DE1801488C - Tierkafig, insbesondere zum Halten von Versuchstieren - Google Patents
Tierkafig, insbesondere zum Halten von VersuchstierenInfo
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Description
I 801-488
. Die Erfindung bezieht sich auf einen Tierklll'ig, insbesondere zum Halten von Versuchstieren, z.B.
Affen, bestehend aus einem kastenförmigen Blechgehiluse mit Voidorstrieh und Klifigrückwaiulgltler,
hei dem an verschließbaren Kilfigwaiul-Öffnuiigen S
eine Fütterungsvorrichtung und ein Transportkäfig anbringbar sind und bei dem das Rtickwandgilter im
Kiifiginnern senkrecht zu seiner Haupterslrockungsebene
verschiebbar ist.
.Bei Versuehstierkiifigen dieser Art, die offene κι
Gitter hinten und bei denen sieh die Rückwand nur zusammen mit dem Boden des Käfigs nach vom
verschieben ließen, wobei Teile de* Kiifigbodeus nach
ihrem Heraustreten aus dem Kiifig nach unten abklappbar
waren, bestand die Gefahr, daß die mit den künstlich infizierten 'Tieren arbeitenden Personen
durch Berührung mit den 'Tieren oder durch Spucken der Tiere selbst infiziert wurden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch einen sinnvollen Aufbau des Käfig* jede Kontakt- an
berührung des Menschen mit den Tieren zu vermeiden und den in letzter Zeit verschärften gesetzlichen
Bestimmungen zu entsprechen.
Diese Aufgabe wird erfiniliingsgemäß dadurch gelöst, daß das Rückwandgitter, unabhängig von anderen
Käfigieilen, für sich allein verschiebbar ist und daß das Vorderwandgitter senkrecht unterteilt ist, wobei
die einzelnen Gitterteile mit durchsichtigen Scheiben abgedeckt sind und zusammen mit diesen Scheiben
oder einzeln wenigstens teilweise in ihrer Haupt- 3" erstreckungsebene verschiebbar sind, so daß die Öffnungen
zum Anbringen des Transportkäfigs oder der Fütterungsvorrichtung nach Verschieben bzw. Aufklappen
von Käfigteilen freigegeben sind.
Dabei kann das Vorderwandgitter von drei neben- .is
einandei stehenden Gitlcrwaudtcilcn und diese
abdeckenden Scheiben gebildet sein, die sich jeweils in veilikaler Richtung verschieben lassen, wobei beim
gemeinsamen Verschieben der mittleren Scheibe und des mittleren Gittcrwandtcils die Öffnung zum An- 1»
hängen des 'Transportkäfigs frei wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in der der
Eifiiidungsgegenstand au Hand des in der Zeichnung
dargestellten Ausführungshcispicls näher erläutert if>
wird. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht des Käfigs mit an der
Vorderwand angebrachtem 'Transportkäfig,
F i g 2 die Seilenansicht eines Narkosckiil'igs,
F' i g. .! 'Teile der Verschiebeeinrichtung,
F-"ig. 4 einen Schnitt durch eine Futterzuteilvorrichtung
und
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung der F'utterziiteilimgsvorrichlung.
Die Scitenwändu und das Dach des 'Tierkäfigs sind
aus Edelstahlblech gefertigt, während die Vorderfront eine vertikal dreifach geteilte Gitterwand 2 aus Edelstahl
und davor vertikal verschiebbar eingesetzte Plastikscheiben 3 aufweist.
Während die seitlichen Gitterwandleile des dreigcteilten
Vorderwandgitters 2 fest verankert sind, kann der mittlere Gitterwandteil nach dem Anhängen eines
zugehörigen 'Transportkäfigs 4 in die nach oben verschiebbare, mittlere durchsichtige Scheibe 3 einrasten
und zusammen mit dieser Scheibe nach oben verschoben werden, um die öffnung zum angehängten
Transportkäfig freizugeben. Am Transportkäfig 4 wird ein Fallgitter 9 nach oben verschoben und dadurch
dio Öffnung zwischen Kllfig und Tnuispoiikiifig
vollmundig freigeben. Jede der drei Plastikscheiben
3 ist außerdem HIr sich mich oben verschiebbar
und in der oberen Luge feststellbar.
Durch die vertikale Verschiebburkeit des minieren Gitteiwandleils sowie der zugehörigen Scheibe 3 ist
gewährleistet, daß das durch eine Verschiebevorrichtung 5 an Avei llundgrilfen 25 nach vorn bewegbare
Kiickwandgitlerö entweder das Versuchstier am
Vordeiwanilgillerl, beispielsweise zur Verabreichung
einer Injektion, lixierl oder daß das Tier gezwungen wird, aus dem KtWg in den TransporlkiWg4 überzuwechseln.
