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Reibungspuffer für Eisenbahnfahrzeuge.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reibungspuffer für Eisenbahnfahrzeuge, bei welchem die Windungen der bekannten kegelförmigen Pufferfeder durch einen veränderlichen, von aussen auf die grösste Windung der Feder wirkenden Druck in radialer Richtung gegeneinander gepresst werden und so eine den jeweiligen Bedarfsverhältnissen angepasste Reibung zwischen den einzelnen Federwindungen hervorrufen, welche die oft ganz bedeutenden Massenkräfte, die beim Bremsen lose gekuppelter langer Güterzüge sowie beim Anhalten rasch fahrender Personen-und Schnellzüge auftreten, zu vernichten bestimmt ist.
Die Erfindung besteht darin ; dass um die äusserste, grösste Windung der Pufferfeder eine kräftige zweiteilige Schelle herumgelegt wird, die einen radial gerichteten Druck auf die Pufferfeder ausübt, der zwischen den einzelnen Federwindungen eine im Bedarfsfalle veränderliche Reibung hervorruft, wodurch die oft recht bedeutenden Massenkräfte, die beim Bremsen langer schwerer Züge auftreten, vernichtet bzw. zur Leistung von Reibungsarbeit herangezogen werden, so dass dadurch Betriebsunfälle mit ihren oft unheilvollen Folgen vermieden werden.
Es sind Reibungspuffer bekannt, bei denen ein äusserer, willkürlich veränderlicher Druck auf eine Reihe neben-oder übereinander angeordneter Reibungselemente ausgeübt wird, wodurch, wie beim Erfindungsgegenstand, die teilweise Vernichtung der beim Bremsen auftretenden Massenkräfte herbeigeführt wird.
Diese bekannten Einrichtungen unterscheiden sich vom Erfindunggegenstande jedoch dadurch, dass auf die Ausbildung des Puffers als Reibungspuffer und auf die Veränderlichkeit des die einzelnen Reibungslamellen gegeneinander pressenden Druckes bereits beim Bau des betreffenden Puffers oder der federnden Zug-und Stossvorrichtung Rücksicht genommen werden muss, dass aber die nachträgliche Ausbildung eines gewöhnlichen Federpuffers als Reibungspuffer nicht möglich ist, ohne einen grundlegenden, Zeitverluste und erhebliche Kosten verursachenden Umbau der betreffenden federnden Stossvorrichtung. Demgegenüber weist der Erfindungsgegenstand den wesentlichen Vorteil auf, dass er es ermöglicht, den bekannten Kegelblattfederpuffer jederzeit mit geringer Mühe und unter geringem Kostenaufwand in kurzer Zeit in einen Reibungspuffer umzugestalten.
Es geschieht dies in einfacher Weise dadurch, dass um die äusserste, grösste Windung der kegelförmigen Pufferfeder eine genügend kräftige, zweiteilige Schelle herumgelegt wird, die auf die Pufferfeder einen in radialer Richtung sich fortpflanzenden Druck hervorruft, der zwischen den einzelnen Windungen der Pufferfeder eine
Reibung erzeugt. Diese Reibung ist dazu bestimmt, die beim Bremsen besonders schwerer Züge häufig auftretenden, oft ganz bedeutenden Massenkräfte zu vernichten und dadurch Betriebs- unfälle zu vermeiden.
Da nun diese Massenkräfte verschieden ausfallen, je nachdem es sich um einen langsam fahrenden, langen Güterzug, dessen einzelne Fahrzeuge nur lose miteinander gekuppelt sind, oder um einen rasch fahrenden Personen-oder Schnellzug handelt, dessen Fahrzeuge so fest miteinander gekuppelt sind, dass die Pufferfedern von vornherein einer geringen
Spannung ausgesetzt sind, so muss der Reibungsdruck zwischen den einzelnen Windungen der
Pufferfeder veränderlich sein. Diese Veränderlichkeit des Druckes wird beim Erfindungsgegenstand in einfacher Weise dadurch erreicht, dass die beiden Teile der zweiteiligen Schelle durch Schrauben mehr oder weniger stark zusammengezogen werden können.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Reibungspuffer gemäss vorliegender Erfindung. Fig. 2 einen
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Querschnitt durch einen solchen. Die Pufferstange 1 ist in einen büchsenartigen Bund 2 des Pufferkorbes geführt, der sich gegen die Pufferbohle 3 des Wagens legt. Der auf der Pufferstange sitzende, auf der einen Seite wulstförmig gebildete Ring 4 legt sich mit seiner flachen Seite auf die Blattspiralfeder 5, die im Pufferkorb untergebracht ist und sich mit ihrem breiten Ende auf eine vor der Pufferbohle 3 liegende kräftige Stossplatte stützt.
Um die äusserste, grösste Windung der Pufferfeder 5 ist gemäss der Erfindung die zweiteilige Schelle 6 herumgelegt, die mittels der Schrauben 7 derart angespannt werden kann, dass die Windungen der Feder 5 gegeneinander gepresst werden. Zwischen den Flanschen der Schelle 6 und den Schraubenköpfen bzw. den Schraubenmuttern der Schrauben 7 werden zweckmässigerweise Federn 8 angeordnet, die eine gewisse Nachgiebigkeit der ganzen Vorrichtung gegenüber der Veränderlichkeit der auftretenden Massenkräfte gewährleisten. Die Feder 5 kann dabei so eng gewunden sein, dass die Windungen unmittelbar aufeinander liegen, oder es kann ein Zwischenraum zwischen den einzelnen Windungen bestehen, der durch eine besondere Zwischenlage ausgefüllt werden kann.
Es ist ahne weiteres klar, dass durch Anspannung der Schelle 6 mittels der Schrauben 7 der Druck der Federwindungen gegeneinander und damit die Reibungskraft der Pufferfeder nach Belieben verstärkt und den jeweiligen Bedarfsverhältnissen angepasst werden kann.