<Desc/Clms Page number 1>
Oesterreichische PATENTSCHRIFT Nr. 8430.
EMI1.1
EMI1.2
Vorliegende Erfindung betrifft ein durch die Entladung bethätigtes Hintertader- geschütz und hat den Zweck, die vereinigte Energie des Rückstosses und der an der
EMI1.3
schtusseinrichtung nutzbar zu machen.
Bei der Entladung eines Geschützes tritt eine grosse nach rückwärts gerichtete Kraft auf, deren Wirkung in dem Ruckstoss des Geschützes zutage tritt. Ausser dieser rückwärts
EMI1.4
der nach vorwärts aus dem Lauf herausschiessenden Explosionsgase hat man bisher un- benützt entweichen lassen.
Der Zweck vorliegender Erfindung ist, eine Einrichtung zur Bethätigung des Geschützes
EMI1.5
Das nach vorliegender Erfindung ausgebildete Geschütz ist also mit einer Einrichtung ausgerüstet, deren einer Theil durch den Rückstoss und der andere Theil durch die Entladungsgase so bethätigt wird, dass diese beiden Theile sich gegenseitig bewegen, wenn das Geschütz abgefeuert wird und dadurch eine elastische Flüssigkeit zusammendrücken, wobei der Rückstoss durch die Energie der Entladungsgase aufgenommen und aufgehoben wird, wihrend ein Theil der vereinigten Energie des Rückstosses und der Entladungsgaso in Form von verdichteten Gasen aufgespeichert wird.
welche Energie zur Bethätigung des Gesehützes und seiner Vorschlussvorrichtung benützt wird. Die theile, welche sich in. dieser Weise gegeneinander bewegen, wenn das Geschütz abgefeuert wird, bestehen zweckmässig ans einem Cylinder und einem in diesem beweglichen Kolben, von denen der eine Theil mit. dem Lauf des Geschützes verbunden ist und sich mit demselben rückwärts bewegt, während der andere Thoii durch die Energie der Entladl1ngagase vorwärts bewegt wird, so dass, wie erwähnt, zwischen beiden Theilen eine elastische Flüssigkeit, beispielsweise Luft. verdichtet wird.
In manchen Fällen kann man auch zwei Kolben in einem fest-
EMI1.6
<Desc/Clms Page number 2>
gefeuert wird (wobei einer dieser Kolben durch den Rückstoss rückwärts, der andere durch die Entladungsgase vorwärts bewegt wird) und zwischeneinander in dem Cylinder Luft verdichten. Am vortheilhaftesten ist es jedoch in den meisten Fällen, den Cylinder fest mit dem Geschutzlauf zu verbinden, so dass er sich mit dem letzteren unter der Wirkung des Rückstosses und auch bei dem diesem folgenden Vorlauf bewegt.
Der einzige in dem Cylinder vorgesehene Kolben ist bei dieser Anordnung mittelst seiner Kolbenstange mit einer auf dem vorderen Theil des Geschützlaufes frei beweglichen, kräftigen Büchse oder Hülse verbunden, die eine Gasauffangdüse trägt, auf welche die Entladnngsgase so wirken, dass dadurch die Hülse mit dem mit dieser verbundenen Kolben zur selben Zeit vorwärts bewegt werden. während welcher der Geschützlauf und der mit demselben verbundene Cylinder sich rückwärts bewegt. Der Theil des Cylinders, welcher sich vor dem Kolben befindet, ist zweckmässig mit einer elastischen Flüssigkeit, beispielsweise Luft, gefüllt, die im mässigen Grade verdichtet ist, während der Theil des Cylinders, welcher hinter dem Kolben liegt, mit einer ins Freie führenden Öffnung versehen ist, die durch ein sich nach innen öffnendes Ventil abgeschlossen wird.
