AT77030B - Quecksilberschaltröhre. - Google Patents

Quecksilberschaltröhre.

Info

Publication number
AT77030B
AT77030B AT77030DA AT77030B AT 77030 B AT77030 B AT 77030B AT 77030D A AT77030D A AT 77030DA AT 77030 B AT77030 B AT 77030B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
mercury
solenoid
current
interrupter
power supply
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Aeg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg filed Critical Aeg
Application granted granted Critical
Publication of AT77030B publication Critical patent/AT77030B/de

Links

Landscapes

  • Switches That Are Operated By Magnetic Or Electric Fields (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    OueckllberschaltMhre.   



   Die bekannten   Quecksilberschaltröhren   haben den grossen Nachteil, dass sie zuverlässig nur 4 bis 5 Ampere bei höchstens 220 Volt Gleichstrom unterbrechen. Ein weiterer Nachteil 
 EMI1.1 
   bewegten Tauchkemes   in zwei mit je einer Stromzuleitung verbundene Teile   gemhieden   wird, wobei die Stromunterbrechung ausschliesslich zwischen Quecksilber und Quecksilber stattfindet. Die Erfindung betrifft nun eine derartige   Quecksilberschaltröhre   und ermöglicht, bei 220 Volt Gleichstrom 40 bis 50 Ampere und selbst bei 550 Volt noch etwa 30 Ampere dauernd, d. h. in häufiger Folge zu unterbrechen.

   Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass die Quecksilbermasse durch das Anheben des Tauchkernes längs einer mehr oder weniger vollkommenen Kreislinie in zwei konzentrisch liegende, je mit einer Stromzuleitung verbundene Teile geschieden wird. 



  Die Kontaktunterbrechung findet infolgedessen hier im Gegensatz zu dem bekannten Quecksilberschalter mit einseitiger Trennung der Quecksilbermasse längs einer grossen Fläche statt und hierauf beruht eben die Möglichkeit,   grosse Stromstärken   ohne unzulässige Erwärmung bzw. Explosionen zu unterbrechen. Wie Versuche zeigten, ist die Funkenbildung beim Ein- und Ausschalten 80 gering, dass die   Temperaturerhöhung   im   Dauerbetrieb"v nicht   übersteigt. Bei den betreffenden Versuchen folgten   Stromschliessung   und-unterbrechung abwechselnd nach je fünf Sekunden aufeinander. 



   Die neue Röhre eignet sich daher beispielsweise zum periodischen Ein-und Ausschalten umfangreicher Lichtreklamen vorzüglich. Zu diesem Zweck wird sie in Verbindung mit einem selbsttätig in bestimmten Zeitabschnitten wirkenden Schalter verbunden, welcher das Solenoid für den Tauchkern periodisch ausschaltet. Als solcher Taktgeber kann beispielsweise ein Quecksilberschalter dienen, und zwar kann der Taktgeber mit der eigentlichen Schaltröhre zu einem einzigen Apparat vereinigt sein. Dieser Apparat weist trotz seiner doppelten Funktion eine sehr einfache Bauart auf, nämlich nur eine einzige Quecksilberschaltmasse und nur ein einziges Solenoid. Die Zeichnung zeigt   Ausführungsbeispiele   des Erfindungsgegenstandes für diesen Fall.

   Die Schaltröhre gemäss Fig. 1 besteht aus einem röhrenförmigen, in der Mitte er- weiteren, senkrecht stehenden Glasbehälter 1, Der untere   Röhrenteil ist nnt emer Quecksuber-   masse 2 gefüllt, welche auch noch in die Erweiterung hineinragt. An der übergangsstelle beider Teile ist eine Buchse 3 aus isolierendem, feuerfestem Material, wie Porzellan oder Quarzglas   emgekittet,   die bis nahe zur   Quecksilberobernäche   ragt. Infolge. dieser Buchse scheidet sich die Quecksilbermasse beim Anheben des Tauchkernes 6 in die beiden konzentrisch liegenden Teile J und 5. von denen jeder mit einer Zuleitung 7 bzw. 8 verbunden ist. Auf diese Weise kann der Strom für irgend welche Stromverbraucher, z. B. für eine Lichtreklame 9, unterbrochen werden. 



