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Reihensämaschinen.
Vorliegend.'Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung der im Stammpatente Nr. 80610 beschriebenen Vorrichtung zur Entnahme von Körnern aus einem Vorratsbehälter in einer fortlaufenden Reihe, insbesondere für Sämaschinen und bezweckt, den Übelständen abzuhelfen, die sich ergeben, wenn die Körner aus dem Auslaufrohr herausfallend noch eine ziemliche
Hohe bis zum Erdboden zu durchmessen haben. Denn da die verschiedenen Körner nicht alle dieselbe Form und Grösse haben, so werden sie durch den Luftwiderstand in verschiedener
Weise beeinflusst und fallen also nicht alle gleich rasch. Sie erreichen also den Boden nicht in gleiche, sondern in ungleichen Zwischenräumen.
Deshalb ist es bei den Reihen- sämaschinen o. dgl. nötig. das im Stammpatente erwähnte Särohr möglichst tief, d. i. in die Furche selber, zu verlegen, was durch den Einbau des Vorratsbehälters und des Särohres in das Säschar erreicht wird. Dementsprechend sind auch noch Anordnungen getroffen, um die Neigung des Säschares und damit des Särohres von Hand oder automatisch verändern zu können. Bemerkt wird jedoch, dass die in den Patentansprüchen gekennzeichneten Einrichtungen an sich und einzeln bei Sämaschinen bereits Anwendung gefunden haben und dass sie durch das vorliegende Zusatzpatent nur dann unter Schutz gestellt erscheinen. wenn sie bei einer in den Schutzumfang des Stammpatentes Nr. 80610 fallenden Sämaschine verwendet werden.
Die Fig. i bis der Zeichnung zeigen eine schematische Darstellung der in Betracht kommenden Teile der Sämaschine, und zwar in zwei beispielsweisen Ausführungsformen.
Das Särohr 2 ist in dem Säschar 11 angeordnet und wird mittels der Rollen oder Räder 12 angetrieben, auf denen das Säschar läuft. Der Antrieb geschieht, wie bei dem Stammpatente, durch Vermittlung einer passenden Übertragung . Der SaatbehÅalter 1, aus dem das Rohr : 2 schöpft, steht gleichfalls in unmittelbarer Verbindung mit dem Säschar. Oben auf dem Fahrgestell ist ein grösserer Saatgutbehälter 7-3 angeordnet, aus dem die unterhalb liegenden Behälter 1 ihre Füllung auf beliebige Weise entnehmen.
Um nun das Säschar 11 und damit die Rohre 2 in der gewünschten Neigung gegen die Wagerechte einstellen zu können, ist eine durch den Hebel 14, 15 zu bewegende Hehel- übertragung angeordnet. Hierbei ist nach Fig. i dieser Hebel um die Drehachse 16, die neben der Wagenachse 4 liegt, drehbar. Das dem Handgriff 14 gegenüberliegende Ende 15 des Hebels trägt eine in wagrechter Führung verschiebbare Stange 17 angelenkt. Diese ist ihrerseits wieder an einer um das Gelenk 18 drehbaren Stange 19 angelenkt, an der unten das Säschar 11 befestigt ist.
Indem man den Handgriff 14 bei dem Fahren über geneigt liegenden Boden entsprechend einstellt, kann man so das Säschar 1 auch entsprechend einstellen, so dass dessen Neigung gegen die Wagrechte immer die von der Natur des Saatgutes geforderte Grösse besitzt.
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gewisser Grenzen immer von selbst einstellt. Hierbei ist der obere Saat behälter 13 auf der oberhalb der Hauptachse-7 gelegenen Achse 76 angeordnet, um die der Hebel 14, 15
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beiden Armen des Hebels angelenkte Stangen 20 tragen das Säschar und die mit ihm verbundenen Teile.
Ein unterhalb der Achse 76 angeordnetes, mit seiner Schwerpunktlage möglichst tief nach unten gedrücktes, mit dem Kasten 1-5 starr verbundenes Gewicht 21 sorgt dafür, dass der Kasten 1. und die mit ihm verbundenen Teile möglichst genau senkrecht stehen, so dass die gewünschte Lage des Saschars auch gewahrt bleibt, wenn der Hebel 14 nicht festgestellt wird.
Da gewöhnlich eine grössere Anzahl von Sahscharen nebeneinander verwendet wird, so können die Stangen 20 nicht alle unmittelbar mit dem Hebel 14, 15 verbunden sein.
Stangen 22 sind deshalb vorgesehen, die mit den Hebeln 14. 15 einen festen Rahmen bilden, und an die die Stangen 20 angreifen können.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Reihensämaschine nach dem Stammpatente Xr. 80610. dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (1) und das SÜrohr (2) in das Säschar (11) eingebaut sind.