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Vorrichtung zur selbsttätigen Regulierung der durch Längskanäle in Elektroden geleiteten Luft,
Gase, Luft-oder Gasgemische usw.
Der Über-oder Unterdruck der durch die Längskanäle von Elektroden geleiteten Luft, Gase, Luftgemische, Gemische von Luft oder Gasen mit anderen flüchtigen oder zerstäubbaren Substanzen muss, damit die Geschwindigkeit der an den Brennenden von Elektroden mit Längskanälen ein-oder austretenden Luft, Gase usw. gleichbleibt, eine Regelung erfahren. Bleibt die Ein-oder Austrittsgeschwindigkeit der Luft, Gase usw. nicht gleich, so verändert sich die Lage des Lichtbogens (der Lichtbogen) zwischen den Elektroden sowie dessen (bzw. deren) Gestalt. Da bei gleichem Über-oder Unterdruck die Ein-oder Austrittsgeschwindigkeit an den Kanalmündungen sinkt, wenn die Kanäle länger, und steigt, wenn dieselben kürzer sind, so-muss der Über-bzw.
Unterdruck bei kurzen Elektroden vermindert und bei langen Elektroden veimehrt werden, damit der Lichtbogen bzw. mehrere dieser in
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nicht erwünschte Abkühlung der Elektroden des bzw. der Lichtbogen und deren Umgebung vermieden wird. Bei veränderlicher Lage der Elektrodenachsen muss ferner dem Wärmeauftrieb, welcher eine Veränderung der Lichtbogen hervorrufen kann, entgegengewirkt werden. Ebenso hat es sich zur Ermöglichung eines gewissen Regulierbereiches als zweckmässig herausgestellt, den Über-bzw. Unterdruck der durch die Elektroden-Längskanäle geleiteten Luft, Gase usw. durch die Stromstärke oder die Spannung oder beide zu beeinflussen und bei Stromunterbrechung die Luft-, Gas-usw.
Zu-oder Ableitung selbsttätig abzusperren.
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austretenden Luft, Gase usw. abhängig von der Länge der Elektroden, der Lage der Elektrodenachsen und dem den Elektroden zugeführten Strom bzw. der Spannung oder auch beiden selbsttätig bewirkt wird.
Eine der möglichen Ausführungsformen einer solchen Vorrichtung ist im nachfolgenden für einen Scheinwerfer beschrieben und schematisch dargestellt. Die gleiche Vorrichtung kann ausser für Scheinwerfer auch für andere Zwecke, z. B. chemische Zwecke, Verwendung finden.
In Fig. i bedeuten a und b, die Elektroden mit Längskanälen, c und d die Elektrodenhalter, e und f Spindeln, mit denen die Kohlenhalter bewegt werden, g und h Schlauchstücke, welche einerseits an die Elektroden a und b angesetzt und andrerseits mit je einem Regulierhahn n und o in Verbindung stehen. Die Konusse dieser Regulierhähne K und o sind mit Zahnrädern k und m versehen, in die kleine auf den Spindeln e und f befestigte Zahnräder i und l eingreifen.
Durch die Drehung der Spindeln entsprechend der Länge bzw. dem Abbrande der Elektroden werden die Regulierhähne mehr oder weniger geöffnet und hierdurch der. Über- oder Unteldruck der an den Brennenden ein-oder ausströmenden Luft, Gase usw, abhängig von der Länge der Elektroden selbsttätig reguliert.
Die beiden Arme p und q in Fig. i und 2, durch welche die Luft, Gase'usw. den Regulierhähnen n und o zugeführt werden, sind in der Mitte durch einen zylindrischen Teil verbunden. Letzterer sitzt drehbar auf einer hohlen Welle s (Fig. 1 und 2). In dieser hohlen Welle s sind Öffnungen t und v vorhanden, die z. B. bei horizontaler Stellung die
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Öffnungen 1" und u in dem zylindrischen Teil teilweise überdecken. Bei dem linken Arm p verläuft die Öffnung ? * (Fig. i) des zylindrischen Teiles von der Mitte nach unten, in dem rechten Arm q dagegen die Öffnung M in Fig. 2 nach oben.
Bei einer Drehung der Arme p und q in der durch den in Fig. i gezeichneten Pfeil angedeuteten Richtung wird die Öffnung t in Fig. i vergrössert, dagegen die Öffnung v verkleinert (Fig. la und 2), wobei 1 a einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. 1 darstellt. Dementsprechend wird durch die Kanäle der mit dem linken Arm p in Verbindung stehenden Elektrode a (Fig. i) Luft, Gase usw. mit einem höheren Überdruck und durch die Kanäle der mit dem Arm q in
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Wärmeauftrieb des Lichtbogens entgegengewirkt und eine Veränderung der Lage und Form des Lichtbogens bzw. mehrere dieser unter den verschiedensten Winkelstellungen vermieden.
Zur selbsttätigen Regelung der Zu-bzw. Ableitung von Luft, Gasen usw. abhängig von der Stromstärke bzw. Spannung oder beider ist an die in dem Stützpunkt w (Fig. 2) festgelagerten, hohlen Welle s ein Ventil x angesetzt, dessen Spindel y unter Einwirkung einer Schraubenfeder in stromlosem oder spannungslosem Zustande des Elektromagneten bl das Ventil geschlossen hält ; bei Erregung des Magneten bl proportional dem Strom oder der Spannung wird das Ventil geöffnet, und zwar bei entsprechender Schaltung abhängig von dem Lampenstrom oder der Lampenspannung mehr oder weniger. Die Spindel y kann entweder von einer Haupt-oder einer Nebenschlussspule bl oder auch von zwei Spulen a1 und b1 in Differentialschaltung gesteuert werden.
Es kann die ganze Anordnung aber auch so gewählt werden, dass unter sinngemässer Anwendung der vorbeschriebenen Mittel durch den einen Arm, z. B. p, Luft, Gase usw. mit Überdruck durch den Arm q mit Unterdruck den Elektrodenkanälen zugeführt werden. Nach Fig. 3 ist der Hohlraum der Welle s unterteilt, so dass dem einen Teile Überdruck, dem anderen Unterdruck oder beiden Teilen verschiedene Gase, Gemische usw. zugeführt und durch die Schieberventile y, y1 entsprechend geregelt werden können.
Gegen den auf der Ventilspindel y aufgeschraubten Anschlag z drückt eine Feder zl,
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PATENT-ANSPRÜCHE : t. Vorrichtung zur selbsttätigen Regulierung der durch Längskanäle in Elektroden geleiteten Luft, Gase, Luft-oder Gasgemische usw., dadurch gekennzeichnet, dass abhängig von der Elektrodenlänge mittels eines oder mehrerer zwangsläufiger Ventile der Über-oder Unterdruck der den Elektrodenkanälen zugeführten Luft, Gase, Gemische usw. geregelt wird,
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sowie eine unerwünschte Abkühlung dieses oder dieser, dessen oder deren Umgebung und der Elektroden selbst zu vermeiden.