AT79933B - Verfahren zur Entgasung von Kohle und dgl. Verfahren zur Entgasung von Kohle und dgl. - Google Patents

Verfahren zur Entgasung von Kohle und dgl. Verfahren zur Entgasung von Kohle und dgl.

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Hugo Strache Dr Hugo D Strache
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Hugo Strache Dr Hugo D Strache
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  Verfahren zur Entgasung von Kohle und dgl. 



   Die Erfindung betrifft das bekannte Verfahren zum Entgasen von Kohle und dgl., welchem gemäss dem zu entgasenden Materiale die nötige Wärme nicht durch von aussen beheizte Retorte wände, sondern durch ein die Kohlenstücke umspülendes erhitztes Gas zugeführt wird. Zweck der Erfindung ist, diese Wärmeübertragung in möglichst ökonomischer Weise durchzuführen. 



   Erfindungsgemäss wird das Gas, welches sich beispielsweise in einem Generator infolge Aufruhens des zu entgasenden Materiales auf einer glühenden Koksschichte entwickelt, in eine auf und ab gehende Bewegung versetzt. Die Hin-und Herbewegung der Gase kann durch einen Kolben bewirkt werden, welcher in einem an den Gaserzeugungsapparat angeschlossenen Zylinder verschiebbar ist. An Stelle eines hin und her gehenden Kolbens kann auch ein Gebläse verwendet werden, welches das Gas in der einen und in der anderen Richtung befördert. Schliesslich kann die hin und her gehende Bewegung dadurch erzielt werden, dass zwei kleine Gasbehälterglocken vor und hinter dem Entgasungsraum angeordnet sind, welche wechselweise auf-und abwärts bewegt werden.

   Die beiden Glocken können auch durch eine einzige ersetzt werden, die sich in einem abgeschlossenen Raume bewegt, so dass beim Steigen der Glocke das Gas unterhalb derselben angesaugt, oberhalb derselben aber herausgetrieben wird. Eine auf und ab gehende Bewegung dieser Glocke hat dann die gewünschte Hin-und Herbewegung der Gase zur Folge. 



   Zur Ausführung des Verfahrens kann der in der Zeichnung dargestellte Apparat verwendet werden. Ein Generator G besitzt in der Mitte eine Abführung a für die Verbrennungsgase und eine Umgangsleitung bl, bu, welche die Bewegungsvorrichtung c enthält. Hier ist als solche beispielsweise eine Glocke mit Wasserverschluss dargestellt, die sich in einem geschlossenen Gehäuse auf und ab bewegt. Der Unterteil des Generators G wird durch Einblasen von Luft bei geöffnetem Schieber d warmgeblasen und die Warmblasegase entweichen durch die mittlere Ableitung a und das Schornsteinventil e in den Schornstein o. Der oberhalb dieser Ableitung befindliche Oberteil K des Generators wird mit frischer Kohle beschickt. Es wird nunmehr die Windzufuhr bei d abgestellt und die Schornsteinklappe e geschlossen.

   Wird nun die Glocke in   c   auf und ab bewegt, so wird im Umlaufrohre   b1,        und folglich auch im Generator eine Auf-und Abbewegung der Gase hervorgerufen und dadurch die Wärme aus dem warmgeblasenen, mit Koks gefüllten Unterteile G in den frisch mit Kohle beschickten Oberteil K befördert und die 
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 so dass keine genügende Wärmeübertragung mehr stattfindet, werden das Schornsteinventil e und der Windschieber   d   wieder geöffnet und auf diese Weise der Generator G neuerlich warmgeblasen. Die Gasentnahme muss nicht notwendigerweise aus dem Oberteile des Generators erfolgen, sondern man kann das Gas auch in der Mitte des Generators, also etwa bei a entnehmen.

   In diesem Falle muss das Gas'den heisseren Mittelteil des Generators durchstreichen, wodurch eine vollkommener Zersetzung der Teerdämpfe hervorgerufen wird. Will man diese Zersetzung noch weiter steigern, so kann man das Gas an einer noch tiefer gelegenen Stelle entnehmen. 



  Die Temperatur des Generatorunterteiles G kann durch die Dauer des Warmblasens auf jede   beliebige Höhe gebracht werden ; sie kann auch so niedrig gehalten werden, dass nur eine Zersetzung der Teerdämpfe stattfindet oder so hoch, dass auch eine Zersetzung der Kohlenwasserstoffe   

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 des Gases herbeigeführt wird. Man kann auch das Gas aus dem untersten Teile des Generators G entnehmen, so dass das Gas gezwungen ist, die ganze glühende Kokssäule im Unterteile des Generators zu durchstreichen und dabei eine vollständige Zersetzung der Teerdämpfe oder auch der Kohlenwasserstoffe erfährt. 



   Da nun bei 700 bis 800  das Warmblasen der Kokssäule in sehr wirtschaftlicher Weise vor sich geht, indem bei dieser Temperatur der Koks im wesentlichen zu Kohlensäure verbrennt und weil diese Temperatur auch zur Zersetzung der Teerdämpfe sehr gut geeignet ist, so lässt sich auf diese-Weise eine sehr gute Wärmeausnutzung erzielen. 



   Will man dagegen die Zersetzung des Gases so weit treiben, dass reiner Wasserstoff entsteht. so ist auch dies mit dem beschriebenen Apparat möglich. Man muss dann nur die Kokssäule auf eine Temperatur von mehr als   12000   warmblasen, so dass eine vollständige Zersetzung der Kohlenwasserstoffe erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Entgasung von Kohle und dgl., bei dem die auf eine zeitweise heisszublabendt Koksschicht in einem Generator eingeführte Kohle von erhitzten Gasen umspült wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas im Generator in Auf-und Abbewegung versetzt und dabei an dct glühenden Koksschichte erhitzt wird, so dass es die Hitze von der Wärmequelle auf die zu entgasende Kohle gleichmässig überträgt. EMI2.1
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