AT85979B - Verfahren zur Verarbeitung von Seidenkokons und deren Abfällen auf Seidenstreichgarne. - Google Patents

Verfahren zur Verarbeitung von Seidenkokons und deren Abfällen auf Seidenstreichgarne.

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AT85979B
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Austria
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silk
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Heinrich Kinzer
Mor Banyai
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Heinrich Kinzer
Mor Banyai
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verarbeitung von Seidenkokons und deren Abfällen auf Seidenstreichgarne. 



   Die Abfälle der Seidenhaspeleien aller Art, wie die sogenannten. Morti, Sterblingskokons, unhaspelbare, durchbrochene Kokons, Struzi, Doppelkokons, fleckige Kokons, dann die Reste der abgehaspelten Kokons, Gallets usw. werden auf dem bekannten Wege der Schappeseidenspinnerei und   Bourettespinn'erei   versponnen und verwertet. Dieser ziemlich verwickelte Spinnereivorgang wird durch einen Mazerationsprozess (Faulen), durch Kochen, Stampfen, Spülen und Dreschen auf nassem Wege und umständlich eingeleitet und im weiteren Wege durch das sogenannte Fillingverfahren oder Kokonöffnen weitergeführt und durch oftmaliges 
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 Ausnützung der sich immer noch ergebenden Abfälle der kürzesten Art zu Bourettegarn versponnen. 



   Das neue Verfahren zur einfacheren Verwertung und Verarbeitung aller eingangs genannten'Abfälle und auch der Kokons selbst bezweckt die Aufschliessung der Kokons vorerst auf trockenem und mechanischem Wege zur Entfernung der toten Raupen oder, Puppen, die sich im Innern der Kokons befinden, und in zweiter Linie die Kürzung der Kokonfäden auf eine für die Verspinnung zu einem dem Streichgarn ähnlichen Faden entsprechende notwendige Kürze, zum Zwecke ; um aus dem freigelegten lockeren Fasermaterial auf dem Wege des Streichgarnspinnverfahrens unter Benützung aller darin verwendeten Maschinen einen Faden von Wollcharakter zu erhalten.

   Dabei soll durch Kochen mit einer schwachen Seifenlauge das das Fibroin umhüllende Sericin nur insoweit entfernt werden, als es zur Freilegung der Kokonfasern notwendig ist, so dass eine erwünschte Rauhigkeit weiter erhalten bleibt, um die für das Seidenstreichgarn notwendige wirre Lage der Fasern zu erzielen.-
Das Verfahren ist das Folgende : Die Kokons oder Abfallkokons. werden nach der Tötung der Puppen beispielsweise durch Benützung von Schneidmaschinen, -ähnlich den in der Papiergarnspinnerei verwendeten Papierrollenschneidmaschinen mit beliebig eng verstellbaren Kreismessern, zerschnitten, wobei die gebrochenen Puppen oder Raupen zum grössten Teile herausfallen. Hierauf werden die zerkleinerten Kokons oder Kokonabfälle auf einer Reinigungsmaschine, z.

   B. einem Schlagwolf, Entstauber, Spiralwolf   o     dgl. durch Schläger   einer gründlichen   Erschüttelung   ausgesetzt, so dass alle Staubteile und Bruchteile des Kokoninhalts durch ein Rostsieb herausfallen. Nach'dieser vorbereitenden Arbeit erfolgt zum Aufschliessen und Entfernen des   Seidenleimes (Sericin)   ein Kochen mit schwacher Seifenlauge, ein Stampfen auf einer Kurbelwalke, ein Spülen, Trocknen und Reissen auf einem Krempelwolf oder einem Fadenreisser (Drousset) o. dgl.

   Maschine, zum Zwecke des mechanischen Isolierens eines Faserpelzes, der an der Stiftentrommel der betreffenden Maschine haften bleibt und-dann von derselben losgelöst wird, worauf der Faserpelz auf   der oben erwähnten Schneidmaschine mit entsprechend gestellten Messern zur Kürzung der Fasern in der Querrichtung nochmals-zerschnitten, auf der Reiss-, Pelz-und Feinspinnkrempel   

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 gekrempelt und schliesslich auf dem Selfaktor oder der Ringspinnmaschine oder dem MetierFix versponnen wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : '-. 1 Verfahren'zur Verarbeitung von Seidenkokons und deren Abfällen auf Seidenstreich- garne,'dadurch gekennzeichnet, dass man die Kokons oder deren, Abfälle zunächst zum Entfernen der Puppen oder Raupen zerschneidet, dann durch Schlagwirkung entstäubt und reinigt, zum Aufschliessen und Entfernen des Seidenleimes (Sericins) in einer schwachen Seifenlauge kocht, daraufhin zur mechanischen Isolierung der Fasern stampft und reisst und den erhaltenen Faserpelz nach Zerschneiden in der Querrichtung in bekannter Weise verspinnt.
AT85979D 1918-09-04 1918-09-04 Verfahren zur Verarbeitung von Seidenkokons und deren Abfällen auf Seidenstreichgarne. AT85979B (de)

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