DE78630C - Bienenwohnung - Google Patents

Bienenwohnung

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Publication number
DE78630C
DE78630C DENDAT78630D DE78630DA DE78630C DE 78630 C DE78630 C DE 78630C DE NDAT78630 D DENDAT78630 D DE NDAT78630D DE 78630D A DE78630D A DE 78630DA DE 78630 C DE78630 C DE 78630C
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DE
Germany
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frame
frames
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honey
brood
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT78630D
Other languages
English (en)
Original Assignee
E. FICHTNER, Schwentnig, Reg.-Bez. Breslau
Publication of DE78630C publication Critical patent/DE78630C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K47/00Beehives

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die den Gegenstand dieser Erfindung bildende, in der beiliegenden Zeichnung veranschaulichte Bienenwohnung ist wie folgt eingerichtet. Um den unteren Brutraum A gegen äufsere Witterungseinflüsse möglichst zu schützen, sind die verticalen Seitenwände BCD, Fig. 1 bis 6, in bekannter Weise aus Stroh gebildet; der innere Raum A ist nochmals durch schwache Holzwände aaa . . . begrenzt, während die Strohlagen von aufsen durch die Latten F gehalten werden, die wiederum an den waagrechten Rahmenstücken G befestigt sind. Der Boden wird durch massive Holzplatten und Leisten HJJ gebildet. Ueber diesem Raum A sind die äufseren Wände noch weiter nach oben massiv aus Holz ausgeführt, aber nicht so stark wie die unteren Strohwände gehalten. In den Winkeln, welche die untere Bodenplatte H mit den inneren Seitenwänden bildet, sind den Langseiten noch die Latten dd eingefügt, die in der Zeichnung (Fig. 1) mit 14 Kerben dl versehen sind, in welche die Rahmen KKK von oben eingesetzt werden. Diese Rahmen, .die in Fig. 1 und Fig. 4 in Ansicht, in Fig. 5 im Querschnitt zu sehen sind, setzen sich mit den senkrechten, unten entsprechend den Kerben d1 spitz gestalteten Seitentheilen f der Rahmen in die Kerben ein, während in die oberen waagrechten Rahmenhölzer f1 je zwei Stifte/2 eingeschlagen sind, wodurch die Rahmen in gleichen Abständen von einander gehalten und am Umfallen verhindert werden.
Die Latten d sind nach oben seitlich abgeschrägt, um das Einführen der Rahmen K zu erleichtern. In der Zeichnung sind zehn solche Rahmen K eingesetzt; der Raum A wird nach hinten hin durch den mit Glasscheibe verschlossenen Rahmen L abgeschlossen (Fig. 3), der sich unten auf die Latten dd aufsetzt und nach innen gegen den letzten Rahmen K mit den Spitzen der dreikantigen , seitlich am Rahmen befestigten Lattenstückchen k anlegt; zur besseren Abdichtung gegen die seitlichen Wände ist der Rahmen auf seinem Umfange mit Tuchstreifen bezogen. Darüber wird noch, um eine möglichst gleichmäfsige Temperatur im Brutraum zu erzeugen, eine wollene Decke gehängt, nöthigenfalls auch der hinter dem Rahmen L verbleibende Raum noch mit die Wärme schlecht leitenden Stoffen angefüllt. Ein kleiner, bei kB angedeuteter Keil sichert die Befestigung des Rahmens.
Um den unter den unteren waagrechten Rahmenstücken der Brutrahmen befindlichen Raum abzuschliefsen, wird, wie bekannt, das Lattenstück L1 lose unter L eingeschoben; zum bequemeren Anfassen sind die, zwei Kerben /1Z1 vorgesehen. Dieses Stück L1 dient auch dem Zweck, jederzeit, ohne die Bienen zu stören, den unter den Rahmen K" bleibenden Raum von · Gemüll und todten Bienen säubern zu können. Das Fenster L bleibt, wenn der Stock zur Ueberwinterung vorgerichtet und von den Bienen verkittet ist, völlig in Ruhe. Die Anordnung der Rahmen K zielt aufser der leichten Zerlegbarkeit des
Stockes auch dahin, die einzelnen Rahmen möglichst aus einander zu halten und denselben wenig Berührungspunkte unter einander zu geben, damit ein Verbauen und Verkleben der Rahmen unter einander nicht möglich und die Herausnahme einzelner Rahmen ohne Störung vorgenommen werden kann, und zwar können die Rahmen von oben her aus der Mitte oder an den Enden ganz nach Belieben ohne Störung entfernt werden. Die Bienen können aber vom Flugloch M aus, dessen besondere Anordnung noch weiter unter besprochen werden wird, auf dem Boden H umherlaufend, nach jedem Rahmen K gelangen. Die oberen Kanten der inneren Bretterwände α α sind am Brutraum oben an den Langseiten mit Blechstreifen η beschlagen, auf welche die Rahmen OOO, Fig. ι und 4, für die Honigwaben aufgesetzt werden. Auch bei diesen ist der Grundsatz, ein Verkleben der Rahmen mit den Wänden oder unter einander möglichst zu vereiteln, dadurch zur Bethätigung gebracht, dafs die Rahmen auf den Blechstreifen η stehen und die unteren waagrechten Rahmenhölzer die Seitenwände des Stockes nur mit deren spitzen Enden berühren, während der senkrechte Abstand der einzelnen Rahmen zu einander durch an den Seitenhölzern angebrachte Blechzwickel oder Stifte qq erreicht wird.
