AT81199B - Verfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aVerfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aus Pflanzen. us Pflanzen. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aVerfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aus Pflanzen. us Pflanzen.

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  Verfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aus Pflanzen. 



   Es ist bekannt, dass zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aus Pflanzen die   Pflanzensäfte   durch Erhitzen oder durch Zusätze von neutral reagierenden chemischen Körpern oder Säuren gereinigt werden. Dabei kommt es darauf an, die schädlichen Nichtinulinstoffe in eine unschädliche Form überzuführen, um einerseits eine leichte Auskristallisation, andererseits die Erzielung reinen Inulins zu sichern. Diese Methoden lassen das Ziel nicht vollkommen erreichen, weil das gewonnene Inulin wiederholt aus Wasser umkristallisiert werden muss, wodurch das Verfahren verteuert und unrentabel gemacht wird. 



   Der Erfinder hat ermittelt, dass die   Überführung   der schädlichen Inulinstoffe in eine unschädliche Form am besten und vollkommensten durch Zusätze von alkalisch reagierenden Körpern unter Mitwirkung von Wärme erfolgt, wobei darauf zu achten ist, dass die Lösungen auch stark alkalisch bleiben, d. h. die Mengen der alkalischen Zusätze sind bis zu einer   solchen Alkalitätsgrenze   zu wählen, dass bei der Behandlung der Säfte eine Fällung nicht mehr eintritt. 



   Es ist zwar bereits bekannt, Rübensäfte durch Kalkzusatz zu reinigen, ein Verfahren, welches sich jedoch von der Erfindung dadurch unterscheidet, dass man hier die Reinigung der Säfte mit erheblich geringerem Kalkzusatz vornehmen muss als wie es bei der Reinigung von Rübensäften der Fall ist.

   Würde man den Kalkzusatz wie bei der Reinigung von Rübensäften üblich wählen, so würde ein die rationelle Gewinnung des Inulins schädigendes Ausfällen und Zerstören des Inulins eintreten ; es würde ein deraltiger Kalkzusatz eine Erhöhung der   Viskosität   und damit einer Erschwerung oder Verhinderung der Trennung der Mutterlauge von der   Kristallmasse     hervonufen.   Ausserdem würde der bei der Rübensaftbehandlung übliche Kalkzusatz die Bildung von Karamel und gummiartigen Verbindungen aus den das Inulin begleitenden Kohlenhydraten (wie Laevulose, Helianthin, Inulein, Pseudoinulin, Synanthrin, Laevulin) verursachen, die das Auskristallisieren des Inulins beeinträchtigen. 



   Die Beschaffenheit des Rübensaftes und das Auskristall sieren des Zuckers bedingen ein möglichst intensives Einwirken des Kalkes auf die Rübensäfte, weshalb man gezwungen ist, bei der Scheidung der Rübensäfte sehr grosse Mengen Kalk   (z'g-''/o   vom Rübengewicht) anzuwenden. Im Gegensatz hierzu ist die Anwendung solcher grossen Mengen Kalk bei der Gewinnung des Inulins aus   Pflanzensäften unzulässig,   infolge der leichten Fällbarkeit und Zersetzlickeit des Inulins und der ungünstigen Einwirkung des Kalkes auf die Nichtinulinstoffe.

   Deshalb werden erfindungsgemäss die Zusätze der alkalisch reagierenden   Körper so bemessen,   dass eine bestimmte Alkalitätsgrenze erreicht und nicht überschritten wird, derart, dass die Pflanzensäfte mit den Mengen der alkalisch reagie enden Körper vermischt werden, bis eine Fällung nicht mehr eintritt. Hierzu genügen für gewöhnlich sehr geringe Mengen der alkal.sch wirkenden Körper, bei Anwendung von Kalk etwa nur   o'T-o'''/vom   Gewicht der inulinhattigen Wurzeln. 



   Als alkalisch reagierende Körper können hauptsächlich dienen : Natrium-, AmmoniumKarbonat oder-Hydroxyd, dann Kalzium-, Strontium-, Baryum, Magnesium-Hydroxyd. 



