Sperrkegel gehoben und eines der beiden
Zahnräder frei gemacht und zum Stehen gebracht wird. 



   Bei der zweiten Ausführungsform nach Fig, 4, 5 und 6 sind statt des Hebels L mit seinen Haken, sowie der entsprechenden Kerben und Kreisführungen P, P'folgende Teile vorgesehen : Anschläge R, R', um den Hub der Sperrkegel in gehobener Lage zu begrenzen,
Zangen S,   S'zur   Hebung und Sperrung der mit Gleitflächen T, T für ihre Ansätze ver- sehenen Sperrkegel, Zapfen U für die Verbindung der beiden Zangen, angebracht auf dem
Rohrstück I des Fahrradrahmens mittels eines Bundes V, und schliesslich Rückzugfedern Z, um die Zangen in Ruhestellung fest um das Tretwerkgehäuse zu   drücken.   Durch diese zweite Ausführungsform wird die Zahl der Kupplungsorgan verdoppelt, wodurch während der Zugbeanspruchung die Verbindung zwischen den Zahnrädern und Kurbeln fester und die
Hebung und Sperrung der Zähne bequemer wird. 



   Hieraus folgt, dass um die Ansätze 0 der Sperrkegel vor die Flächen   T zu   bringen, der Fahrer dadurch, dass er sie in wagrechter Lage hält, einen Augenblick die Drehung der
Kurbeln zu unterbrechen braucht. Wenn der Fahrer dann den Schalthebel der beiden an den Zangen endenden Übertragungen verstellt, wird die linke Zange sofort gesperrt und die rechte geöffnet, oder umgekehrt, wodurch eines der beiden Übertragungsglieder sofort in
Wirkung tritt, während das andere, entsperrt oder frei gedacht, stehen bleibt. 



   Bei der dritten Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8 kann die wechselweise
Wirkung der beiden Übertragungsglieder erzielt werden, ohne dass der Fahrer die Drehung des Tretwerkes in eine vorherbestimmte Stellung vorzunehmen braucht. Diese dritte Form mit doppelter Gabel und Rolle ist praktischer und bequemer als die vorigen mit Hebel und Zange, besonders, wenn der Übersetzungswechsel bei einer Steigung stattfinden soll. 



   Die Sperrkegel D, D'der Zahnräder A, A', deren eine beliebige Anzahl für jedes
Zahnrad angeordnet sein können, werden aus den betreffenden Kerben F, F'statt durch die hier fehlenden starren Innenansätze, durch Hebel   0. 0',   und zwar zwei für jeden Sperr- kegel ausgehoben. 



   Die wechselweise Aushebung und Sperrung der Sperrkegel wird statt durch Hebel oder Doppelzange, durch folgende Glieder bewirkt : Einer aus zwei Flachringen P, P'be- stehenden Rolle, deren beide Ringe durch Bolzen Q starr miteinander verbunden sind, einem Schalthebel R mit Doppelgabel S, S', der die Rolle P, P'nach rechts oder links verstellt, indem er mit seinen Enden an zwei entgegengesetzten Punkten der Ringe P, P'angreift. Die Rolle ist konzentrisch zur Achse des Tretwerkes angeordnet, und zwar durch zwei oder mehreren mittels Schellen o. dgl. an den Rahmenrohren gehaltene Flächen T mit Löchern, in denen die Bolzen der Rolle wagrecht gleitbar sind,
Um die Festigkeit der Vorrichtung zu erhöhen, braucht man nur die vier Enden der Gabel paarweise durch zwei Querstangen Z zu verbinden. 



   Bei dieser dritten Ausführungsform wird die Aushebung der Sperrkegel dadurch erzielt, dass man die Rolle nach der Seite hin verstellt, an welcher das Übertragungsglied gelöst werden soll. Der zum Zahnrade parallele Ring gerät alsdann mit den Innenvorsprüngen a der Hebel 0, 0'in Berührung, die durch Drehung um ihre am Rade selbst angebrachten Zapfen b als Hebel wirken und die Sperrkegel, mit denen sie an den Punkten c, c verbunden sind, ausheben. Da durch die entsprechende Gabel die Berührung zwischen dem Ringe und den Hebeln 0, 0'unter beträchtlichem Drucke erhalten wird, so genügt die entstehende Reibung, um das Übertragungsglied, das untätig bleiben soll, gesperrt zu halten. 



   Diese Handhabung ist bequem und leicht, denn die Auslösung der Sperrzähne kann in jeder beliebigen Stellung des Tretwerkes, sogar während seiner Drehung, stattfinden. 



   Die Schaltvorrichtung zur Verstellung der Doppelgabel nach rechts und links, 
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 bestehen, der vom Fahrer durch den Kopf U2 in drei verschiedene Stellungen gebracht und festgestellt werden kann, von denen die beiden äusseren zur wechselweisen Tätigkeit der beiden Übertragungsglieder dienen und die mittlere dazu, bei Stillstand des Fahrrades alle Federn der Sperrkegel in Ruhestellung zu bringen. Es könnte aber auch eine beliebige starre oder biegsame Übertragungsvorrichtung vorgesehen sein, die gestattet, einen Griff an einem bequemeren Teile der Maschine anzuordnen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : i.   Übersetzungswechselantrieb   mit doppelter Übertragung für Fahrräder, dadurch gekennzeichnet, dass zu beiden Seiten des Tretwerkes mit Freilaufzahnrädern der Hinteradachse verbundene Zahnräder angeordnet sind, die in bezug auf die Drehbewegung der Kurbeln wechselweise sperr-oder lösbar sind.

Claims (1)

  1. 2. Wechselantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dass als Kuppelglied zwischen Kurbel und Zahnrad Sperrkegel dienen, die mit Anschlägen für ein Schaltorgan versehen sind.
    3. Wechselantrieb nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wechselweise Aushebung und Sperrung der Sperrkegel durch einen Doppelhebel (L) bewirkt wird.
    4. Wechselantrieb nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wechselweise Aushebung und Sperrung der Sperrkegel durch eine Klemmvorrichtung (S, S') bewirkt wird, wobei die beiden Zangenschenkel durch einen Zapfen (U) verbunden sind und nach Lösen der Sperrung durch eine Rückzugfeder (Z) fest um das Tretwerkgehäuse gedrückt werden.
    5. Wechselantrieb nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wechselweise Aushebung und Sperrung der Sperrkegel durch eine Doppelgabel (S, S') in Verbindung mit einer Rolle (P, P' bewirkt wird, wobei die Sperrkegelansätze (0, 0'), als Hebel ausgebildet sind.
AT86939D 1920-07-14 1920-07-14 Übersetzungswechselantrieb mit doppelter Übertragung für Fahrräder. AT86939B (de)

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