Wenn das Geschütz abgefeuert wird, so wirkt die im vorderen Theil des Cylinders vorhandene Luft nach Art eines elastischen Kissens zwischen dem durch den Rückstoss bewegten Cylinder und dem durch die Entladungsgase vorwärts getriebenen Kolben und diese Luft wird hierbei weiter verdichtet, während sich das Ventil der hinteren Kammer des Cylinders öffnet und atmosphärische Luft in diesen hinteren Theil des Cylinders eintreten lässt. Nach Vollendung des Raclistosses treibt die ia dem vorderen Theil des Cylinders verdichtete Luft den Geschützlauf und Cylinder wieder vorwärts und zugleich den Kolben und die Gasfangkammer wieder rückwärts. wodurch die Luft in dem hinteren Theile des Cylinders verdichtet wird.
Diese in der hinteren Cylinderkammer verdichtete Luft steHt einen Theil der vereinigten Energie des Rückstosses und der Entladungsgase dar, welche Energie auf die Verschlussvorrichtung übertragen und zur bethätigung des Verschlusses mittels geeigneter durch diese Luft betriebener Bewegungsvorrichtungen nutzbar gemacht wird.
Der Verschlussblock und der Träger desselben sind zweckmässig so ausgebildet und miteinander verbunden, dass diese Theile selbst einen Motor bilden, welcher dem Verschlussblo (k seine Öffnungs- und Schlussbewegung ertheilt. Es mag noch ausdrücklich bemerkt werden, dans die im Vorstehenden erläuterte Einrichtung des Geschützes nur eine zweckmässige Ausführungsform der Erfindung bildet, und dass man an Stelle der beschriebenen Einrichtungen auch andere benutzen kann, mittels deren die Energie der Entladungsgase zur Aufh'np : der Energie des Rückstosses benutzt werden kann, wobei ein Tbeil der vereinigten Energie aus diesen beiden Quellen aufgespeichert werden kann, in der Weise.
EMI2.1
In der @eigefügten Zeichnung ist eine zweckmässige Ausführungsform der Erfindung zur Darstellung gebracht. Fig. 1 zeigt eine Seitonansicht pines so eingerichteten Geschützes. Fig. 2, the@s im Schnitt, theils in Seitenansicht die Gasfangdüse nt'hst der damit ver-
EMI2.2
Endansicht der zur Verbindung dieses Cylinders mit dem Geschützlauf dienenden Theile.
Fig. 4 stell die Gasfangdüse mit offenen Ventilen, Fig. 5 desigeichen mit geschlossenen Ventilen im Längsschnitt dar. Fig. 6 zeigt einen Querschnitt nach Linie A-ss der Fig. 4 nach rechts gesehen. Fig. 7 ist eine Seitenansicht der Wiege, Fig. 8 eine Vorderansicht und Fig. 9 eine Hinteransicht derselben. Fig. 10 zeigt in Seitenansicht eine zweckmässige Form des Yoschtussbtocks und Fig. 11 eine Hinteransicht des letzteren ; Fig. 12 ist ein Längsschnitt des Verschlussblockträgers nebst dem Verschlussende des Geschützlaufes, Fig. 13 die zugehörige Hinteransicht. Fig. 14 stellt den Verschlussblockträger nebst dem Verschlusshlock im Grundriss in geöffneter Stellung dar.
Fig. 15 zeigt einen Längsschnitt durch Block und Träger und Fig. 16 eine ähnliche Ansicht einer anderen Ausführungsform dieses Verschlussblockes.
Der Geschützlauf 1 kann auf einer beliebigen Lafette gelagert sein. Bei der dargestellten Anordnung dient als Träger des Laufes eine gewöhnliche Feldgeschütz-Lafette, welche den üblichen Lafettenschwanz. ? und eine den Lauf tragende Wiege 3, Fig. l, 7,
EMI2.3
gelagert, so dass sie sowohl in wagrechter, als auch in senkrechter Ebene gedreht werden kann und das hintere Ende dieser Wiege ist mit einem Motor 4 verbunden. mittels dessen dieselbe an ihrem hinteren Ende gehoben und gesenkt werden kann. Der Motor 4 wird von einer an der Lafette befestigten wagreebt angeordneten Bewegungsvorrichtung 5 getragen.
