AT82751B - Verfahren zum Bleichen von Mehl vermittelst einer Mischung aus Nitrosylchloridgas und Chlor. - Google Patents

Verfahren zum Bleichen von Mehl vermittelst einer Mischung aus Nitrosylchloridgas und Chlor.

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  Verfahren zum Bleichen von Mehl vermittelst einer Mischung aus Nitrosylchloridgas und Chlor. 



   Bei der Verwendung von Nitrosylchloridgas in flüssigem Zustande, wie es für die Vorrichtung gemäss dem Patente Nr. 49489 vorgeschlagen ist, haben sich Schwierigkeiten in der Auswahl des geeigneten Behälters für das flüssige Nitrosylchloridgas herausgestellt, weil dieses Gas sowohl die Ventile und Röhrenverbindungen, als auch die Behälter selbst angreift. 



  Infolgedessen treten Undichtheiten der steuernden Hebel auf, und die richtige Bemessung der genauen Mengen ist bei dem geringen Mischungsverhältnis zwischen Luft und Nitrosylchloridgas mehr vom Zufall als vom regelmässigen Betriebe abhängig. Das richtige Mengenverhältnis ist aber von der grössten Wichtigkeit, weil ein Überschuss des Bleichmittels einen ebenso nachteiligen Einfluss auf das Mehl hat, wie eine zu lange Einwirkung, was beides sich in einer Rotfärbung des Mehles zeigt, als Beweis, dass das Nitrosylchloridgas das Gluten des Mehles verändert hat. Diese Veränderung ist aber gleichbedeutend mit einer Verschlechterung des Mehles. Das Nitrosylchloridgas darf nur auf den Farbstoff des Mehles einwirken, aber nicht auf das Gluten, weil dieses erst zu einem Zeitpunkt geschieht, der für die Qualität des Mehles bedenklich-wird. 



   Man kann einer Verrostung des Materials und den hierdurch entstehenden nachteiligen Folgen für das Bleichverfahren vorbeugen, wenn man dem flüssigen Nitrosylchloridgas flüssiges Chlor beimengt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass ein Gemisch von beiden Gasen weder den Behälter noch die Ventile und Rohrleitungen angreift. Ausserdem hat aber die Beimengung des   Chlorgases- den   Vorteil, dass es auf Gluten und Öl einwirkt, erst nachdem das Nitrosylchloridgas den Farbstoff entfärbt hat. Das Chlor hat eine grössere Anziehung zum Gluten und Öl als zum Farbstoff, während umgekehrt das Nitrosylchloridgas eine grössere Anziehung zum Farbstoff hat als zum Gluten und Öl. 



   Es ist bekannt, dass flüssiges Nitrosylchloridgas und flüssiges Chlor sich in allen Verhältnissen miteinander mischen. Es war aber nicht vorauszusehen, dass, wenn ein solches Gemisch von Nitrosylchloridgas und Chlor zur Verdampfung gebracht wird, das dampfförmige Gemisch beider Komponenten in demselben Verhältnis bleibt, in welchem sie in flüssigem Zustande gemicht wu-den, Da Chlor bei einem viel höheren Druck verdampft als Nitrosylchlorid, so nahm man an, dass das Chlor zue-st die Mischung verlassen würde und der Chlorgehalt erschöpft sein müsse, bevo.-das Nitrosylchlorid zu verdampfen beginnt. Deshalb lag es fern, für den vorliegenden Zweck des Bleichens von Mehl zur Herstellung des Mischungverhältnisses von den flüssigen Komponenten auszugehen.

   Für das Bleichen von Mehl ist aber die Benutzung der Tatsache, dass das Mischungsverhältnis der Gase dasselbe bleibt, wie dasjenige der flüssigen Mischung, von   ausserordentlicher   Wichtigkeit, weil die verwendeten Mengen äusserst gering sind. Wie die Patentschrift Nr. 49489 ausführt, werden zum Bleichen von 100 kg Mehl nur i   g flüssiges   Gas gebraucht. Dieser-hohe Verdünnungsgrad schliesst auch aus, dass durch das Bleichen mit Nitrosylchloridgas Gift in Nahrungsmittel eingeführt wird. 



  Im übrigen zeigt Mehl, das durch Nitrosylchlorid gebleicht worden ist, nach der Einwirkung der Hefe keine Spur von diesem Bleichmittel. Die Hefe setzt das Bleichmittel um und entfernt es, bevor das Brot in den Ofen kommt. Eine Zel setzung von Nitrosylchlorid in Salzsäure und salpetrige Säure, wie sie bei Gegenwart von Wasser stattfindet, kann in dem Mehl nicht stattfinden, weil nicht genügend Feuchtigkeit vorhanden ist, um das Nitrosylchlorid zu zersetzen, und weil ferner der Farbstoff eine grössere Affinität besitzt als das 

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 Wasser. Wenn übrigens so viel Feuchtigkeit vorhanden wäre, dass jene Reaktion stattfinden müsste, so würde das Gluten in dem Mehl sofort beide Säuren aufnehmen, um neutrale Salze zu bilden, die dann harmlos werden. 



   So bildet der Vorschlag, für die Mischung aus Nitrosylchloridgas und Chlor ein Gasgemisch zu verwenden, welches aus dem Gemisch von verflüssigtem Nitrosylchloridgas und verflüssigtem Chlor entwickelt ist, die Sicherheit, stets ein gleichföriges Bleichgas zu erhalten, das man mit einer Mischung von beiden Gasen in   gasförmigem   Zustande nicht erreichen kann. Es ist   unmöglich, -Luft   durch Salpetersäure und Salzsäure zu blasen, ohne dass flüssige Säurebestandteile in das Mehl mitgenommen werden, ohne dass eine gewisse Menge des Nitrosylchloridgases durch das überschüssige Wasser in der Säure zersetzt wird, wodurch fremde Gasbestandteile in das Gas eingeführt werden, die einen nachteiligen Einfluss auf die Qualität ausüben würden.

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  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Bleichen von Mehl vermittelst einer Mischung aus Nitrosylchloridgas und Chlor, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gasgemisch verwendet wird, welches aus dem Gemisch von verflüssigtem Nitrosylchloridgas. und verflüssigtem Chlor entwickelt ist.
AT82751D 1912-08-01 1912-08-01 Verfahren zum Bleichen von Mehl vermittelst einer Mischung aus Nitrosylchloridgas und Chlor. AT82751B (de)

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