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Explosionssicherung an Behältern für hochgespannte Gase.
Es ist bekannt, dass die zur Aufspeicherung gepresster Gase verwendeten eisernen Behälter bei starker-Erwärmung des darin befindlichen Gases oder Gas-und Flüssigkeitsgemisches einen wesentlich höheren Druck auszuhalten haben, als dem normalen Druck entspricht, für welchen sie geaicht wurden. Die Drucksteigerung ist namentlich dann besonders stark, wenn das in der Flasche befindliche Gas teilweise flüssig ist, weil dann die für gesättigte Gase geltende Beziehung zwischen Druck und Temperatur in Frage kommt, welche bekanntlich schon für geringe Temperatursteigerungen sehr bedeutende Erhöhungen des
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Um nun den unvorhergesehenen Zufällen Rechnung zu tragen, welche eine wesentliche Druckerhöhung im Innern der Flasche herbeiführen können, müssen dieselben bekanntlich besonders stark konstruiert sein und Probedrucke aushalten, welche den Betriebsdruck sehr bedeutend überschreiten. Dies führt natürlich zu grossen Gewichten der Behälter, doch ist die Vorsicht verständlich, wenn, man bedenkt, dass dies wohl der einzige Fall in der Technik sein dürfte, wo ein unter Hochdruck stehender Behälter ohne Sicherheitsventil oder analoge Vorrichtung verwendet und, auch von ungeschulten Leuten in Gebrauch genommen werden, darf.
Ein Weg, um das Gefahrmoment bei einem mit hochgespannten Gasen oder Gasund Flüssigkeitsgemischen gefüllten Behälter und dadurch auch den Hauptbeweggrund zu beseitigen, aus welchem bei der Dimensionierung derartiger Behälter besondere Vorsicht bisher geübt werden musste,, bietet sich in der Verwendung verschwächter Abschlussplättchen, welche bei einem bestimmten Druck* reissen. Derartige Einrichtungen sind bereits bekannt, z B. Ö. P. Nr. 70758 u. a., doch weisen sie durchwegs den Nachteil auf, dass sie entweder eine besondere Ausgestaltung der Stahlnasche oder eine besondere Bauart des Absperrventils, die dessen durch Jahrzehnte bewährte Bauart verlässt, bedingen.
Die Erfindung, die den Gegenstand vorliegender Neuerung bildet, ist nun dadurch gekennzeichnet, dass, wie aus Fig. i und 2 ersichtlich, das Flaschenventil in der allgemein bekannten und bewährten Ausführung verwendet wird und im beweglichen Ventilkegel a bzw. in einem in diesen Kegel eingebauten Dichtungspfropfen b die Verschwächung angeordnet ist, welche bei einem bestimmten Druck reisst und den hochgespannten Gasen den Austritt ins Freie gewährt.
Wie die Praxis gezeigt hat, kann man durch Abänderung der Tiefe der Bohrung, durch welche die Verschwächung im Dichtungspropfen erfolgt, d. h. der Dicke des Materials an der verschwächten Stelle den kritischen Druck, bei dem dieselbe zerreisst, mit ver- hältnismässig grosser Genauigkeit abstufen und demzufolge auch den Druck nach Belieben einstellen. Naturgemäss wird dieser Druck derart gewählt, dass er'zwischen dem für den betreffenden Behälter zulässigen Betriebsdruck und dem Probedruck liegt.
Die Abschlussplatte in der dargestellten oder in einer sonstwie geeigneten und dem Zwecke angepassten Form lässt sich als Massenartikel vollkommen gleichmässig und sehr billig erzeugen, so dass, wenn z. B. ein auf die beschriebene Weise konstruiertes Flaschenventil in Funktion getreten ist, der Austausch des zerrissenen Dichtungspfropfens durch
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hintanhält.
Eine zweite Lösung des Problems ist, wie Fig. 2 zeigt, dadurch möglich, dass die Bohrung c durch ein besonderes kleines Sicherheitsventil abgeschlossen wird. dessen Abblasedruck durch Regelung der ; Belastungsfeder einstellbar ist.,
Bei beiden Ausführungen gemäss. Fig. i und 2 entweichen die Gase bei Überschreitung des zulässigen Druckes durch die in den Figuren dargestellte Bohrung f der Ventilspindel.
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