AT78289B - Verfahren zur Herstellung eines klaren, haltbaren Getränkes aus Molken. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines klaren, haltbaren Getränkes aus Molken.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines klaren, haltbaren Getränkes aus Molken. 



   Bekanntlich enthalten die bei der Käsebereitung als Nebenprodukt entstehenden Molken noch ziemlich viel Eiweiss in gelöstem Zustande. Dieses kann durch Zusatz von Säure und gleichzeitiger Erhitzung zum grössten Teile abgeschieden werden, ein Prozess, der im Gebiete der Hartkäsebereitung je nachdem   als"'orbrechen"oder als"Zigern"bezeichnet wird und   von   altershey   üblich ist. Es ist auch in neuerer Zeit bereits versucht worden, haltbare Getränke aus Molke ; n zu bereiten, indem man sie einer alkoholischen Gärung oder einer Milchsäuregärung   unterwarf.   Diese Verfahren befriedigen aber nicht, da solche Produkte wegen der in ihnen enthaltenen Mikroorganismen in steter Umwandlung begriffen sind und daher eine sehr ungleichmässige Beschaffenheit aufweisen.

   Auch die Filtration von Molken, die eine Milchsäuregärung   durchgemacht   haben, schützt nicht vor späterer Veränderung, da das erhaltene Filtrat noch genügend   Bakteriennährstoffe   enthält, um bei Zutritt geeigneter Mikroorganismen wieder in Gärung zu geraten. 
 EMI1.1 
 gezogen werden, um den während der Gärung erreichten Säuregrad für irgend weiche Zeitdauer beizubehalten. 



   Bei dem den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Verfahren werden nun die Molken in einen Zustand übergeführt, in welchem sie für   Gärungsorganismen   keinen geeigneten Nährboden mehr bilden, somit vor weiterer Veränderung geschützt sind. Das Ziel wird dadurch erreicht, dass man aus den Molken mit Hilfe abwechselnder   EiweiBabscheidungs-und   Filtrationsprozesse die Eiweissstoffe möglichst entfernt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass die wiederholte Einwirkung von Säuren unter Erhitzung der Molken den gewünschten Zustand nicht herbeizuführen vermag, wohl aber wiederholte Milchsäuregärung mit anschliessender Erhitzung und   da. zwischengeschaltet. er   Filtration.

   Dieser neue Weg ermöglicht es, die Molken stufenweise und mit Sicherheit von einer wichtigen Bakteriennährstoffquelle zu befreien, indem sie bei jedem einzelnen Ausscheidungsprozesse vom löslichen in den unlöslichen Zustand übergeführten   Eiweissstoffe   durch die nachfolgende Filtration für immer ausgeschaltet und damit der Möglichkeit entzogen werden, wieder in die lösliche Form überzugehen und von neuem die
Rolle eines   BakteriennährstoSes   zu spielen. 



   Auch hieraus geht mit aller Deutlichkeit die Verschiedenheit der vorliegenden Erfindung von der schon erwähnten, in der britischen Patentschrift Nr. 23127 beschriebenen hervor. Während das vorliegende Verfahren auf eine planmässige Verarmung der Molken an Bakterien-   nährstoffen abzielt, findet sich eine ähnliche Absicht in jener britischen Patentschrift nicht einmal angedeutet ; im Gegenteile, der Patentnehmer erhebt noch den besonderen Anspruch.   sein filtriertes und sterilisiertes   Molkengetränk   nach Belieben mit Milchsäurebakterien zu impfen,   1. Un   von neuem eine Gärung hervorzurufen. 



   Das Verfahren kann beispielsweise folgendermassen ausgeführt werden :
Man erhitzt Käsereimolke bis zum Kochen und bringt durch Zusatz von Säure, z. B. 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 werden wie vorher durch das Pressfilter beseitigt. 



   Die Flüssigkeit hat nach dieser Behandlung nicht mehr die Eigenschaft, als Nährboden für die Entwicklung von die Haltbarkeit schädigenden Mikroorganismen zu dienen. 



   Das Produkt kann nunmehr gewünschtenfalls durch Zugabe von Süssstoffen, durch Einpressen von Kohlensäure unter Beigabe eines gewünschten Aromas in ein limonadenartiges Getränk   übergeführt   werden, auch kann man die Flüssigkeit als gleich trinkfertig in Flaschen füllen. Als   Süssstoss   kann man für je 100   I   der nach diesem Verfahren erhaltenen   Molkennüssigkeit   eine durch Kochen von 5 kg kristallisiertem Zucker in 10   I   Wasser erhaltene, mit einem halben Eiweiss geklärte und nachträglich filtrierte Zuckerlösung benutzen. 



   Gegebenenfalls kann der Zucker der von den Eiweissstoffen befreiten Flüssigkeit schon bei der letzten Erhitzung bzw. vor der letzten Filtration zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines klaren, haltbaren Getränkes aus Molken, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Beseitigung der eine Nährstoffquelle für Bakterien bildenden Eiweiss- EMI2.2 ausgesetzt werden, worauf man die nach Entfernung der ausgefällten Eiweissstoffe erhaltene Flüssigkeit einer wiederholten Milchsäuregärung mit sich jedesmal daran anschliessender Erwärmung und Filtration unterwirft.
AT78289D 1915-07-06 1915-07-06 Verfahren zur Herstellung eines klaren, haltbaren Getränkes aus Molken. AT78289B (de)

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