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Vorrichtung zum Herstellen von Erdbohrlöchern.
Bei den bisher bekannten Vorrichtungen zur Herstellung von Erdbohrungen, z. B. von Bohrungen nach Erdöl, wurde entweder so vorgegangen, dass das Bohrgestänge an der einen Seite eines Balancieis eingehängt wurde oder es wurden durch eine hin und her gehende Kraftquelle die einzelnen Stösse direkt auf das Bohrgestänge übertragen.
Demgegenüber arbeitet die vorliegende Vorrichtung in der Weise, dass bei dem Heben und Senken des Bohrgestänges zur Aufnahme der Bohrstösse ein federndes Zwischenglied eingeschaltet ist, da sonst unzweifelhaft ein Abreissen des Bohrgestänges eintritt oder die Apparatur, z. B. der Dampfzylinder, welcher die Bewegung des Bohrgestänges veranlasst, mit der Zeit zerstört werden muss. Es ist hierbei gleichgültig, ob die Bewegung des Bohrgestänges durch einen Dampfzylinder oder durch komprimiertes Gas erfolgt oder durch eine sonstwie geeignete Kraftquelle.
Man kann auch z. B. die Kolbenstange des Zylinders mit einem Seilzug o. dgl. verbinden, der dann die Bewegung des Kolbens auf das Bohrgestänge überträgt. Wesentlich ist noch, dass die Apparatur ausfahrbar hergestellt wird, damit beim Ausziehen des Bohrgestänges die Apparatur nicht im Wege steht.
Es sei im nachfolgenden die Erfindung beispielsweise erläutert :
In Fig. i ist a das Bohrloch, b das Bohrrohr, welches das Bohrloch sichert, c sind die einzelnen Stangen des Gestänges, d die zugehörigen Muffen, A ist ein fahrbarer Bock ; hierbei sind f die einzelnen Ständer, g die Brücke, e die Laufräder, A die Ständer mit Gleitbahnen für den beweglichen Zylinder i, k die Kolbenstange, l ein Puffer mit der Feder ?, n die Spindel zum Verschieben des Zylinders, o das Betätigungsrad dieser Spindel und p eine Handkette hierzu.
Der Vorgang beim Bohren ist nun folgender : Das Bohrgerüst wird über das Bohrloch geschoben und das Gestänge mit der Vorrichtung vermittelst der Muffen d verbunden. Dann wird der Zylinder i in die gewünschte Stellung gebracht, was durch Ziehen an der Handkette p herbeigeführt wird. Dann wird die Dampfzufuhr angestellt und der Kolben bewegt sich mit der gewünschten Anzahl von Hüben auf und nieder und hebt und senkt auf diese Weise das Gestänge mit dem am untersten Ende befindlichen Bohrmeissel. Die Steuerung kann automatisch oder jeweilig durch Hand erfolgen. Die Steuerung ist so eingerichtet, dass der Hub des Kolbens im Zylinder selbst verändert werden kann. Von Zeit zu Zeit wird dann der Zylinder weiter nach unten bewegt vermittelst der Handkette p und der Spindel n, bis der Zylinder in seiner untersten Stellung angekommen ist.
Dann wird der Zylinder wieder nach oben ge- fahren und eine neue Stange c eingesetzt. Der Vorgang wiederholt sich darnach. Selbstverständlich kann auch die Bewegung des Zylinders auf - den zugehörigen Gleitbahnen durch eine Kraftquelle, die automatisch oder von Hand in Funktion tritt, erfolgen.
In Fig. 2 ist eine abgeänderte Ausführung dargestellt. Hier steht oder liegt die Zylinderausführung i seitlich vom Bohrloch. Die Kolbenstange k ist verbunden mit dem Seil-oder Kettenzug s und an ditsem, über Rollen r o. dgl. geleiteten Seilzug hängt dann das Bohrgestänge unter Zwischenschaltung eines beweglichen federnden Gliedes t. Der
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Zylinder ist wieder in den Gleitbahnen lu beweglich, und zwar vermittelst des Handrades w, das naturgemäss auch durch eine Kraftquelle, wie schon vorher gesagt, angetrieben werden kann. Der Vorgang beim Bohren ist sinngemäss derselbe, wie in dem ersten Beispiel angeführt.
Das in das Gestänge eingefügte elastische Glied t hat in beiden Fällen den Zweck, die Stösse, die durch das plötzliche Anheben des Bohrmeissels entstehen, zu mildern. Die Ausführung kann verschieden geschehen, In beiden Beispielen ist in Fig. i eine Vorrichtung mit einer Feder, in Fig. 2 mit mehreren Federn angedeutet. Selbstverständlich kann auch eine starke Feder in das Gestänge direkt hineingehängt werden oder eine Ausführung mit kleinem Zylinder gewählt werden und ähnliches mehr,
PATENT-ANSPRÜCHE : I. Vorrichtung zum Herstellen von Erdbohrlöchern durch die Bewegung des Bohrgestänges vermittelst einer hin und her gehenden Kraftquelle, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufnahme der Bohrstösse in das Bohrgestänge ein federndes Zwischenglied eingeschaltet wird.