AT86522B - Hubsektorwehr. - Google Patents

Hubsektorwehr.

Info

Publication number
AT86522B
AT86522B AT86522DA AT86522B AT 86522 B AT86522 B AT 86522B AT 86522D A AT86522D A AT 86522DA AT 86522 B AT86522 B AT 86522B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
weir
lifting
sector
walled
wall
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Ing Friedrich
Original Assignee
Karl Ing Friedrich
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Karl Ing Friedrich filed Critical Karl Ing Friedrich
Application granted granted Critical
Publication of AT86522B publication Critical patent/AT86522B/de

Links

Landscapes

  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Hubsektorwehr. 



     Schützen-wehre   werden bisher als Plattenwehre mit Tragwerken gebaut, welche aus mehreren wagrecht übereinander etwa   nach'Massgabe   des wirksamen Staudruckes verlegten, ebenen Vollwandbacken oder Strebenfachwerken an Enden in den Pfeilern gestützt und deren Einzelbalken nur durch Querverbände in ihrer gegenseitigen Lage gehalten werden. Bei den bekannten Segmentwehren, werden ein, zwei oder mehrere solche Einzelträger statt wagrecht, radial zur Abstützung der vorgebauten Stauwand angeordnet und gegen die Sohle oder Pfeiler gestützt, ohne jedoch mit der Stauwand ein einheitliches, räumliches Tragwerk zu bilden.

   Entgegen diesen Wehrarten hat die Erfindung zum Gegenstand ein Stauwehr, welches als Hubsektor mit dreiwandigen Raumtragwerk mit Wechselstützung und Kragwirkung gebaut ist. dessen   Wahdträger   als strebenlose Streckträger mit parabolischen Gurten verspannt sind. 



   Stauwehre gemäss der Erfindung besitzen also nachfolgende kennzeichnende Merkmale :   I.   die dreiwandigen, strebenlosen, räumlichen Kragträger, deren je zwei Wandträger eine gemeinsame Gurte also insgesamt drei Gurte besitzen ; 2. die parabolischen Zug-bzw. Druckgurte entsprechend dem Seilzuge der wirksamen gleichmässigen Belastung als Haupttragorgane zur Aufnahme des Staudruckes und als Verspannung der strebenlosen parallelgurtigen Fachwerke, welche dann als Streckträger die Bogenscheibe aufnehmen ; 3. die Wechselstützung des Verschlusskörpers, entsprechend der wechselnden Belastung, indem er in der Verschlusslage auf zwei oder mehreren nach innen versetzten Stützen als Kraftträger gelagert ist, während er in der Hochlage als Freiträger über die ganze   Feldweite   freischwebt. 



   Bei grossen Stauhöhen wird der Verschlusskörper durch eine wagrechte Fuge geteilt, also zweiteilig gebaut. An den ruhenden unteren Dreiwandkörper ist dann gemäss der Erfindung die ebenfalls dreiwandige Eis-und Stauklappe, um eine wagrechte Achse schwingend, etwa mittels Schneidenlager, angelenkt,
Bei kleineren Stauhöhen kann der   dreiwandige   Verschlusskörper ungeteilt als dreiwandiger Hubsektor gebaut werden, der an Kipplager an der Luftseite gestützt und am Scheitel an Windwerken angehängt um eine wagrechte Achse zwecks Erhaltung des Staues innerhalb vorgeschriebenen Grenzen schwingt. Das Sturzbett ist dann stauseits um das erforderliche Mass (etwa 200   MMM)   unter die Sohle vertieft. 



   Die Zeichnung stellt beispielsweise einige Ausführungsformen der Stauwehre gemäss der Erfindung dar. Es ist daselbst : Fig. i Querschnitt des Wehres in der Feldmitte mit angelenkter Eisklappe ; Fig. 2 Ansicht eines Staufeldes von der Luftseite mit Wehr in der Verschlusslage ; Fig. 3 Querschnitt des Wehres am Ende beim Pfeiler ; Fig. 4 Ansicht des Staufeldes mit Wehr in der Hochlage ; Fig. 5 Grundriss des Tragwerkes Unterkörper ausgewickelt ; Fig. 6 Grundriss des Tragwerkes Oberkörper (Stauklappe) ausgewickelt ; Fig. 7 Wehrquerschnitt, Ausführungsform des dreiwandigen Unterkörpers mit auf die Dreieckgrundform aufgebautem, festem Aufsatz, zwecks gänzlicher Niederlegung der Eisklappe ;

   Fig. 8 Ansicht eines Wandträgers des dreiwandigen Staukörpers mit drei Stützen und zwei parabolischen Verspannungsgurten,
Das Tragwerk des Staukörpers   A   besteht aus drei ebenen, strebenlosen Trägern : Stauwand B, Deckenwand C und Rückenwand D, welche paarweise in je eine gemeinsame Gurte eingebunden zu einem räumlichen, dreiwandigen und dreigurtigen Tragwerk zusammen- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 insbesondere die Deckenwand C und Rückenwand D, sind durch parabolische Zug-bzw. Druckbogengurte E nach dem Seilzuge des wirksamen, gleichmässigen Staudruckes als Hauptorgane zu dessen Aufnahme verspannt, wobei die strebenlosen Wandfachwerke als   Streckträger   die Bogenschübe aufnehmen. 