Dadurch, dafs der obere, zur Aufnahme der Honigwaben dienende Raum breiter wie der Brutraum unten ist, können beide Sorten Rahmen mit Leichtigkeit eingestellt werden und den Bienen ist von allen Seiten der Zutritt möglich. Der Zugang der Bienen zu den beiderseitig und oben geschlossenen Honigwabenrahmen geschieht von unten her, während die Abdeckung der seitlich offenen Rahmen nach oben dadurch erreicht wird, dafs das waagrechte obere Rahmenbrettchen so breit ist wie die senkrechte Rahmen wand und der Zwischenraum zwischen ihm und dem nächsten Rahmen zusammen. Nach hinten wird der letzte Rahmen gegen aufsen hin, ähnlich wie unten, durch einen Rahmen mit Glasthür LP-abgeschlossen. Die Einrichtung, dafs der Honigraum von hinten, sowie von oben äufserst leicht zugänglich ist, ermöglicht die Anbringung der viel gepriesenen amerikanischen Bienenaustreiber (Bee escape) auf die leichteste und bequemste Weise.
Um den Stock an der Hinterseite aufserdem noch ganz und sicher abzuschliefsen, dient die deckelartige, mit Bügel, Oesen und Pflöcken an der äufseren Wand befestigte Thür T, sowie die mit Nuth und Falz in den Seitenwänden einschiebbare Thür T1.
In die geschlossenen Honigrahmen O können auch, wie Fig. 8, 9 und 10 zeigen, besondere Rahmen V eingesetzt werden, deren Gröfse einer bestimmten Gewichtsmenge Honig entspricht. Um ein gefälligeres Ansehen der Waben zu erreichen und die eine Seite eben zu erhalten, sind den äufseren Rahmen O, Fig. 8 bis 10, Platten aus Zinkblech Z aufgenagelt. Die Bienen bauen die Zellen in die Rahmen V ein und lassen zwischen der Zinkplatte und der Wabe so viel Raum, dafs dieselben noch eben dazwischen hindurch sich bewegen können; der Abstand der Wabenebene an der Zinkwand wird dadurch ein ganz gleichmäfsiger, die Wabenfläche fast vollständig eben.
Ein Vortheil für die heimkehrende Arbeitsbiene ist, dafs sie, am Boden entlang gehend, ohne ein Absperrgitter oder verschiedene Waben zu überschreiten, unmittelbar auf jede beliebige Wabe des Brut- oder Honigraumes gelangen kann.
Zum Ueberwintern eines Stockes wird derselbe wie folgt hergerichtet: Es werden die ganzen Honigrahmen O herausgenommen und der Brutraum durch die Brettchen χ χ χ . . . abgedeckt, die auf den Blechstreifen η aufliegen; darüber werden wollene Decken gelegt. Der Brutraum des Bienenstockes wird nie ganz mit Rahmen K bis an die Thür T hin ausgesetzt, sondern zwischen T und L mufs stets noch ein isolirender Raum bleiben, welcher, wie überhaupt der obere leere Honigraum, mit warmhaltendem Material ausgefüllt wird. Im übrigen richtet sich die Zahl der eingesetzten Rahmen nach der Stärke des zu überwinternden Bienenvolkes.
Das Flugloch M wird durch einen rechteckigen, kastenartigen Ansatz gebildet, welcher seitliche Löcher i i hat,, aufserdem vorn die zurückschlagbare Klappe h trägt, die, wenn der Haken oben gelöst ' wird, nach unten horizontal fällt und den Bienen zum Anflug dient; durch Schlufs der Klappe h ist der Stock im Winter gegen Sonnenstrahlen und Vögel geschützt, während die Löcher i doch Luft zulassen. Den Zugang von innen zu dem Ausflugansatz bildet ein Schlitz in der vorderen Wand am Boden, der fast so breit wie der Brutraum, vorn am engsten und hinten höher ist, so dafs die Oeffnung nie durch todte Bienen oder dergleichen .verlegt werden kann.
Um das Vereinigen oder Uebersiedeln der Bienen aus einem derartigen Stock in einen anderen zu ermöglichen, haben die seitlichen Rahmen G2 eine Oeffnung, in welche ein beiderseitig etwas konisches' Rohr Q. gesteckt und auf diese Weise eine Verbindung zweier Stöcke erreicht wird (s. Fig. 4). Für gewöhnlich wird dieses Loch durch einen Pflock Q2 geschlossen.

Claims (1)

  1. Pa τ ε nt-Anspruch:
    Eine Bienenwohnung, bei welcher der Brutraum enger als der Honigraum gehalten und die Seitenwände des Brutraumes durch Blechstreifen erhöht sind, welche als Träger für die Rähmchen des Honigraumes und, nach Leerung des letzteren, als Träger für die Deckbrettchen dienen, zu dem Zwecke, eine Regelung des Abstandes der oberen und unteren Rähmchen herbeizuführen und ein Verkleben der Deckbrettchen mit den Seitenwänden und den Rähmchen zu verhindern.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT78630D Bienenwohnung Expired - Lifetime DE78630C (de)

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DE (1) DE78630C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0062955A1 (de) * 1981-04-13 1982-10-20 van Muyden, Willem George Frederik Bienenstock

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0062955A1 (de) * 1981-04-13 1982-10-20 van Muyden, Willem George Frederik Bienenstock

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