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Schalteinrichtung mit reihenweise angeordneten, einzeln oder gruppenweise bedienbaren, gleich- artigen Kontaktfederschaltern.
In der Fernmelde-und Fernsprechtechnik werden häufig Schalteinrichtungen mit reihenweise angeordneten, einzeln oder gruppenweise bedienbaren, gleichartigen Schaltern verwendet. So z. B. setzen sich die Schaltvorrichtungen der Fernsprech-Linienwählerapparate in der Hauptsache aus gleichartigen Einzelschaltern zusammen, die meist in Schaltersätze zu fünf Einzelschaltern zusammengefasst sind.
Die einzelnen Schalter eines solchen LinienwählerSchaltersatzes bisheriger Ausführung bestehen je aus einer Anzahl von Schaltfedern, den dazugehörigen Abstands-und Isolierzwischenlagen sowie dem Betätigungsdruckknopf oder Drehhebel init seinen Lagerungsteilen ; die paketartig übereinandergeschichteten Schaltfedern und Zwischenlagen sind mithilfe von je zwei Schrauben mit Isolierbüchsen und Isolationsunterlagplättchen an der gemeinsamen Tragschiene oder Platte des Scha ! tersat ? es befestigt.
Derartige Schaltersätze genügen den Anforderungen, die an sie mit Rücksicht auf die Massenanfertigung und'den Verwendungszweck gestellt werden müssen, nicht mehr.
Verlangt werden : Kleinster Raumbedarf, kleine Anzahl von Einzelteilen, einfache und
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Wegfall jeder zeitraubenden und kostspieligen Nach-und Einstellarbeit.
Gemäss der Erfindung ist allen diesen Anforderungen durch gleichzeitige Anwendung verschiedener Massnahmen genügt, von denen die hauptsächlichste darin besteht, dass sämtliche in verschiebenen Ebenen liegende Kontaktfedergruppen durch gemeinsame streifenförmige Isolationszwischenlagen getrennt und unmittelbar an oder mit diesen zusammen befestigt sind.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Die Fig. i und 2 zeigen in Ansicht und in einem Teilquerschnitt vergrösserten Mass- Stabes eine Schalteinrichtung, bei der nebeneinander vier Kontaktfedersätze angeordnet sind, von denen jeder aus einer unteren Feder 1 und je einer darüber angeordneten Feder 2 besteht. Die zu den vorderen Federn 1 gehörenden Oberfedern sind weggelassen, ebenso wie auch Teile der Isolation abgebrochen dargestellt sind, um die innere Ausbildung der Schalteinrichtung zu veranschaulichen. Die Kontaktgabe erfolgt dadurch, dass je eine der Federn 1 durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung aufwärts bewegt wird, so dass sie in Berührung mit der Kontaktspitze 7 der Oberfeder 2 tritt.
Auf einer Grundplatte 8 sind zunächst die unteren Kontaktfedern 1, die am rückwärtigen Ende mit Lötschwänzen 11 versehen sind, in der Weise gegen seitliche Verschiebung gesichert, dass aus der Mitte der Federn ausgestanzte Zungen 9 in Öffnungen 10 in der Grundplatte 8 eingesteckt sind. Sie können auf deren Unterseite auch noch zwecks unmittelbarer Befestigung umgebogen sein. Ueber die Befestigungsstellen der Kontaktfedern ist ein Streifen 12 aus Isolationsmaterial gelegt und auf diesem sind die oberen Kontaktfedern 2 angeordnet. Die Befestigung der so übereinandergeschichteten Teile erfolgt in der Weise, dass die Federn 2 mit seitlich angebrachten, lappenartigen Vorsprüngen 13 versehen sind, die durch Löcher 14 in dem Isolationsstreifen 12 und in der Grundplatte 8 hindurchgreifen und auf der unteren Seite umgebogen sind.
Auch die oberen Federn laufen
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sind, so dass die Leitungsanschlüsse sich bequem herstellen lassen. Jede der oberen Kontaktfedern 2 trägt seitlich einen umgebogenen Lappen 16, der sich im Ruhezustand des betreffenden Federsatzes auf die Grundplatte 8 stützt und die Kontaktspitze 7 ausser Eingriff mit der unteren Feder hält. Bei deren Anheben wird auch die obere Kontaktfeder ein derartiges Stück hochgehoben, dass der Abstandslappen 16 die Grundplatte 8 verlässt und somit eine gute Kontaktgabe zwischen der Spitze 7 und der unteren Feder gewährleistet ist.