Die Rückwand wird nur allein verschoben, wiilirend
der Duden des Käfigs im (iegensatz m früher bekannten Ausführungen -- fest angeordnet
ist. Das Riickvvaudgiller 6 kann in horizontaler Richtung durch Ilalterohre 7 verschoben werden, die im
Innern des Käfigs auf Stäben 8 geführt werden, die am feststehenden Rahmen 18 an der Rückseite des
Käfigs befestigt sind. Das Halleiohr7 durchdringt
den Rahmen an der Vorderseite des Käfigs, ist dort verschiebbar gelagert und endet in einem Handgriff
25.
Hei dieser Käfigausführung gibt es weder seitliche
Schlitze an den Käligen noch seitlich außen angebrachte Vorrichtungen, die das direkte seitliche
Aneinanderstellen mehrerer Käfige verhindern könnten. Außerdem ist die Gefahr gebannt, daß
durch die seillich notwendigen Schlitze für die Riickwandverschiebimg
Infektionen durch die Versuchstiere hervorgerufen werden können.
Der an den Käfig anhängbare Transportkäfig 4 hat -η seiner Fionlseite, wie schon erwähnt, ein FaIl-(',Hler'),
das sowohl in ausgezogenem als auch in geschlossenem Zustand verankert werden kann. An
der Rückseite des Transportkäfigs 4 ist eine durch einen Handgriff 10' verschiebbare Wand 10 vorgesehen,
die sehubladeiiartig in dem Käfig hin und her verschoben werden kann, um das Tier in dein einen
I all zu bewegen, den Transportkäfig zu verlassen. /Vn der Deckseile des Käügs ist eine Plastikscheibe 11
(zum Beobachten des Tieres) vorgesehen. Außerdem befinden sich an der Deckseite des Transportkäfig*
zwei handliche Transportgrilfe 12 und am Boden desselben Füße 24. Der Transportkäfig einschließlich
der Füße und Handgriffe hat derartige Außenabinessungen,
daß er die Inuenmaße eines zugehörigen, mit einem ein Beobachtungsfenster 15 aufweisenden
Deckel 14 abdichtbaren Narkosebehälturs 13 unterschreitet.
Der 'Transportkäfig 4 kann also in den aüseits verschließbaren Narkosekäfig 13 gestellt und
mit dem Deckel so abgedichtet werden, daß ein im 'Transportkäfig befindliches 'Tier durch Hinleiten von
Gas über eine besondere (nicht dargestellte) Leitung betäubt werden kann.
Nach dem Aufklappen einer Dachöffnung im Käfig kann in diese öffnung eine Futterzuteilvorrichtung
16 eingesetzt weiden, die aus einem nach dem Einsetzen der Vorrichtung oberhalb des Daches befindlichen
Vorratsbehälter 19 mit konischen, zur schlitzartigen öffnung 20 führenden Bodenteilen 21 und
einem in den Käfig hineinragenden Auffang- und Hntnahnicbchältcr besteht. Zu dem Vorratsbehälter
19 und dem Auffang- wie Entnahmebehälter 22 ist unterhalb der öffnung 20 eine Dosiertrommcl 17
angebracht, die einem der Breite des Schlitzes der öffnung 20 entsprechenden Schlitz 23 aufweist und
um IKO" vorschwüiikhnr gelagert tot. Diese Futterzuteilvorrichtung
kann, nachdem sie In UIu Dueh-Wfnung
dos KlIfIgH eingesetzt Ist, in di;ser Luge verriegelt
werden. DIo sinnvolle DoHlerirnmmcl 17 ermöglicht
cine zweckmllßigo Fullcrrtiliiniicriiu^ von
außen durch die Bedienungsperson, ohne daß dieselbe
Cicrnhr lllul't, von dem im KIlHg imiurgcbruehten Tier
iiilizierlzu werden. Die l'llr die Tiere etwnsunbecnieme
HrreiclihiirU'il der Fullorstelle sowie die Dosierung
schließen eine Fiittervergeudung im wesentlichen aus. i<
> Im übrigen weist auch der Vorratsbehälter 10 ein Sidilfenstur 27 auf, durch das die noch im Vorrntsbehillter
vorhandene Futlerniünge Ilberwaclu werden
kann.
Vor dem Bewegen des Rliekwundgillers 6 wird die Futterzuteilvorrichtiing enll'urnt und die dmlurch entstandeiie
Öffnung durch eine Schurwerkluppe geschlossen.
Unterhalb ties mit einem Gitterrost versehenen
lloüuiis des Käfigs ist eine mit einem heriiusiielmi- *o
baren (nicht dargestellten) Beutel ausgelegte Kotwaime
1 angeordnet, die sich, so tief unterhalb des Hodens befindet, daß ein Erreichen des Beutels von
einem im Tierkäfig befindlichen Tie-r ausgeschlossen
ist. Die Verwendung eines solchen herausnehmbaren, ^5
vorzugsweise aus PVC bestehenden Fiinvegbeutels
ist die zweckmäßigste Art, die Exkremente der Tiere ohne Beschiniit/.ung des Behälters und ohne infi/ie
rung der mit den Tieren arbeitenden Personen /11 sammeln und zu vernichten. 3»
Zur gründlichen Reinigung der Tierkäfige kann
eine Demontage der Gesamtanlagc in leichl zu
reinigende Einzelteile vorgenommen werden, die sich anschließend wieder ebenso leicht ilurch Hilfskräfte
/usammcnmonlicrcn lassen.