Die Wiege 3 bildet die Bettung, in welcher der Geschützlauf so angeordnet ist, dass er sich frei nach rückwärts und vorwärts verschieben kann. Zu diesem Zwecke kann man die Wiege
<Desc/Clms Page number 3>
mit Führungsnuthen 6,7 und den Lauf mit entsprechenden Führungsrippen 8, 9 versehen, welche Theile den Geschützlauf bei seiner Längsbewegung auf der Wiege führen.
Durch eine Bandage 10 ist am hinteren Ende des Geschützlaufes ein Cylinder 11 befestigt, dessen vorderes Ende unterhalb des Laufes in der Wiege ruht und gewünschtenfalls kann die letztere mit Führungsnuthen 13 versehen sein, in welcher sich an diesem Cylinder vorgesehene Führungszapfen verschieben können ; der Cylinder 11 verschiebt sich also in der Wiege und nimmt an allen Bewegungen des Geschützlaufes theil. Innerhalb des Cylinders 11 ist ein Kolben 14 angeordnet, der durch eine Kolbenstange 15 mit einer schweren Führungsbüchse 16 verbunden ist, die das vordere Ende des Geschützlaufes umgibt und längs desselben verschiebbar ist.
An dem vorderen Ende dieser Führungsbüchse ist eine Gasfangkammer 17 angeordnet und mit dieser Büchse fest verbunden, welche eine in der Seelenachse des GeschUtzlaufes liegende Öffnung 18 hat und ausserdem mit nach rückwärts gerichteten Öffnungen 19 versehen ist. Die Gasfangkammer 17 ragt. um ein gewisses Stück über die Mündung des Laufes vor (Fig. 4), und wenn das Geschoss die Mundung des Laufes verlassen hat, so treten die aus dieser Mündung austreenden Ent- 1adungsgase unter Expansion in diese Kammer 17 ein und stossen gegen die vordere Wand
EMI3.1
wärtsgotrieben wird.
Um die Öffnung 18 in der vorderen Wand der Gasfangkammer, durch welche das Geschoss hindurchtritt, abzuschliessen, während sich die Gasfangkammer in ihrer vorderen
EMI3.2
öffnen und an der vorderen Wand der Gasfangkammer in solcher Stellung drehbar sind, dass die in diese Kammer hineinströmenden Gase auf das hintere Ende dieser Ventile wirken und bestrebt sind, dieselben gegeneinander zu drehen, so dass sie die Öffnung 18, wie in Fig. 5 dargestellt, abschliessen.
Diese Klappenventile 20 sind mit Anschlagknaggen 21 versehen, welche (wenn die Theile sich in ihrer normalen. in Fig. 4 dargestellten Stellung befinden) sich gegen Hubflächen 22 legen, die an vorwärts vorragenden Vorsprüngen 23 des Geschtitzlaufes vorgesehen sind und so auf diese Knaggen einwirken, dass die Ventile 20 geöffnet werden, wenn sich der Geschützlauf in der Gaskammer wieder vorwärts bewegt, um den Durchtritt des nächsten Geschosses durch die Öffnung 18 der Gasfang- kammer zu ermöglichen.
Am hinteren Ende, also hinter dem Kolben 14, ist der Cylinder 11 mit einer Öffnung 33 versehen, die innen durch ein Ventil 24 abgeschlossen wird, welches sich nach innen öffnet. Dieses Ventil gestattet der atmosphärischen Luft, in die hintere Kammer des Cylinders einzutreten, ohne das Austreten derselben zu gestatten.
Der Verschlussblock des Geschützes, Fig. 10, hat einen mit conischem ununter- brochenen Gewinde versehenen Hauptkörper und einen rückwärts vorspringenden Flansch oder Kragen 26, sowie einen cylindrischen onachsialen Gewindezapfen 27, auf dessen Gewinde zwei radiale Ftügct 28, 29 angebracht sind.