Bei der in Fig. 3 in Ansicht und in Fig. 4 in einem Teilquerschnitt dargestellten Einrichtung sind drei Schichten von Federn angeordnet. Zunächst sind auf der isolierenden Grundplatte 8 wieder die unteren Federn 1 angeordnet, und zwar erfolgt die Sicherung gegen seitliche Verschiebung, wie die vorderste Feder erkennen lässt, über der in der
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als auch die Verbindungsstege der oberen Kontaktfedern hochgebogen dargestellt sind, einerseits durch eine aus dem Kontaktfederstreifen ausgebogene Zunge 9, andrerseits durch eine Z-förmige Abbiegung des Lötschwanzes 11, die in eine Aussparung 17 der Grundplatte 8 eingreift. Über den unteren Federn 1, die zur Kontaktgabe.
ebenfalls durch eine beliebige Vorrichtung ein Stück aufwärts bewegt werden können, ist einStreifen aus Isolationsmaterial angeordnet. Über diesem ist zunächst die eine Lage der oberen Kontaktfedern 2 angeordnet. Diese Federn sind sämtlich durch einen stegartigen Streifen 19 verbunden, der an dem vorderen Ende in einen Lötschwanz 20'ausläuft. An den Stellen, wo die Federn sich an den Steg anschliessen und kurz vor dem vorderen Ende des Steges sind je zwei lappenförmige Ansätze 13 vorgesehen und durch Löcher 14 in dem Isolierstreifen 18 und der Grundplatte 8 durchgesteckt und am Ende umgebogen.
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aus Isolationsmaterial aufgelegt. Auf diesem ist ein zweiter Satz von oberen Federn 3 angeordnet.
Auch diese Federn sind durch einen Steg 21 verbunden und durch lappenförmige Ansätze 13 befestigt, die sich durch sämtliche Isolationslagen und die Grundplatte hindurch erstrecken. An einem Ende des Steges 21 ist ein Lötschwanz 23 vorgesehen.
Die oberen Federn. 2 und 3 sind so angeordnet, dass sie. abgesehen von der ersten und der letzten, paarweise enger zusammenstehen. Dementsprechend sind die Befestigungslappen 13 des einen Satzes der Oberfedern an der einen Seite und die des anderen Satzes der Oberfedern an der anderen Seite angeordnet. Die Lappen laden derart weit aus, dass sie mit genügend weitem Abstand von den unteren Federn 1 durch die Isolationsschichten hindurchtreten und an diesen Stellen einen genügend grossen Isolationsweg sichern.
Die oberen Federn 2 und 3 sind auch hier mit Ansätzen 16 versehen, mit denen sie sich im Ruhezustand auf die Grundplatte 8 stützen, so dass die am vorderen Ende der Federn vorgesehenen Konstaktlappen 24 in der Ruhestellung die Grundfedern nicht berühren.
Damit die Ansätze 16 (zwecks Raumersparnis) nicht allzuweit seitlich ausladen, sind die unteren Federn je mit einer Aussparung 25 versehen. durch die die Ansätze 16 hindurchtreten.
In den Fig. 5 und 6 ist im Grundriss und Querschnitt eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei der die einzelnen Gruppen von Schaltorganen aus je vier Kontaktfedern 1, 26,27, 28 bestehen, die auf der Grundplatte 8 unter Zwischenlegung von durchgehenden Isolationsschichten 29, 30, 31 befestigt sind. Um die Kontaktfedern gegen seitliche Verschiebung zu sichern, sind die unteren Federn 1 mit je zwei ausgestanzten Zungen 9 versehen, die in Löcher der Grundplatte eingreifen. Die Kontaktfedern 26, 27 sind mit seitlichen, diagonal angeordneten Ansätzen 3, 2, 33 für die Feder 26 und 34, 35 für die Feder 27 versehen, die in Löcher der darunterliegenden Isolationschicht eingesteckt sind.
