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Nachstellvorrichtung für Bremsgestänge.
Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für Bremsgestänge zur Regelung der Spielräume zwischen den Radreifen und den Bremsklötzen bei Eisenbahn-und Strassenbahn- fahrzeugen. Die Erfindung besteht im wesentlichen aus einem an einer der Schub-oder Zugstangen der Bremsvorrichtung angebrachten Schraubenschloss, das bei jedem Anziehen der Bremse in einer Richtung zur Verkleinerung des Spielraumes gedreht wird, wobei diese Drehung gehemmt wird, wenn in der Bremsvorrichtung eine Spannung und daraus folgend in den Gewinden des Schraubenschlosses ein Reibungswiderstand entsteht, wonach die weitere Bewegung des das Schraubensjhloss drehenden Mechanismus von einem nachgiebigen Organ aufgenommen wird.
Da nämlich eine Bremsvorr. (htung kein starres System bildet, können die geometrischen Gesetze hot allein die relativen Bewegungen der verschiedenen Organe der Vorrichtung bestimmen.
Prakt'sche Versuche haben auch gezeigt, dass nur etwa ein Viertel des Bremsweges des Bremszylinderkolben der Bewegung der Bremsklötze entspricht. Die übrigen drei Viertel werden zur Biegung, Streckung und zu Formveränderungen des Bremsgestänges verwendet.
Hieraus
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entspricht beim Anziehen der Bremse der Summe der Wege während zwei ganz verschiedenen Perioden, von welchen die eine vom Beginn der Bremsung bis zum Nachstellen der Spielräume, die andere von hier aus bis zum Ende der Bremsung reicht. Die Länge des Weges während der ersten Per (le ist nur von den Spielräumen abhängig, die Länge des Weges in der zweiten Periode dagegenisteineFunktionderbremsendenKraftundderElastizitätderzwischendembetreffenden
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der Spielräume ausschliesslich vom maximalen wege gewisser Organe der Bremsvorrichtung abhängig macht, dies niemals zu einer korrekten Regulierung führen kann, wenn die bremsende Kraft nicht dieselbe ist.
Bei der vorliegenden Vorrichtung ist deshalb die Regulierung nicht wie bei den bisher bekannten Einrichtungen auf dem maximalen Weg eines Bremsorganes, sondern nur auf einem Teil desselben I'asiert. Infolgedessen muss bei der vorliegenden Vorrichtung das regulieiende Organ zwangläufig, und zwar in solcher Weise mit dem Schraubenschloss in Verbindung stehen, dass eine Verkleinerung der Spielräume, wenn dieselben zu gross snd, unmittelbar während des Durchlaufens der oben genannten ersten Periode der Abbremsung erfolgt.
Die bei der zweiten Periode eintretende Spannung und der dadurch entstehende Reibungswiderstand in den Gewinden des Schraubenschlosses hemmt die weitere Drehung des Sehraubenhlosses und verhindert, dass die Verkleinerung der Spielräume die dafür beat mute Grenze überschreitet. Die während der zweiten Periode bei fortgesetzter Bremsung entstehende Arbeit des regulierenden Organes auf das Schraubenschloss wird, wenn die Drehung gehemmt wird, von einem zwischengeschalteten nachgiebigen, z. B. federnden Organ aufgenommen.
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in den Vorrichtungen und der Wirkungsweise und zwar sind die hauptsächlichen Abweichungen von den bisher bekannten Vorrichtungen die folgenden : 1.
Die Narhstellvorrichtung ist zwangläufig mit dem betreffenden Teil der Bremsvorrichtung verbunden, so dass bei jeder Bremsung eine Drehung des Schraubenschlosses erfolgt, wenn diese nicht durch den Reibungswiderstand in den Gewinden des Scbxaabenschlosges, gehemmt wird, 2. Ein nachgiebiges (federndes) Organ ist in Verbindung mit der Nachstellvorrichtung und dem Schraubenschloss eingeschaltet, um die Arbeit des betreffenden Teiles der Bremsvorrichtung aufzunehmen, wenn die Drehung gehemmt wird. 3.
Die Nachstellvorr : chtung wird beim Anbremsen in einer solchen Richtung betätigt, dass das Schraubenschloss die Spielräume verkleinert, d. h. so, dass diese Verkleinerung der Spielräume direkt vor sich geht und nicht wie bei den üblichen Konstruktionen durch Verschiebung eines Gesperres oder dgl., um die Verkleinerung erst beim Losbremsen zu bewirken. 4. Die bei der Bremsung entstehende Spannung in der Bremsvorrichtung wird bei der vorliegenden Vorrichtung zur Begrenzung der Drehung des Schraubenschlosses und somit auch zur Regulierung der Verkleinerung der Spielräume benutzt. 5. Die Verkleinerung der Spielräume tritt vor der eigentlichen Br. msungsperiode ein.
Durch die oben genannte Vorrichtung wird also erzielt, dass weder die E'ast ; zitt der Bremsvorrichtung noch die Kraft, mit welcher die Bremse angezogen wird, einen Einfluss auf die Grösse des Spielraumes ausübt.
In der Zeichnung zeigt Fig. 1 das Schraubenschloss, auf einer Zugstange zwischen den beiden Hebeln eines gewöhnlichen Luftdruckbremszylinders angeordnet. Fig. 2 zeigt eine An- sicht der Fig. 1, von rechts gesehen. Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Schrauben- schloss bzw. die Nachstellvorrichtung. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt desselben. Fig. 5 zeigt eine Ansicht der Nachstellvorrichtung in Verbindung mit einer gewöhnlichen Vakuumbremse. Fig. 6 zeigt eine mit einem kleineren Druckluftzylinder zur Drehung der Schrauben- hülse versehene Vorrichtung und Fig. 7 zeigt einen senkrechten Schnitt durch diese in grösserem Massstabe.
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Na hst'llvorrichtung besteht aus einer Schraubenhülse 5, die auf das mit Gewinde versehene Ende des einen Teiles 4 der Zugstange geschraubt ist und bei Drehung, z.
B. in der durch den Pfeil n Fig. 2 gezeigten Richtung, mittels einer durch den Kolben im Bremszylinder 30 beeinflu ten Bewegungsvorrichtung gedreht werden kann, so dass die Entfernung zwischen den
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hü]s'5 Übertragen, In dem Rohre 24 @egt eine Schraubenfeder 9, von welcher ein Ende 22 durch ein Lo @h im Rohre 24 gesteckt ist, während das andere Ende 23 in einer Aussparung im Ringe 19 hegt, s) dal3 der Ring an der Drehung des Rohres 24 und der Feder teilnimmt. Im Ringe 19
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one weiter Bremsung Spannung in dem Bremsgestänge, wobei Reibungswiderstand in den Gewinden der Schraubenhülse 5 entsteht, so dass eine weitere Drehung derselben verhindert wird
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