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Theaterbühne.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Theaterbühne, welche aus einer feststehenden Bühne und einer diese wenigstens teilweise umschliessenden Wanderbühne zusammengesetzt ist, welche letztere zur Aufstellung einer Mehrheit von Bühnenbildern eingerichtet ist, die nacheinander hinter die Bühnenöffnung vor die feststehenden Bühnen gebracht werden können.
Die neue Bühne stellt in ihrer Kombination aus der feststehenden Bühne und der sie umschliessenden Wanderbühne eine grosse leere Fläche dar. Die Dekorationen können nach den Angaben des Regisseurs aufgebaut werden. Auf der Wanderbühne können bis zu zehn Bildern aufgestellt werden.
Die Zeichnung stellt schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Grundriss dar. Mit A ist die feststehende, im Grundriss kreisförmige Bühne, mit B die die letztere konzentrisch rings umschliessende Wanderbühne von kreisringförmigem Grundriss, mit C die Bühnenöffnung, mit D, der Orchesterraum und mit E die vorderste Partie des Zuschauerraumes bezeichnet.
Die Wanderbühne B kann z. B. mit Rollen, Rädern, Kugeln oder anderen die Reibung vermindernden Organen auf Schienen oder Führungen laufen, wie dies auch bei den Drehbühnen der Fall zu sein pflegt, und von Hand oder durch ein Windwerk bewegt werden. Beim Aufbau von beispielsweise zehn Szenen wird die Fläche nach Massgabe der eingezeichneten Linien eingeteilt, in deren Richtung die Seitenkulissen gestellt werden, so dass zehn Abteilungen 1, 2,3 bis 10 entstehen. Befindet sich ein Abteil mit gerader Ziffer hinter der Bühnenöffnung C, so verdeckt es die feststehende Bühne und gewährt ein Bühnenbild von nur geringer Tiefe.
Befindet sich aber ein Abteil mit ungerader Ziffer hinter der Bühnenöffnung, so gewährt es einen Durchblick auf die feststehende Bühne und es ergibt sich ein aus dem auf ihm selbst und auf der fest-
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eine zusammenhängende Fläche zu bilden.
Die feststehende Bühne kann auch von anderer als kreisrunder Grundrissform sein, z. B. von halbkreisförmiger, elliptischer, hufeisenförmiger ; ihrer Grundrissform kann diejenige der Wanderbühne angepasst werden.
Im Boden der feststehenden Bühne sind die üblichen Versenkungen, Schieber usw. vorgesehen. Aber auch derjenige der Wanderbühne kann mit solchen Versenkungen usw. versehen sein, so dass für dieselbe die unter dem Boden der Bühne aufgestellten Maschinen und Vorrich-
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Die hiervor beschriebene Theaterbühne vereinigt in sich die Vorteile der feststehenden Bühne und der Drehbühne, ohne deren Nachteile zu besitzen.
Der Nachteil der feststehenden Bühne besteht bekanntlich darin, dass die Umstellung der Bühnenbilder nur in den Pausen erfolgen kann ; derjenige der Drehbühne ist, dass für jedes Bühenbild nur ein Kreissektor zur Verfügung steht, so dass die Bühnenbilder in der Tiefe sehr beschränkt sind, weil diese nur bis zum Mittelpunkt der Drehbühne reicht, weshalb keine weite Fernsicht gestellt werden kann ; auch erscheinen die Bühnenbilder verzerrt und verkürzt. Aber auch den Schiebebühnen ist die beschriebene Bühne in manchen Beziehungen überlegen. Zunächst beansprucht sie für eine bestimmte Bühnenöffnung (Proszenium) nur etwa zwei Drittel an Breite der Schiebebühne.
Da ferner eine verhältnismässig grosse Zahl von Bühnenbildern vorbereitet werden kann, bei Schiebebühnen dagegen', nur deren zwei, ist für die Dauer einer Vorstellung mit einer an Zahl verhältnismässig geringen Bedienungsmannschaft auszukommen. Da demnach Umbaupausen fortfallen, wird die Dauer einer Vorstellung erheblich abgekürzt und es lassen sich verschiedene Ersparnisse erzielen, wie z. B. für Löhne, Heizung und Beleuchtung.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Theaterbühne, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer feststehenden Bühne mit einer diese letztere wenigstens teilweise umschliessenden, zwecks Aufstellung einer Mehrheit von Bühnenbildern zur Unterteilung eingerichteten Wanderbühne, deren Teile nacheinander hinter die Bühnenöffnung vor die feststehende Bühne gebracht werden können.
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