Die obersten Kontaktfedern 28 sind mit je vier lappenartigen Vorsprüngen 13 versehen, die durch Löcher 14 in sämtlichen Isolationsplatten durchgreifen und unter der Grundplatte 8 umgebogen sind, so dass sie das ganze Paket von Kontaktfedern und Isolationsschichten zusammenhalten. Die Vorteile der neuen Anordnung sind mannigfaltiger Art. Zunächst wird durch die gemeinsamen, streifenförmigen Isolationszwischenlagen für die ganze Reihe der Kontaktfedern sowohl der Zusammenbau der Schalteinrichtung als auch die Befestigung der einzelnen Teile miteinander wesentlich vereinfacht.
Während man früher gezwungen war, zur Befestigung der einzelnen Schaltfedernpakete Schrauben anzuwenden, die durch Isolierbüchsen geführt und beiderseits durch isolierende Unterlagsscheiben von den Federn elektrisch getrennt waren, genügen jetzt an den Kontaktfedern vorgesehene, lappenartige Vorsprünge, die durch Löcher in den Isolationsteilen gesteckt und dann teilweise einfach umgebogen werden, um eine äusserst einfache und trotzdem praktisch völlig genügend haltbare Befestigung der Kontaktfedern und Zwischenlagenteile zu erzielen. Hierbei wird auch die Bauhöhe der Schaltvorrichtung verringert, da beiderseits die Köpfe und Muttern der früher angewandten Befestigungsschrauben in Wegfall kommen. Da die einzelnen Schaltfedern selbst derart verschieden bemessen oder ihre Befestigungslappen derart, z.
B. wechselseitig, angeordnet oder so gestaltet sind, dass diese beim Durchtritt durch die Isolationskörper in genügend weitem Abstand von den übrigen Kontaktfedern bleiben, wird jede besondere Isolierung der eigentlichen Befestigungsteile der Schaltfedern erübrigt. Durch die neue Befestigungsart. wird nicht nur ein äusserst geringer Materialverbrauch erzielt, sondern dabei auch die Herstellung der Schalteinrichtung erheblich verbilligt.
Eine weitere Vereinfachung ist dadurch erzielt, dass der unterste Isolationsstreifen als Aufbauplatte für den ganzen Schaltersatz verwendet ist. Hierdurch werden die bisher erforderlichen, besonderen Tragkonstruktionen für den Schaltersatz vermieden. Die Anwendung der Abstandsansätze an den einzelnen Kontaktfedern, die verhältnismässig nahe an deren Kontaktenden vorgesehen sind, erübrigt jede besondere Justierung der Kontaktfedern, die
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derart angeordnet, dass sie zwischen den Kontaktfedern durchgreifen und dementsprechend keiner besonderen Isolation bedürfen.
Die Vereinigung gleichliegender Kontaktfedern durch einen gemeinsamen Steg erhöht nicht nur in erheblichem Masse die Festigkeit der ganzen Anordnung, sondern hat noch den besonderen Vorteil, dass für die einzelnen Kontaktfedern besondere Lötanschlüsse vermieden werden und nur eine einzige Anschlussstelle für je eine ganze Kontaktreihe vorgesehen zu werden braucht, wobei natürlich vorausgesetzt ist, dass deren Parallelschaltung der ganzen Schaltungsanordnung sich einfügt.
Erforderlichenfalls kann die Anordnung auch derart getroffen werden, dass über dem obersten Kontaktfedersatz noch eine weitere Schicht aus Isolationsmaterial angeordnet ist und die Befestigung sämtlicher Teile durch einen gemeinsamen oder in kürzere Stücke unterteilten, oben aufgelegten Blechstreifen erfolgt, der mittels lappenförmiger Ansätze durch sämtliche Isolationsschichten hindurchgreift. In diesem Falle dienen die Lappen. der Federn,
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Die beschriebene Art der Befestigung kann auch vorteilhaft angewendet werden, wenn es sich um eine grössere Anzahl übereinander angeordneter Kontaktfedern handelt.
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Schalteinrichtung mit reihenweise angeordneten, einzeln oder gruppenweise bedien-
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