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Sicherheitsvorrichtung für Höhenkraftmaschinen.
Es ist bereits bekannt, ein Drosselorgan beispielsweise dadurch der jeweiligen Höhenlage entsprechend einzustellen, dass auf einen das Betätigungsgestänge beeinflussenden Kolben eine Saugwirkung ausgeübt wird, wodurch sich dieser und in weiterer Folge das Drosselorgan verstellt ; beim niederen Flug, also bei hohem Atmosphärendruck, wird infolge der stärkeren Saugwirkung die Frischgasleitung gedrosselt, in der Höhe aber, infolge der in Abhängigkeit von dem abnehmenden Atmosphärendruck immer schwächer werdenden Saugwirkung, die Leitung immer mehr geöffnet. Wenn aber beispielsweise die Saugpumpe versagt oder die Leitung zur Saugpumge unterbrochen wird, so hört die Saugwirkung ganz auf und infolgedessen öffnet das Drosselorgan vollständig. Das Drosselorgan bleibt mithin ständig in jener Lage, in'der es sich in der grössten Höhe befindet.
Wenn nun das Flugzeug heruntergeht, so tritt keine Drosselung ein und die Maschine arbeitet ständig mit voller Ladung, also mit Überverdichtung, der sie nicht gewachsen ist.
Dass nun derartige Fälle, insbesondere bei Kampfflugzeugen, wo Schüsse in die Saugpumpenleitung leicht erfolgen können, die grösste Gefahr für den Piloten bedeuten, ist klar, denn wenn übersehen wird, dass die Maschine mit voller Ladung arbeitet und in diesem Zustand das Flugzeug niedergeht, so ist die Zertrümmerung der Maschine unvermeidlich, da sie dem durch den höheren Atmospärendruck bedingten gesteigerten Verdichtungsdruck nicht gewachsen ist.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun eine Einrichtung, die bei Unterbrechung der Beeinflussung des Drosselorgans eine selbsttätige Verstellung desselben hervorruft, derart, dass ein vollständiger Abschluss der Saugleitung bzw. eine Drosselung bis in die Grenzlage eintritt, also die Maschine ganz abgestellt oder bis zum Höchstmasse gedrosselt wird. Hört mithin die Saugwirkung auf den das Drosselorgan beeinflussenden Kolben o. dgl. aus irgendeinem Grunde auf, so erfolgt selbsttätig ein Abschluss bzw. eine Drosselung der Zuleitung zur Maschine.
Der Pilot ist nun wohl gezwungen, herunterzugehen, aber hierbei nicht der Gefahr ausgesetzt, dass durch übermässige Erhöhung des Verdichtungsdruckes die Maschine in Trümmer geht.
Erreicht wird diese Sicherung gemäss der Erfindung dadurch, dass dem das Drosselorgan beeinflussenden Kolben o. dgl. eine derart grosse Bewegungsmöglichkeit gegeben wird, dass er bei Aufhören der Beeinflussung durch die von dem atmosphärischen Druck abhängige Saugwirkung durch Federkraft o. dgl. soweit verschoben wird,. dass er dasDrosselorgan in eine Einstellung bringt, in der ein vollständiger Abschluss bzw. eine entsprechende Drosselung der Zuleitung zur Maschine erfolgt.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch veranschaulicht. In die Zuleitung 1 zur Maschine ist eine Drosselklappe 2 eingebaut, die durch ein Gestänge 3 mit einem in einem Zylinder 4 verschiebbaren Kolben 5 in Verbindung steht. Der Kolben 5 ist unter die Wirkung einer Feder 6 gesetzt, die ihn ständig nach links in die Endstellung zu drücken sucht.
An den Zylinder 4 ist eine Saugleitung 7 angeschlossen, die zu einer Saugpumpe o. dgl. führt.
Entsprechend dem atmosphärischen Aussendruck übt die Pumpe eine grössere oder geringere Saugwirkung aus, so dass sich dementsprechend der Kolben entgegen der Wirkung der Feder 6 mehr oder weniger verstellt, und zwar desto mehr nach rechts wandert, also die Drosselklappe 2 schliesst, je grösser die Saugwirkung ist.
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Unten, wo der grösste Atmosphärendruck herrscht, ist mithin die Leitung 1 am meisten gedrosselt und öffnet immer mehr, je mehr die Saugwirkung nachlässt, also je höher das Flugzeug steigt.
Hört die Saugwirkung aus irgendeinem Grunde, beispielsweise durch Bruch der Leitung 7 auf, so kann die Feder 6 ungehindert zur Wirkung kommen und drückt den Kolben 5 ganz nach links, wodurch die Drosselklappe 2 vollständig umgedreht wird (strichpunktierte Stellung) und die Leitung 1 drosselt.
Es ist selbstverständlich, dass es nicht unbedingt erforderlich ist, eine Drosselklappe anzuordnen, derselbe Zweck könnte auch durch einen Schuber o. dgl. erreicht werden. Bedingung ist nur, dass dem Kolben eine derart grosse Bewegungsmöglichkeit gegeben ist, dass er, nur von der Feder beeinflusst, das Drosselorgan in die entsprechende Endstellung bringen kann.
Statt unter Saugwirkung, könnte der Kolben auch unter Druckwirkung gestellt sein, in welchem Falle sich die Anordnung umkehrt.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Sicherheitsvorrichtung für Höhenkraftmaschinen, bei denen je nach der Höhenlage des Luftfahrzeuges ein in die Zuleitúng zur Maschine eingebautes Drosselorgan mehr oder weniger abgeschlossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Hub des das Drosselorgan (2) steuernden, vom Atmosphärendruck beeinflussten federbelasteten Kolbens (5) o. dgl. so gross bemessen ist, dass beim Aufhören der Beeinflussung eine so weite Verschiebung des Kolbens erfolgt, dass das Drosselorgan einen Abschluss bzw. eine Drosselung der Zuleitung bis zur. Grenzlage bewirkt.