AT119932B - Verfahren und Vorrichtung zur Weichmachung und Lockerung starrer, endloser Bündel aus Kunstfasern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Weichmachung und Lockerung starrer, endloser Bündel aus Kunstfasern.

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   Man kann die natürlichen Faserstoffe, die industriell von Wichtigkeit sind, in zwei grosse Gruppen einteilen :
1. die Faserstoffe, die aus mehr oder weniger kurzen Einzelfasern bestehen, daher einem Spinnprozess im Sinne der Handspinnerin unterworfen werden müssen. 



   2. die Faserstoffe, die von der Natur in praktisch endloser Länge geliefert werden. 



   Die 1. Gruppe umfasst alle   Bast-und Haarfasern   sowie die Abfälle natürlicher Seiden. Die 2. Gruppe hat fast als ausschliesslichen Vertreter die natürliche Seide, bei welcher immerhin mehrere Kilometer lange Fasern bzw. Garne, von der Natur geliefert werden. 



   Sieht man dagegen die Industrie der künstlichen Faserstoffe an, so überwiegt bis heute weitaus die letztgenannte Gruppe, nämlich diejenige praktisch endloser Garne, während die zuerst genannte Gruppe lange Zeit hindurch nur aus den Abfällen der eigentlichen Kunstseide bestand. In neuerer Zeit dringt jedoch die Kunstfaserindustrie erfolgreich in das Gebiet der Gruppe   1, nämlich   der   Baumwoll-,   Woll-und Sehappeindustrie ein. 



   So sind unter anderm Vorsehläge bekanntgeworden, starke Faserbänder aus Viskose u. dgl. als endlose Bänder fortlaufend zu spinnen, zu waschen,   naehzubehandeln   und zu trocknen, um das Fasermaterial alsdann auf die gewünschte Länge, sei es der Baumwolle oder Wolle u. dgl., zu schneiden und mechanisch zu verspinnen. 



   Bei diesem sowohl technisch als auch wirtschaftlich vorteilhaften Verfahren ergibt sich nun die Aufgabe, die nach dem Trocknen mit der sogenannten Wasserstarre behafteten endlosen Bündel von Kunstfasern unter Vermeidung jeglicher Handarbeit so aufzulockern, dass nach dem Schneiden auf Stapellänge eine lose Fasermasse entsteht, die für die   Baumwoll- oder Wollvorbereitungsmaschinen olme   weiteres den richtigen Öffnungsgrad aufweist. 



   Eine   äusserlich   betrachtet ähnliche Aufgabe besteht auch bei der Aufbereitung von Bast, Hanf oder Flachs für den Spinnprozess. Dort handelt es sich um die Aufgabe, wie z. B. in der österr. Patentschrift Nr.   11974,   die holzigen Teile von Pflanzenstengeln, wie z. B. der Ramiepflanze, zu entfernen, indem diese zuerst in kurze Stücke gebrochen und dann durch schnell rotierende   Schläger   aus den Faserteilen herausgeschlagen werden. Dabei muss Bündel für Bündel solcher Pflanzen einmal von einem Ende, das andere Mal vom andern Ende in die Maschine eingebracht und gereinigt werden. Es handelt sich also in erster Linie um einen Reinigungsvorgang, der dem Wesen der Faser nach periodisch vorgenommen werden muss. 



   Zum Unterschied hievon stellt die oben geschilderte Herstellung endloser Bündel aus Kunstfasern die Aufgabe, eine an sich vollkommen reine Fasermasse in ihrem Gefüge aufzulockern, u. zw. dergestalt, dass die Maschine in gleicher Weise und ohne jede Überwachung ihre Aufgabe erfüllt, gleichviel, ob das endlose Faserbündel mit einer hohen oder geringen Geschwindigkeit der Auflockerungsmaschine zugeführt wird, und stets so, dass nicht Teile des Bündels herausgeschlagen werden, sondern vielmehr die ganze Masse paralleler Einzelfasern, ohne zu zerreissen, die Maschine wieder verlässt. 



   Die Erfindung löst diese Aufgabe in der Weise, dass man eine Vorrichtung   heilt   tzt, die gestattet, den Vorgang fortlaufend an einem ihr endlos zugeführten künstlichen   Faserband vorzunehmen, u. zw.   

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