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Vorrichtung zum Verschliessen von unter Druck stehenden Gas-oder Flüssigkeits- behältern.
Der vollkommen dichte Verschluss von unter Druck stehenden Behältern, die Gase oder Gase und Flüssigkeiten enthalten, wie solche z. B. bei gewissen Handfeuerlöschern Verwendung finden, bereitet grosse Schwierigkeiten.
Diese Behälter müssen den ihnen bei der Füllung mitgegebenen Überdruck und ihren Inhalt an Löschflüssigkpit bis zum Augenblick ihrer erst manchmal nach Jahren erfolgenden Verwendung behalten, und können während dieser Zeit nicht darauf geprüft werden, ob sie dicht halten und daher aktionsfähig sind.
Es ist bei solchen Behältern daher in erster Linie das Bestreben, jede überflüssige Öffnung und daher auch Dichtungsstelle zu vermeiden. Diese Beweggründe haben zu nachstehend beschriebenen Erfindungen geführt :
1. Eines absolut dichten und trotzdem von jedem Laien sofort zu öffnenden Verschlusses, welcher zugleich die Füllöffnung darstellt.
2. Einer Füllvorrichtung für die mit solchen Verschlüssen ausgestatteten Behälter.
In Fig. 1 ist eine beispielsweise Ausführung eines solchen Verschlusses dargestellt.
Das Verschlussorgan besteht aus einem Ventilkörper 1 mit konischem Gewindezapfen 2, mit dem es in den mit Gewinde versehenen Behälterdeckel nach erfolgter Füllung des Behälters eingeschraubt wird. Der Ventilkörper enthält die Ventilspindel 3, auf welcher ein Handrad 4 abnehmbar aufgesetzt ist. Die Abdichtung der Spindel nach aussen wird durch Paokungsmaterial J und durch die Überwurfmutter 6 besorgt.
Die Ventilspindel hat am unteren Ende eine kegelige Spitze, womit die Ventilbohrung 7 durch Niederschrauben der Spindel abgeschlossen wird.
Um diesen kegeligen Ventilsitz nun vollkommen dicht zu machen, ist der Zwischenraum zwischen Kegelspitze und Bohrung von aussen her bei 8 weich verlötet. Diese Lötung wird beim erstmaligen Öffnen des Apparates aufgerissen, wodurch die Bohrung freigelegt und der Austritt von Flüssigkeit durch die Düse 9 ermöglicht wird.
Die Verlötung des Ventils muss vor Befestigung des Steigrohres 10 an ihm und vor dem Einschrauben des Ventilkörpers in den Behälter erfolgen. Es ist daher eine Maschine erforderlich, welche gestattet, den z. B. schon mit Löschflüssigkeit gefüllten Apparat mit einem Überdruck zu versehen und dann durch Einschrauben des Ventilkörpers vollkommen dicht abzuschliessen.
Diese Füllmaschine ist in Fig. 2 beispielsweise dargestellt.
Sie besteht aus einem Zylindergehäuse 11, in dem sich der Kolben 12 auf und ab bewegen kann.
Der Kolben ist nach oben durch die Stopfbüchse 13 und die Stopfbüchsenmutter 14 abgedichtet. Der
Kolben kann durch einen Handhebel15, der am Gehäuse drehbar befestigt ist, gehoben oder gesenkt werden und durch ein Handrad 16 in beliebiger Richtung gedreht werden. Das untere Kolbenende ist, wie ein Aufsteckschlüssel, hohl ausgearbeitet, so dass es auf den Umfang des Ventilkörpers passt, wobei die Düse 9 und das Handrad 4 der Ventilspindel entfernt sein müssen.
Seitlich ragt in den Hohlraum des Kolbens ein Bolzen 17 hinein, der durch eine Blattfeder 18 gehalten wird ; er hat den Zweck, einen in den Hohlraum von unten eingeführten Ventilkörper samt
Steigrohr durch Reibung festzuhalten, welche Reibung noch dadurch vergrössert werden kann, dass man den Ventilkörper derart einführt, dass der Bolzen 17 in das Loch für die Düse einfällt.
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Aus dem Raum im Gehäuse unterhalb des Kolbens führt eine Bohnmg 19 über ein Ventil,'ZO zu einem Druckgasbeh lter. Rings um die untere Öffnung des Gehäuses 21 befindet sich ein Gummiring 22, an den der zu füllende Behälter während des Füllvorganges angepresst wird und der den dichten Abschluss gegen Austritt von Druckgas ins Freie bildet.
Zum Anpressen des zu füllenden Behälters dient eine Schraubenspindel 23 mit Handrad 24 und Teller 25, welch letzterer sich an den Boden des Behälfers stützt.
Der Füllvorgang ist nun folgender :
Der z. B. mit dem vorgeschriebenen Quantum von Lösohflüssigkeit versehene Behälter wird mit dem Ventil samt Steigrohr versehen, ohne es jedoch einzuschrauben und in die Füllmaschine gebracht.
Der Kolben befindet sich hiebei in seiner untersten Lage ; nun wird mittels des Handrades 24 und der Spindel 23 der Behälter fest an den Gummiring 22 gepresst und der Kolben durch Vermittlung des Hebels 15 hochgezogen. Da das Ventil im Kolben durch Reibung festsitzt, wird es mit hochgenommen und dadurch die Füllöffnung des Behälters freigegeben. In dieser Stellung wird durch das Ventil 20 Druckgas von einem bestimmten Druck in den Behälter einströmen gelassen. Nun wird der Hebel 15 gesenkt bis das konische Gewinde 2 des Ventilkörpers 1 auf der Deckelöffnung des Behälters aufsitzt, und nun wird unter gleichzeitigem Niederdrücken des Handhebels 15 und Drehen des Handrades 16 der Ventilkörper eingeschraubt.
Das konische Gewinde im Verein mit einem vorher aufgebrachten Dichtungsmittel bewirkt einen vollkommen dichten, jahrelang haltbaren Verschluss. Nun wird der Behälter aus der Füllvorrichtung unter Nachlassen des Handrades 24 herausgehoben und ist nach Einschrauben der Düse 9 und des Handrades 4 gebrauchsbereit.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verschluss für Behälter, dadurch gekennzeichnet, dass das Absperrorgan an der Dichtungstelle weich verlötet ist, welche Lötung beim erstmaligen Öffnen zerstört wird.