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Lagerstätte für Haustiere.
Es ist bekannt, dass es bei den meisten unserer Haustiere und hauptsächlich in Erkrankungsfällen mit Schwierigkeiten verbunden ist, dieselben durch Decken gegen Kälte zu schützen. Hunde z. B. lassen sich das Umbinden von Decken nur in den seltensten Fällen gefallen und suchen sich derselben meistens durch Herumwälzen, Scheuern usw. zu entledigen, so dass der erstrebte Zweck nicht zu erreichen ist. Pferde hingegen ertragen wohl das Aufschnallen von Schutzdecken, wälzen sich aber mit denselben im Schmutz, so dass die Decken in aller Kürze verderben und unbrauchbar werden. Man hat wohl zur Behebung dieses Übelstandes vorgeschlagen, in Hundehütten an einem senkrecht geführten Rahmen eine horizontal aufgehängte Decke in Anwendung zu bringen oder aber auch eine
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Falle war die Einrichtung zu umständlich, im letzteren der Deckenschutz unvollkommen.
Allen diesen Übelständen soll durch die Deckenanordnung gemäss der Erfindung abgeholfen werden. Die Decke ist an ihren vier Zipfeln mit Ringen versehen, die unabhängig voneinander in senkrechter Richtung an Führungsstangen über dem Stande des Tieres frei. gleiten. Die entsprechend zu bemessenden Decken legen sich vermöge ihres Eigengewichtes selbsttätig auf bzw. über den Rücken des Tieres sowohl im stehenden als auch im liegenden Zustande, gestatten aber dem Tiere das unbehinderte Aufstehen, indem sie sich ohne weiteres in solchem Falle auf ihren Führungsstangen frei nach oben schieben lassen, wenn das Tier mit seinem Rücken darunterstösst.
Für die Anbringung der Decken in Hundehütten u. dgl. ist es vorteilhaft, die Länge der Führungsstangen so zu bemessen, dass die Decke an der Eingangsstelle um so viel höher hängt, dass der Hund o. dgl. bequem darunter zu kriechen vermag und sich die Decke an der hinteren Seite dabei in ihren Führungen soweit anhebt, dass sie sich selbsttätig dicht auf den Tierkörper auflegt, während die Seite der Decke am Kopfende hinreichend hoch bleibt, um den Kopf des Hundes o. dgl. frei zu lassen. Die Einrichtung kann aber auch gestellartig ausgeführt sein, so, dass sie mittels eines verstellbaren Ringes um ein. Korblager o. dgl. festzuklemmen ist.
Für Pferde, Rinder u. dgl. sind in dem Stand an den Seiten ebenfalls Vertikalführungsstangen für die Ringe an den Enden der hinreichend gross zu bemessenden Decke vorzusehen.
Um die Decken im Nichtgebrauchsfalle gebrauchsfertig bequem aufbewahren zu können, sind vorteilhaft an den oberen Enden der Führungsstangen für die Decken Kröpfungen oder Haken vorzusehen, um die Decken darin ausser Berührung mit dem betreffenden Tier mit ihren Ringen aufhängen zu können. Andernfalls können die Decken auch zusammengerollt aufgehängt oder in anderer Weise während des Nichtgebrauches aufbewahrt werden.
In jedem Falle bietet die Deckenanordnung gemäss der Erfindung bei einfachster Ausführung ein vorzügliches Mittel, um Tiere wirksam gegen Kälte zu schützen, da sich die Decke infolge der freien Führung der Deckenzipfel der Gestalt des Tieres vollständig anschmiegen kann und dabei doch beim Aufstehen des Tieres ausreichend nach oben hin nachgibt.
Die Zeichnung veranschaulicht einige beispielsweise Ausführungsformen der neuen Deckenanordnung der Erfindung, und zwar zeigen :
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Fig. i in einem mittleren, vertikalen Längsschnitt eine Hundehütte mit in derselben angebrachten Schutzdecke, Fig. 2 eine Vorderansicht derselben Hundehütte, Fig. 3 einen horizontalen Querschnitt der Hütte der Fig. i, Fig. 4 ein Stallabteil mit dem darin liegenden, mit der Decke zugedeckten Pferde, Fig. 5 im vergrösserten Massstabe eine Ecke der Schutz- decke mit dem Führungsgestänge im Querschnitt und Fig. 6 den oberen Teil eines der
Führungsgestänge mit einer seitlichen Kröpfung und der darin für den Nichtgebrauch auf- gehängten Schutzdecke.
Bei der zweckmässig mit einem in Scharnieren 1 aufklappbaren oder abnehmbaren
Dach 2 versehenen Hundehütte 3 der Fig. I, 2 und 3 sind in den Ecken des Lagers senk- rechte Führungsstangen 6 aus entsprechend starkem Draht o. dgl. angeordnet, an welchem die Schutzdecke 4 mit ihren Zipfeln freigleitend geführt ist. Die Länge der Gestänge 6 ist, wie aus Fig. i ersichtlich, nach unten hin so bemessen, dass, wenn die Decke im Grunde der Führungen hängt, dieselbe am vorderen Ende nach der Seite der Eingangsöffnung zu so viel höher liegt als am anderen Ende, so dass das Tier von der Eingangsöffnung aus bequem unter die dabei erforderlichenfalls nach oben nachgebende Decke zu schlüpfen vermag. Wenn es wünschenswert erscheint, kann auch, wie in Fig. 2 angedeutet, an der vorderen Schmalseite in der Decke ein Bügel 7 vorgesehen werden.
Fig. 4 veranschaulicht die Anbringung der Decke in einem Stallabteil zum Gebrauch für Pferde. Aus der Zeichnung ist ersichtlich, wie die Decke 11 mit den an ihren Zipfeln angebrachten Ringen 10 auf den vertikalen Führungsstangen verschiebbar auf den Körper des liegenden Pferdes 12 herab- gesenkt ist. Beim Aufstehen des Pferdes bietet die Decke demselben keinerlei Hindernis und legt sich auch auf den'Rücken des aufrechtstehenden Pferdes glatt auf. Sobald sich das Pferd wieder hinlegt, senkt sich die Decke vermöge ihres Eigengewichtes selbsttätig gleichfalls wieder auf dasselbe herab.
Um im Besonderen im letzteren Falle die Decke, wenn sie nicht gebraucht wird, ausschalten zu können, empfiehlt es sich, in den oberen Teilen der Führungsgestänge 6
Kröpfungen 13 oder Haken o. dgl. vorzusehen. Wenn die Ringe 10 der Decke bis'in diese
Kröpfungen nach oben geschoben werden, ist die Decke am Herabsinken gehindert, kann aber jeden Augenblick gelöst werden. Auch für das bequeme Hinein-und Herausführen des
Pferdes in und aus dem Stallabteil ist diese Anordnung besonders zweckmässig.
Die beschriebene Deckenanordnung ist mit grossem Vorteil auch für alle anderen Arten von Schlaf-Lagervorrichtungen von Tieren, z. B. für die Körbe und Kasten von Luxushunden und dgl. benutzbar und mit geringen Abweichungen einem jeden Bedürfnis leicht anpassbar.
Je nach Umständen kann die neue Decke auch gefüttert und gepolstert werden, wenn ein erhöhter Schutz gegen Kälte sich nötig macht.