  Um die Unterbrechung und Schliessung selbsttätig in bestimmten Zeiträumen herbeizuführen,   tat   noch eine dritte Stromzuführung 10 vorgesehen, welche von oben bis zur   Quecksilberoberssäche   reicht und daselbst in einem   Kontaktstück   14 aus Eisen, Platin, Kohle, Wolfram, Molybdän 
 EMI1.2 
 Solenoid   14   ist mit der Stromzuführung 10 in Reihe geschaltet. Der Innenraum oberhalb des Quecksilbers wird zweckmässig mit Wasserstoff gefüllt, um die Wärme von der Unterbrechungsstelle rasch abzuleiten. 



    Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende : Beim Schliessen des Handschalters 16 werden die Lampen 9 und das Solenoid 14 eingeschaltet, der Lampenstmm fliesst   über die Stromzuleitung 7, durch die Quecksilbermassc 2 und die   Stromzuführung   8 und zurück zum Netz. der Solenoidstrom über die Stromzuführung 10 und das Kontaktstück II ebentalls zur Quecksilbermasse 2, jedoch zunächst zu dem innerhalb des Rohres 12 befindlichen Teil des Quecksilbers und dann durch die Rohrwand und durch die   ordnung     J5   zum äusseren Teil des   Quecksilbers und zuletzt durch die Stromzuführung 8 zurück zum Netz.

   Durch die Erregung des Solenoides wird der Solenoidankcr 13 mit dem Rohr 12 gehoben, der Quecksilberspiegcl   ausserhalb des Rohres 12 sinkt sofort schnell und hiedurch tritt an der Buchse 3 eine rasche   Trennung des Quecksilbers in einen inneren und äusseren Teil und somit eine Unterbrechung des Lamppnstromcs ein. Das mitgehobene Quecksilber im Innern des Rohres 12 fliesst durch die   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Von dem beschriebenen Ausführungsbeispiel kann in mannigfaltiger Weise abgewichen werden. Insbesondere ist es möglich, die Buchse 3 fortzulassen und die Glaswand des Behälters   1   selbst an der   Übergangsstelle   vom unteren   röhrenförmigen   Teil zur Erweiterung so zu führen, dass eine äussere   ringförmige   Rinne wie durch die Buchse 3 gebildet wird. Zum Schutz gegen zu starkes Erhitzen durch den   Unterbrechungmunken   ist in diesem Fall an der   Übergangsstelle   ein Anstrich von Porzellan vorzusehen. 



   Die quecksilberschaltröhre nach Fig. 1 kann nur für Gleichstrom und Einphasen-Wechselstrom ohne weiteres verwendet werden. In Drehstromnetzen dagegen besteht die Notwendigkeit möglichst gleicher Phasenbelastung, so dass gleichzeitige Unterbrechung mehrerer Leiter erforderlich ist. Hiezu sind mindestens zwei Röhren der in Fig. 1 dargestellten Art oder der sonst bekannten Schaltröhren erforderlich. 



   Die in Fig. 2 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes ermöglichen nun, in Drehstromanlagen mit einem einzigen Schaltrohr alle drei Phasen gleichzeitig zu unterbrechen. Fig. 2 zeigt einen Vertikalschnitt und Fig. 3   m : d 4 zugehörige Horizontalschnitte   für zwei verschiedene   Ausführungsformen.   Die äussere Form und die Bestandteile der hier dargestellten   Schaltröhren   stimmen   grösstenteils   mit denjenigen der Röhren nach Fig. 1 überein und sind wie bei Fig. 1 bezeichnet. Die ringförmige Rinne 4 wird aber hier durch zwei (Fig. 3) bzw. drei (Fig. 4) Falten (Eindrücke) a in zwei bzw. drei muldenförmige Behälter b unterteilt, von welchen jeder eine Zuleitung erhält. 