Auf der Aussenseite des Kragens 26 ist eine Reihe von Schraubenradzähnen 30 vorgesehen, die sich über einen kleinen Theil des Umfanges dieses Kragens erstrecken, während an einer anderen Stelle des Umfanges dieses Kragens ein radial vorspringender Zahn 31 vorgesehen ist. Die Versch ! nsskammcr des Laufes ist mit einem dem Gewinde des conischen Theiles des Verschlussblockes
EMI3.3
bei 32 eine weitere Ausdrehung, welche den Kragen 26 des Verschlussblockes aufnehmen kann und mit einem luttergewindegang 33 zur Aufnahme des Zahnes 31 versehen ist.
Der V ersch lussblockträger 34 ist ein an der vorderen Seite offener Cylinder. der mittels Zapfens 35 und an seinem Körper vorgesehener Gelenkösen an einem hinteren, seitlichen Vorsprung 57 des Geschützlaufes drehbar ist. Der Körper des Verschlussblockträgers ist innen mit einem tiefen Holilgewindegang 38 versehen, in welchen das Gewinde 27 des cylindrischen Theiles des Blockes, wie aus Fig.
15 ersichtlich, eingreift, wobei sich die von diesem Gewinde getragenen Flügel 28 und 29 in diese Hohlgewinde- gänge hinein erstrecken und diese, indem sie mit den Seiten-und Bodenflächen dieser Gewindegänge in Berührung kommen, abschliessen, während zugleich das Gewinde 27 des cylindrischen Theiles das Hohlgewinde 38 innen luftdicht abschliesst, ohne indessen den Boden dieses Hohlgewindeganges zu erreichen.
Der Gewindegang 38 erstreckt sich ohne Unterbrechung von dem vorderen bis zum hinteren Ende des Verschlussblockträgers, ausser auf einer kurzen mittleren Strecke 39, wo eine Zwischenwand in diesem Gewindegang vorgesehen ist, die einen Anschlag für die Begrenzung der Bewegungen der Flügel 28, 29 bildet, aber sich nicht soweit erhebt, dass sie die Drehung der Schraube 27 behindert, mit deren Umfläche sie an ihrer Innenkante einen luftdichten Abschluss bildet. In dieser
EMI3.4
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
dem hinteren Ende des Cylinders 11 verbunden sind.
Dieses Ventil 44 kann in beliebiger Weise ausgebildet sein und ist so eingerichtet, dass dadurch die Einströmung des Druckmittels aus dem Cylinder in den die Bewegungsvorrichtung des Verschlussblockes bildenden Hohlgewindegang 38, sowie der Austritt dieser Luft aus dem letzteren bewirkt werden kann.
Der den Verschlussblockträger tragende Vorsprung 37 des Laufes ist mit Schraubenradzähnen 45 versehen, die an seiner hinteren kreisbogenförmigen Fläche so angeordnet sind, dass dieselben mit den Schraubenradzähnen 30 des Kragens 26 des Verschlussblockes in Eingriff kommen, wenn der Zahn 31 aus dem Gewindegang 33 heraustritt.
Die Wirkungsweise der bisher beschriebenen Einrichtung des geschütztes zist folgende Wenn der Verschluss des Geschützes geschlossen wird, so greifen die Gewindegänge des conischen Theiles 25 des Verschlussblockes in die entsprechenden Muttergewinde des Geschtltzlnufes ein, während der Zahn 21 mit dem Gewinde 33 in Eingriff kommt.
