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Verstellbarer Sitz.
Gegenstand der-Erfindung ist ein Sitz für Bahnwagen, Omnibusse, Gärten u. dgl. mit einer Sitzfläche und einer verstellbaren Rückenlehne, die von der einen Seite der Sitzfläche nach der anderen Seite, ohne dass sie gedreht zu werden braucht, hinübergeklappt
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Sitzfläche und der Lehne in der Weise vermittelt. dass für jede Lage. in die die Sitzlehne gebracht wird, die Sitzfläche eine für den Sitzenden bequeme Neigung einnimmt.
Die Erfindung bezieht sich darauf, dass die die Sitzfläche tragenden Träger an ihrer Unterseite etwa in der Mitte ihrer Länge mit einem Ausschnitt und an ihren Enden, ebenfalls an der Unterseite, mit Schrägflächen versehen sind, die mit Schwellen, deren Oberflächen ebenfalls geneigt sind und die zwischen den beiden Seitenträgern gelagert sind, zusammen-
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sie die Träger bei dem Umlegen der Lehne von der einen Seite nach der anderen in Bewegung setzen. Bisher hat man diesen Zweck dadurch erreicht, dass man durch das Umlegen der Lehne eine gekröpfte Welle drehte, an der Kämme, die mit nach unten hängenden Ösen an jedem Ende des ausgeschnittenen Teiles der Träger zusammenarbeiteten, befestigt waren.
Gemäss der Erfindung ist in dem ausgeschnittenen Teil der Träger zwischen den
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Querwellen, die die Sitzlehne mittels paralleler oder annähernd paralleler Lenker stützen, mit Rädern versehen sind, die in die Zahnstange eingreifen und den Träger in Bewegung bringen, wenn die Lehne von der einen Seite nach der anderen herübergeschwenkt wird.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen dargestellt. Fig. i stellt einen Sitz gemäss der Erfindung mit fortgenommener Sitzplatte
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An jeder Seite liegt an der Seitenwand des Sitzes ein Träger 1. Die Unterseite eines jeden Trägers'ist an den Enden mit den Schrägflächen 7, 8 versehen, die auf den an den
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den Schrägflächen ist der Träger mit einem ausgeschnittenen Teile oder einer Aussparung versehen, in der die zu dem erwähnten Zweck dienende Zahnstange 9 untergebracht ist.
Um die Bewegung der Träger auf die Sitzlehne zuübertragen, sind die Schräg flächen 7, 8 an jedem Ende der Träger an beiden Seiten mit seitlichen Flanschen und die Schrägflächen der Schwellen 3, 5 mit Führungen 2, 4 versehen, die die Flanschen überlappen und dabei die Täger gegen senkrechte und seitliche Verschiebungen sichern. Auf der Oberfläche der Träger sind aufrecht stehende, winklige Anschläge 6 angebracht. die die Ecken der Sitzplatte einschliessen und die Sitzplatte in ihrer Lage halten, so dass sie sich mit den Trägern bewegen'kann.
Die Schrägnächen ?, und der Träger 9 werden am besten als konvexe Flächen ausgebildet, die denselben oder ähnlichen Krümmungsmittelpunkte haben. In geeigneter Weise sind an jeder Seite der Rückenlehne 10 Arme 22 befestigt, mit denen bei-M, die oberen Enden von parallelen oder annähernd parallelen Stangen 11, 12 drehbar verbunden sind. Das untere Ende der Stange 12 ist mittels einer Nabe auf einer in den Trägern der Seitenwände gelagerten Welle 14 befestigt, während das untere Ende der Stange 11 mittels einer Nabe 26 drehbar auf dem Bolzen oder Dorn H gelagert ist. Diese Stangen halten die Rückenlehne in einer für den Sitzenden günstigen Lage, wobei die Arme 11 durch Anschläge 17 gestützt sind. Wenn die Sitzlehne umgestellt wird, so vollführt die Welle 14 eine teilweise Drehung.
Diese Drehung wird auf die auf der Welle 14 befestigten Zahnräder oder -Segmente 19, die mit den auf den Wellen 13 drehbar gelagerten Zahnrädern oder-Segmenten 20 in Eingriff stehen, übertragen. Die letzteren greifen wieder in die an den Trägern 1 angebrachten Zahnstangen 9 ein und bewirken eine Verschiebung der Träger in ihrer Längsrichtung. so dass die Schrägflächen an dem einen Ende auf ihren Führungen abwärtsgleiten können und die Schrägflächen an dem anderen Ende zugleich nach oben gleiten und so dem Sitze die gewünschte Neigung verleihen,
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Die Welle 14, die das feste Rad oder Segment 19 trägt, ist mit ihren beiden Enden in den Seitenwänden des Sitzgestelles gelagert ;
die Wellen oder Bolzen 13 jedoch, auf denen die losen Räder gelagert sind, sind als einheitlich am Gestellrahmen befestigte kurze Bolzen ausgebildet. An den freien Enden sind diese Wellen oder Bolzen 13 mit den Wellen 14 mittels einer Stange oder eines Armes 24 verbunden, damit die Wellen oder Bolzen 13 in einer zur Welle 14 parallelen Lage gehalten werden. Diese Arme oder Stangen 24 sind an ihren Enden mit Augen versehen, die ausgebohrt sind, so dass sie auf die Wellen 13 und 14 geschoben werden können ; auf den Wellen 13 werden die Stangen dann durch eine Schraube oder durch einen durch das Auge und durch die Welle führenden Splint 25
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Neigung. Das lose Rad oder Zahnsegment 20 ist so bemessen, dass es zugleich in die Zahnstange 9 und in das Rad oder Segment 19 eingreift.
Durch die Flanschen und deren Führungen 2 werden die durch Splinte o. dgl. in ihrer Lage festgehaltenen Zahnsegmente 20 mit den Zahnstangen 9 in Eingriff gehalten. Der Bewegungszusammenhang zwischen der Lehne ist derart, dass, wenn z. B. die Lehne nach rechts herübergeschwenkt wird, der Sitz nach links gleitet. Um die Vorrichtung auseinandernehmen zu können, hat man nur nötig, die das Rad 20 und die Stange 24 haltenden Splinte zu entfernen, die Verbindungsstange 24 auf der Welle 14 soweit zu verschieben, dass sie von dem Bolzen 13 herunter gleiten, und dann das Rad in der Längsrichtung der Welle 13 zu verschieben. Dadurch kommt die Zahnstange 9 ausser Eingriff und der Träger 1 kann dann aus seinen Führungen entfernt werden.
In Fig. 4 und 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der die Schrägflächen 7r., 8x und die Zahnstangen nicht konvex, sondern konkax ausgebildet sind, Bei dieser An-
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angebracht. Der Sitz verschiebt sich dann nach derselben Seite, nach der die Lehne umgelegt wird.
PATENT-AN SPRÜCHE : I. Verstellbarer Sitz, dadurch gekennzeichnet, dass die das Sitzbrett aufnehmenden Träger (1), die an ihren Enden an der Unterseite mit Schrägflächen (7, 8), die auf entsprechenden Schrägflächen an der Oberseite der Schwellen (3, 5) ruhen, versehen sind, zu Zahnstangen (9) in einer Aussparung zwischen den Schrägflächen ausgebildet sind und dass die die Sitzlehne mittels zweier paralleler oder annähernd paralleler Stangen (11, 12) abstützenden Wellen (13, 14) mit Zahnrädern oder-Segmenten (19, 20) versehen sind, die die Zahnstangen (9) und damit die Träger (1) und die Sitzfläche (23) verschieben,
wenn die Sitzlehne (10) verstellt wird.