Claims (10)
1. lieikäfig, insbesondere zum Hallen von Versuchstiel cn, z. B. Affen, bestehend aus einem 1»
kastenförmigen Bleehgehäuse mit Vorder- und Rüekwandgitter, bei dem an verschließbaren
Käfigwaiid-Öffnungen eine Fülterungsvoriichtiing
und ein Transportkäfig anbringbar ist und bei dem das Rückwaiulgitter im Käfiginneren senkrecht
zu seiner Haupterstreckiingsebene verschiebbar ist, d a d u roh gekennzeichnet, daß
das Rüekwandgitter (6), unabhängig von anderen Käfigtcilen für sich allein verschicobar ist und
daß das Vorderwaiulgitter (2) senkrecht unterteilt 5"
ist, wobei die einzelnen Gitterteile mit durchsichtigen Scheiben (3) abgedeckt sind und
zusammen mit diesen Scheiben oder einzeln wenigstens teilweise in ihrer Hauptcrstreckungsebcne
verschiebbar sind, so daß die öffnungen zum Anbringen des Transportkäfigs (4) und der
Fütterungsvorrichtung (16) nach Verschieben bzw. Aufklappen von Käfigteilcn freigegeben
wird.
2. Käfig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorderwandgitter (2) von drei
nebeneinanderstehenden Gilterwandteilen und diese abdeckenden Scheiben (J) gebildet ist, die
sieh jeweils in vertikaler Richtung verschieben lassen, wobei beim gemeinsamen Verschieben der
mittleren Scheibe (3) und des mittleren (iitterwundtells
die Öffnung zum Anhllngen des Transportklifigs (4) frei wird.
.1. KlIfIg mich Anspruch I und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Rllckwundgitter (6) mit einem Ilallerohr (7) verbunden ist, das den feststehenden
Rahmen an der Vorderseite des Käfigs verschiebbar durchdringt und in einem Handgriff
(2S) endet, wobei dieses Rohr im Kiifiginnern auf einem.nur am feststehenden Rahmen (IK) an
der Rückseite des Kiifigs befestigten Stub (8) geführt ist.
I. Käfig nach Anspruch .1, dadurch gekenn
zeichnet, daß dei Rahmen an der Käfig-Vordeiseile
mit einer Schnappvorrichtung (26) versehen ist, die das Halteiolir (7) in den gewünschten
Siellungen des Riickwamlgitters (6) festzuhalten vermag.
5. Käfig nach Anspruch I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kotwanne (I) so weil
unteihalb des Käfigbodeus angeordnet ist, daß
ein in sie eingelegter herausnehmbarer Beutel für die Tiere im Käfig nicht erreichbar ist.
6. Käfig nach Anspiuch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach Aufklappen eines Kiifigteils
die Fütterungsvorrichtung (16) in die Dachöffniing einsetzbar ist, die aus einem oberhalb des Daches
liegenden Vorratsbehälter (19) mit konischen, /u einer schlitzartigen Öffnung (20) führenden
Bodcntcilcn (21) und einem ins Käl'iginneie
hineinragenden Auffang- und Enlnahmcbchällcr
(i2) besteht, wobei zwischen ilen BeIiUItCm(I1).
2!) eine mit einem der Bicile der Schlit/öffiuing
(20) entsprechenden Schul/. (1Λ) versehene, unterhalb
der öffnung (20) angebrachte Dosiertrommel (17) um IKO' verschwenkbar gelagert ist.
7. Transportkäfig nach Anspiuch I und 2, dadurch gekennzeichnet, dull der Transportkäfig (4)
neben aus Blech hergestellten Käfigwiinden eine mit hochschiebbarer Scheibe und einem fallgitter
(9) versehene Vorderwand aufweist, die beim Anhängen an den Käfig diesem zugekehrt ist.
X. Transportkäfig nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand (10) des
Transportkäfigs (4) ebenfalls im Käfiginnern verschiebbar ist.
9. Transportkäfig nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachwand des
Transportkäfigs (4) eine mit einer durchsichtigen Scheibe (11) abgedeckte öffnung aufweist.
10. Transportkäfig nach Anspruch 1 und bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der mit
Füßen (24) am Boden und mit Traggriffen (12) am Dach versehene Transportkäfig (4) die Innenmaße
eines zugehörigen, mit einem ein Beobachtungsfenster (IS) aufweisenden Deckel (14) abdichtbaren
Narkosebehälter (13) unterschreitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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