Bei der Entladung des Geschützes wird der Lauf und mit ihm der Cylinder 11 durch den Rückstoss rückwärts bewegt, und wenn das Geschoss der Stundung des Laufes verlassen hat, so stossen die ausströmenden Entladungsgase mit sehr grosser Geschwindigkeit gegen die vordere Wand der Gasfangkammer 17 und treiben die letztere mit bedeutender Geschwindigkeit vorwärts. Die hiedurch gewonnene Energie ist ungefähr der lebendigen
EMI4.2
vorwärts bewegt, so werden die Ventile 20 durch den Gasdruck geschlossen und das Gas strömt allmählich durch die hinteren Öffnungen 19 dieser Kammer aus.
Die Rückwärtsbewegung des Geschützes und des Cylinders 11 und die Vorwärtsbewegung der Gasfangkammer und des Kolbens 11 bewirken eine kräftige Verdichtung der in dem Cylinder 14 vor dem Kolben enthaltenen Luft und ausserdem das Einströmen der Aussenluft durch den ('anal 23 in diesen Cylinder. Die Energie der Entladungsgase wirkt hierbei der Energie des Rückstosses genau entgegen und der Rückstoss wird dah@r aufgenommen, ohne eine besondere Kraft auf die Lafette des Geschützes zu übertragen : die Energie der Gase und des Rückstosses wird dabei lediglich zur Verdichtung der Luft in dem vorderen Cylinderende aufgebraucht. Ausserdem wird die Grösse der Rücklaufbewegung des Geschützlaufes sehr bedeutend vermindert.
Wenn die Energie des Rückstosses und der Entladungsgase aufgebraucht ist. so wird
EMI4.3
des geschütztes und seiner Verschlussvorrichtung nutzbar gemacht werden kann. Nach geeigneter Verstcllung des Ventils 44 kann man diese Pressluft aus dem hinteren Theil des Cylinders in den nohtgewindegang M hinter die Zwischenwand 89 eintreten lassen, so, dass sie auf die Flügel 29 wirkend, diese nach rückwärts treibt und dadurch den Verschlussblock dreht, wodurch derselbe gelöst und aus der Versehlusskammer zurückgezogen wird.
Wenn der Zahn 31 hierbei aus dem Gewindegang 33 in der erweiterten Bohrung 32 des (ieschtitzlaufes heraustritt, so greifen die Schraubengewindegänge 30 am Kragen des Verschlussblockes in die Schraubenzähne 4. 5 an dem Vorsprung 37 des Geschützlaufes ein und die weitere Drehung des Verschlussblockes führt dann den Block mit seinem Träger unter Drehung um den Zapfen 35 in die in Fig. 14 dargestellte Lage zurück. Nach UmsteUung des Ventils 44 wird die Druckluft durch den Canal 41 in den vor der Zwis henwand 39 hetindlichen Thpil des Hohlgewindeganges 38 geschickt und aus dem hinteren Theil dieses Hohlgewindeganges durch den Canal 40 ausgrasen.
Hierdurch wird der Block in der entgegengesetzten Richtung gedreht, wodurch der Block nebst seinem Träger zuerst um den Zapfen 35 gedreht wird, so dass der conische Gewindetheil 25 des Verschlussblockes in die Verschlusskammer eintritt ; bei weiterer Drehung des Verschlussblockes um seine Achse gelangt der Zapfen 31 mit dem Gewindegang 33 in Eingriff und treibt den Block in die Verschlusskammer hinein, bis die Gewindegänge des Blockes in die der letzteren eingreifen und den Verschlussblock festziehen.
<Desc/Clms Page number 5>
Das Ventil 24 kann entweder selbst oder von Hand verstellt werden. Bei selbstthätiger Verstellung des Ventils ist an einem feststehenden Theil der Lafette eine Einrichtung angebracht, mittelst deren das Ventil beim Rücklauf des Geschützes sowohl wie auch beim Zurückkehren desselben in seine Ruhelage umgestellt wird.