   Das Tragwerk ist während des Betriebes unter Vollstau unmittelbar an der   Wehrsohle   gestützt, und zwar stauseits entlang der Dichtungsschwelle F (Gleitlager), an der Luftseite mittels zwei oder mehrerer Kipplager G, welche sich gegen die vorgelagerten Quadern im Sturzbette stemmen. Beim ungeteilten, schwingenden Sektor ist die stauseitige Schwellenstützung F durch Gehänge   J     (Fig. g)   zum Windwerken an beiden Enden ersetzt. 



   Die normale Regelung des Stauspiegels erfolgt mit freiem Wasserüberfall an der Wehrkrone durch Schwingung der Stauklappe bzw. des Hubsektors. Eine weitere Entlastung des Staubeckens erfolgt durch Wassergrundablass nach weiterem Drehen und Anheben des Sektors bzw. nach lotrechter Hebung der Stauklappe. Schliesslich wird die gänzliche Freigabe der Stauöffnung zwecks Ablasses von Hochwasserwelle oder zur periodischen Vornahme von Ausbesserungen im Sturzbette oder der Anstricherneuerung des Tragwerkes nach der bereits erfolgten Entlastung vom Staudruck, durch lotrechte Hebung, unter sicherer Führung in den Pfeilernischen, über das katastrophale Hochwasser bewirkt. Bei zweiteiligen Stauwehren mit aufgesetzter Eisklappe kann die Hebung beider Körper getrennt nacheinander von einem gemeinsamen Windwerk vorgenommen werden. 



   Nach erfolgter kleiner Schwenkung des Wehrkörpers, also am Beginn der lotrechten Hebung, tritt die Stützung des Tragwerkes an den Kipplagern G ausser Wirkung, nachdem die Kipper aus den Lagerstühlen ausgehoben sind und das bisher direkt gestützte Tlagwerk findet eine neue Stützung an beiden Enden an den Gehänge K, welche in den Endschilder L eingebaut und in seitlichen Pfeilernischen lotrecht geführt sind. Der noch im Wasserbereiche wirksame, unbedeutende Wasserdruck wird durch ebenfalls daselbst   eingebaute Stützrollen 37   (Fig. 3) aufgenommen.

   Während dieses Überganges von der Drehung in geradlinige lotrechte Hebung findet eine Entlastung und ein   Stützul1gswechsel   des Tragwerkes statt, nach welchem der zunächst direkt als Kragträger gestütztes Tragwerk, an beiden Enden an Windwerken angehängt, über die ganze Feldweite als Freiträger schwebt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Hubsektorwehr, dadurch gekennzeichnet, dass sein Tragwerk einen räumlichen, dreiwandigen Kragträger bildet, dessen einzelne strebenlose Wandträger durch parabolische Gurte verspannt sind.
AT86522D 1917-08-06 1917-08-06 Hubsektorwehr. AT86522B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT86522T 1917-08-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT86522B true AT86522B (de) 1921-12-10

Family

ID=3607394

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT86522D AT86522B (de) 1917-08-06 1917-08-06 Hubsektorwehr.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT86522B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE851321C (de) * 1939-06-22 1952-10-02 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Einseitig angetriebene verdrehungssteife Klappe fuer Wehranlagen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE851321C (de) * 1939-06-22 1952-10-02 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Einseitig angetriebene verdrehungssteife Klappe fuer Wehranlagen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE967141C (de) Stauvorrichtung fuer Wehre, Behaelter und aehnliche wasserstauende Bauwerke
DE1911352A1 (de) Aufblasbare Schalung
CH615474A5 (en) Method and device for manufacturing bridges made of reinforced concrete
DE3132398A1 (de) Versteifungstraeger fuer eine schraegseilbruecke
AT86522B (de) Hubsektorwehr.
DE1119779B (de) Selbsttaetiges Klappenwehr
DE860703C (de) Kran, insbesondere Schwimmkran
DE1807959A1 (de) Schiffsanlegestelle
DE664430C (de) Kippsicherung fuer Feuerwehrdrehleitern
DE436109C (de) Versenkbare Eistafel fuer Rollschuetze und Segmentwehre
DE1280534B (de) Schutzhaube fuer ein Arbeitsgeruest fuer den Industrie-Schornsteinbau
DE519510C (de) Selbsttaetiger Stauladen fuer Grundwehre
DE504298C (de) Seitendichtung fuer Wehrverschluesse
DE959630C (de) Doppelschuetz
DE970175C (de) Verfahren zum Herstellen einer teilverankerten oder voll in sich verankerten Haengebruecke und nach diesem Verfahren hergestellte Haengebruecke
DE4128311C1 (en) Ramp bridging platform with swivelling panel - has hoisting ram end coupled to tensile anchor(s), extending to platform panel free end
DE494209C (de) Lagerung von Drehplanzellenfiltern
DE613561C (de) Abschlusskolben fuer wasserlose Gasbehaelter
DE611689C (de) Wasserloser Gasbehaelter
AT129379B (de) Durchlaufende Brückenkonstruktion.
DE915687C (de) Verankerung fuer waagerechte Kammeroefen zum Erzeugen von Koks und Gas
DE581043C (de) Sohlendichtung fuer Versenkwehre mit einem am Verschlusskoerper angeordneten beweglichen Dichtungsmittel
AT132564B (de) Verfahren zum Aufrichten von liegend hergestellten Gebäudewänden.
DE3016057A1 (de) Verfahren zum bauen eines brueckenbogens
DE439386C (de) Selbsttaetiger Klappenwehraufsatz