   Im nachstehenden werden einige Beispiele für   E) da) kaiien, Atkati-Karbonate   und   Ätzalkalien   angegeben, wobei die Gewinnung des Inulins aus Dablienknollen in Betracht 
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   Beispiel I : Erdalkalien.   



   Der   ausgepresste   oder ausgelaugte Saft von 100 kg Wurzeln wird auf zirka 600 C erwärmt und mit   O-i-0'3 CaO   (in Form von Kalkmilch) versetzt ; dabei scheidet sich ein voluminöser Niederschlag aus und der Saft nimmt eine schwach gelbliche Färbung an. Die Reaktion wird nach einer halben Stunde durch Fällung des Kalks mittels Kohlensäure unterbrochen. Schliesslich wird der Saft filtriert. Das Filtrat wird im Vakuum auf etwa die Hälfte eingedickt, abgekühlt, geschleudert und direkt in der Zentrifuge solange gewaschen, bis das   Inulinmehl weiss   wird. 



   Beispiel II : Alkalikarbonate. 
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 erwärmt, mit zirka   o'g Ag kalzinierter Soda   versetzt und nach etwa einer halben Stunde von dem geringen Niederschlag abfiltriert. Die Alkalität des hellroten Filtrats wird, gegebenenfalls mit Mineralsäure, abgestumpft, um die weitere Wirkung der Soda auf- 
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   Beispiel III : Ätzalkalien.   



   Der ausgepresste oder ausgelaugte   Saft von 100 Ag Wurzeln   wird auf zirka   600   erwärmt, mit   o'i-o' & g Natriumhydroxyd   versetzt und eine halbe Stunde bei dieser Tempelatur gelassen. Für den Fall, dass ein Niederschlag entsteht, wird der rotgelbe Saft filtriert. Die Alkalität des Saftes wird schliesslich wie bei Beispiel II vor dem Eindicken 
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Im allgemeinen ist darauf zu achten, dass die Menge der alkalisch reagierenden Körper nach der oben angegebenen Regel bemessen wird. Sind die Säfte derart, dass ver-   hältnismässig viel von   den alkalischen Körpern angewandt werden muss, dann muss auch die Reaktionstemperatur entsprechend niedrig gehalten werden, um eine zu intensive Wirkung der alkalisch reagierenden Körper zu vermeiden. 



   Es ergibt sich aus Vorstehenden, dass nach der Erfindung, im Gegensatz zu den bis jetzt bekannten Verfahren, das Inulin nicht ausgefällt wird, so dass-bei Anwendung von Erdalkalien-auch nicht, wie früher, unlösliche Erdalkalisalze des Inulins entstehen, sondern abgesehen von einer grösseren oder geringeren teilweisen   Ausfällung der Nicht-   nulinstoffe   eine Unschädlichmachung   des Restes demselben erfolgt, derart, dass sie das Auskristallisieren des reinen Inulins nach dem Eindampfen nicht mehr hindern. 



   Durch die Erfindung hat man dann auch die Möglichkeit, aus einem bereits reinen Inulin auch reine Laevulose, sowie die sonstigen Abbauprodukte des Inulins (z. B.   Karamel   and Dextrine) zu gewinnen. 



   Erwähnt sei noch, dass man die Unschädlichmachung der Nichtinulinstoffe auch in Lösungen von rohem Inulin vornehmen kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aus Pflanzensäften, dadurch gekennzeichnet, dass die schädlichen Nichtinulinstoff durch Zusätze von stark alkalisch eagierenden Körpern unter Mitwirkung von Wärme teils ausgefällt, teils in eine unschädche Form übergeführt werden, wobei die Mengen der alkalischen Zusätze bis zu einer olchen Alkalitätsgrenze zu wählen sind, dass bei der Behandlung der Säfte eine Fällung icht mehr eintritt.
AT81199D 1917-07-27 1917-07-27 Verfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aVerfahren zur Gewinnung von Inulin und Laevulose aus Pflanzen. us Pflanzen. AT81199B (de)

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