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Legenest
Die Erfindung betrifft ein Legenest mit einer am Eingang des Nestloches angeordneten, beim Durchschlüpfen der Henne ansprechenden Registriervorrichtung, mit welcher die Legeleistung der einzelnen Hennen auf Grund der Häufigkeit ihres Eintrittes in das Nestloch ermittelt wird.
Zu diesem Zwecke wurden bereits Fallennester vorgeschlagen, bei welchen die Hennen beim Betreten des Nestloches durch ihr Gewicht einen absenkbaren Boden betätigen, der mit einer Registriervorrichtung gekoppelt ist. Solche Nester haben den Nachteil, dass sie die Henne erschrecken und demzufolge die Hennen diese Nester in Hinkunft meiden.
Weiters sind Registriervorrichtung bekanntgeworden, bei welchen die Henne einen Teil der Vorrichtung trägt, welcher beim Durchschlüpfen der Henne durch den Nestlocheingang mit einem andern Teil der Registriervorrichtung in Berührung kommt, und dadurch den Registriervorgang auslöst. Der auf der Henne befestigte Teil der Vorrichtung hat den Nachteil, dass er die Bewegungsfreiheit der Henne behindert und anderseits leicht verschmutzt oder beschädigt wird, wodurch die Funktion der Vorrichtung in Frage gestellt wird.
Um die Nachteile der bekannten Registriervorrichtungen zu vermeiden, wird ein Legenest der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, bei welchem erfindungsgemäss die Registriervorrichtung als Markier- vorrichtung ausgebildet ist, welche bei Berührung mit dem Gefieder der Henne an diesem Farbspuren hinterlässt.
Die Vorrichtung hat nicht den Zweck, die tatsächliche Zahl der Nestbesuche festzuhalten, vielmehr soll sie dem Züchter nur bekannt geben, ob die Henne überhaupt das Nest betritt und allenfalls die Häufigkeit ihrer Besuche angeben. Eine Überdeckung der Markierungsmerkmale ist dabei belanglos, sie findet aber in der Tat gar nicht statt. Da der Markierungsstift-oder-docht immer an der selben Stelle ist, müsste die Henne praktisch immer auf dem gleichen Punkt das Nest betreten, was in der Praxis nicht vorkommt, da der Nesteingang 25 cm breit ist und die Henne daher mit grosser Wahrscheinlichkeit immer an einer andern Stelle das Nest betritt und daher mehrere Markierungsstriche am Rücken bekommt. Sollte sie aber auch nur einen einzigen Markierungsstrich haben, dann weiss der Züchter, dass die Henne das Nest betritt.
Da die Farbe auf dem fetten Gefieder nach einiger Zeit schwindet, kann man Hennen, die das Nest nicht mehr betreten, erkennen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Legenestes dargestellt. Es
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und 4 eine weitere Ausführungsform der Markierungsvorrichtung in Seitenansicht und Draufsicht.
Das erfindungsgemässe Legenest weist ein beispielsweise aus verzinktem Eisenblech bestehendes kastenförmiges Gehäuse-l-auf, welches zweckmässig eine Seite eines Hühnerstalles abschliesst und ein zum Stall hin abfallendes Dach --2-- aufweist. Das Gehäuse-l-enthält mehrere, im vorliegenden Falle zwei übereinanderliegende, horizontale Reihen von Nestlöchern--3--, welche auf einer Seite in den Stall und auf der gegenüberliegenden Seite in einen Bedienungsgang münden.
Jedes Nestloch ist mit einem Bodeneinsatz --4-- versehen, der mit seinen Längsrändern auf je einer Stütze --5-- aufsitzt, die mit ihrem oberen, hakenförmig abgebogenen Ende --6-- am unteren Rand der im Ge- häuse-l-ausgenommenen Begrenzöffnung-7 bzw. 7'-- eingehängt ist und eine waagrecht abstehende, das ihr gegenüberliegende Längsende des Bodeneinsatzes-4-abstätzende Auflageplatte-8-
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aufweist. An der Stallseite ist im Bereich einer jeden Nestlochreihe ein Rost vorgesehen, welcher in der dargestellten horizontalen Lage von der Henne als Trittbrett zum Einsteigen in das Nest benutzt wird.
Diese Rost kann in der Richtung des Pfeiles --B-- um die Scharniere --10 -- nach oben verschwenkt werden, wodurch die Nestlöcher beispielsweise während der Nacht verschlossen werden können.
In der Mitte des oberen Randes der stallseitigen Öffnung --7- eines jeden Nestloches --3-- ist eine Markierungsvorrichtung vorgesehen, welche aus einer in lotrechter Richtung bewegbaren, an einem Farbkissen-11-abrollenden Rolle-12-besteht, die in einer, an einem Bolzen -- 13 -- befestigten Gabel --14-- gelagert ist. Der Bolzen --13-- sitzt in einer, als Lager ausgebildeten, am Gehäuse - 1-- befestigten Lasche --15-- und ist in seiner Bewegung nach unten durch einen Anschlag --16-begrenzt.
Eine um den Bolzen --13-- gewundene Schraubenfeder --17-- drückt die Markierungsvorrichtung in die unterste Lage.
Beim Einsteigen in das Nestloch und beim Verlassen desselben streift die Henne mit ihrem Rücken, allenfalls unter Anheben der Markiereinrichtung, die Rolle --12-- und erhält dadurch am Gefieder einen Strich.
Die Markiervorrichtung kann selbstverständlich auch anders ausgeführt sein. So kann, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, am Nestlocheingang ein horizontal verlaufendes, die Höhe desselben unterteilendes Rohr --18-- vorgesehen sein, welches mit seinem einen Ende unmittelbar und mit seinem andern direkt oder über einen Stutzen --19-- mit lotrechten U-förmig ausgebildeten Führungen --20-- verbunden ist, die ihrerseits an lotrechten, sich entlang der äusseren Ränder der Zwischenwände erstreckenden Schienen --21-- höhenverstellbar gelagert und in der untersten Stellung allenfalls durch einen Anschlag gehalten sind.
Ein Teil des Innenraumes des Rohres --18-- ist beiderseits durch je einen Stopfen --22-- abgeschlossen und dient zur Aufnahme von Stempelfarbe, die durch ein Fülloch --23-- nachgefüllt werden kann. In die Stempelfarbe taucht ein Kissen --24-- ein, welches aus dem Rohr unten hervorragt. Das Rohr --18-- kann im Stutzen --19-- axial verstellt werden und ist in der eingestellten Lage durch eine Stellschraube --25-- fixiert.
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der Seitenwände des Nestloches geführten Welle angeordnet sein. Weiters ist es möglich die Markierung durch eine Farbe ausspritzende Düse durchzuführen, die in Tätigkeit gesetzt wird, wenn an ihr die Henne beim Einsteigen in das Nestloch ankommt. Schliesslich kann auch ein Docht oder Pinsel bzw.
Füllpinsel mit Farbzufuhr vorgesehen sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Legenest mit einer am Eingang des Nestloches angeordneten, beim Durchschlüpfen der Henne ansprechenden Registriervorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Registriervorrichtung als Markiervorrichtung (11-17) ausgebildet ist, welche bei Berührung mit dem Gefieder der Henne an diesem Farbspuren hinterlässt.