Bei der dargestellten Anordnung ist zu diesem Zweck an der Wiege 3 ein Arm 46 vorgesehen, der am Ende einen abwärtsragenden Anschlag 47 trägt, welcher mit dem Arm drehbar verbunden ist, so dass er sich beim Anstossen von vorn rückwärts bewegen, dagegen einem von rück-
EMI5.1
Spindel einen mit Schrägflächen versehenen Kopf und beim Rücklauf des Geschützlaufes stösst diesem Kopf gegen die Vorderseite des Anschlages 47, welcher hiebei, ohne das
EMI5.2
der Kopf der Ventilspindel die Rückseite des Anschlages 47, wodurch das Ventil herabgedrückt und so verstellt wird, dass dem Verschluss Druckluft in der Weise zugeführt wird, dass derselbe sich öffnet.
Um das Geschütz zu heben, bezw. zu senken und zu richten, kann man durch die Röhren 48 oder 49, vermittels der Ventile 50 bezw. 51 dem Cylinder 4 bezw. 5 Druckluft zuführen.
Der Zündbolzen 52 steht, wie aus Fig. 15 ersichtlich, unter dem Druck einer Feder und geht in der Längsrichtung durch den Block und seinen Träger hindur'-h. wobei er am hinteren Ende durch eine Büchse 53 geführt wird, die sich von der hinteren Wand des Blockträgers aus nach vorn erstreckt ; die Drehung des Schlagbolzc ! ls wird durc ! l eine Nuth dieser Führungsbüchse verhindert, in welche eine Feder 54, die am hinteren Theile des Schlagbolzens vorgesehen ist, eingreift.
Bei der Öffnungsbewegung des Blockes wird der Schlagbolzen ohne Zusammendrücken der Feder mit dem Bolzen zurückbewegt, wenn
EMI5.3
der mit der Führungsbüchse 53 verbunden ist, in eine Abzugnuth des Schlagbolzens ein und verhindert, dass der letztere sich hierbei mit dem Block vorwärtsbewegen kann, so dass hierbei die Feder des chlagbolzens zwischen einem Bundring des letzteren und einer im Block vorgesehenen Stützfläche gespannt wird.
Der Abzug 55 wird durch einen winkelhebelartigen Drücker 56 bethätigt, der am Blockträger befestigt ist ; zur Verhinderung des
EMI5.4
form des Verschlusses ist eine solche Einrichtung vorgesehen. Auf einer drent'an'n Hülse 5.' welche sich im Blockträger in geeigneten Lagern centrisch drehen lässt, aber durch einen Stift 60 an der Längsbewegung gegenüber dem mocktrager behindert ist, indem dieser Stift mit einer ringförmigen Nuth der Büchse eingreift, ist ein Handrad. M angebracht, mittelst dessen diese Büchse gedreht werden kann. Am inneren Ende dieser Büchse ist eine Gabel vorgesehen, deren beide Äste oder Zinken in Längsnuthen eingreifen, die in den Körper des Verschlussblockes eingearbeitet sind.
Durch Drehung des Handrades kann man alsovermittelsdieserGabelauchdenBlockdrehen.
Der Scblagbolzen geht bei dieser Anordnung durch die Büchse 59 nach rückwärts durch und hat eine ringförmige Abzugnuth 61, in welche ein Abzug 62 eingreift, der an der Büchse 59 drehbar ist und von dieser bei ihrer Drehungsbewegung mitgenommen wird. Wenn der Block in der Verschlusskammer vollständig festgezogen ist, so wird ein Arm des Abzuges unter einen Arm 64 des Drückerhebels 56 gebracht, während zugleich
EMI5.5
Nach Niederdrücken bezw. Abziehen des Drückers 56 drückt der Arm 64 zunächst den Ahxuss soweit nieder, dass der Schlagbolzen frei wird, worauf der Arm 64 von dem Arm 63 des Abzuges frei kommt. Nach Loslassen des Drückers 56 drückt die Feder desselben den Arm 64 aufwärts und der Schlitz 66'gestattet dem Drücker, sich auf seinem Drehzapfen soweit zurückzuschieben, um den Arm 64 des Drückers wieder über den Arm 63
EMI5.6
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.