   Die Leitungen sind, wie Fig. 2 zeigt, so anzulegen, dass die Quecksilbermasse 2 den Stem- punkt bildet. Dabei können die drei Phasen I,   11,     111   der   Stromverbraucher   9 entweder in zwei Mulden und in der Zuleitung 8 zum unteren Teil 5 der Quecksilbermasse oder auch sämtlich in drei Mulden b miinden. je nachdem die Form nach Fig. 3 oder Fig. 4 gewählt ist. 



   Ist im Netz eine Sterupunktleitung vorhanden, so können die drei Phasen auch ungleichmässig belastet werden. Hiezu ist der verkettete Drehstrom den drei Mulden b der Fig. 4 zuzuführen. während die   Sternpun1rtleitung   an Zuleitung 8 gelegt wird. 



   Mit Vorteil lässt sich derselbe Schalter in einem Gleichstrom-Dreileiternetz verwenden zu gleichzeitiger Ausschaltung beider Netzhälften, die dabei auch verschieden belastet sein können. Die beiden Aussenleiter gehen dann über die Stromverbraucher zu den Zuleitungen 7, während der   Nulleiter   an 8 angeschlossen wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Quecksilberschaltröhre, bei der eine Quecksilbermasse durch Anheben eines durch ein 
 EMI2.2 
 wird, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (4,   5)   der Quecksilbermasse konzentrisch   ht-en, zum Zweck,   eine schädliche, einseitige Erwärmung der Schaltröhre auch bei periodischer Unterbrechung grosser Ströme zu vermeiden.

Claims (1)

  1. 2. Quecksilberschaltröhre nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tauchkern (6) von einem Hohlkörper (12) mit feiner Ausss. ussöfInung (15) für das Quecksilber gebildet wrd, m welches von oben innerhalb des Hohlkörpers eine weitere, mit dem Solenoid (14) in Reihe geschaltete Stromzuleitung (10) ragt, an der durch Herausfliessen des Quecksilbers aus dem anchubenen Tauchkern (6) der Solenoidstrom selbsttätig unterbrochen und durch Hineinfliessen In den gesunkenen Kern selbsttätig wieder geschlossen wird.
    3. Quecksilberschaltröhre nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass von den beiden konzentrisch liegenden Teilen (4, 5) der Quecksilbermasse der äussere Ring (4) in zwei oder mehr Abschnitte (b) unterteilt ist, um die drei Phasen eines Drehstromes oder die beiden Seiten eines Gleichstrom-Dreileitersystems gleichzeitig unterbrechen zu können.
AT77030D 1914-08-12 1917-04-27 Quecksilberschaltröhre. AT77030B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE77030X 1914-08-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT77030B true AT77030B (de) 1919-06-25

Family

ID=5637685

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT77030D AT77030B (de) 1914-08-12 1917-04-27 Quecksilberschaltröhre.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT77030B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69530381T2 (de) Beweglicher schirm für schaltstrecke
DE547270C (de) Verfahren zum Ein- und Ausschalten, insbesondere von Hochleistungsstromkreisen, vermittels Schalter mit im Vakuum liegenden Schaltkontakten
AT77030B (de) Quecksilberschaltröhre.
DE295745C (de)
DE764864C (de) Lichtbogenloeschvorrichtung fuer Gasschalter und Fluessigkeitsschalter
DE645007C (de) Schaltvorrichtung zum verzoegerten Einschalten eines Stromkreises mit Hilfe eines Widerstandes mit hohem negativem Temperaturkoeffizienten des Widerstandswertes
EP0258614A1 (de) Stufenschalteinrichtung für Transformatoren
DE904568C (de) Lastschalter fuer Stufenregeleinrichtungen von Transformatoren, Dorsselspulen od. dgl.
DE597334C (de) Vertikale, insbesondere elektromagnetisch betaetigte Quecksilberschaltroehre
DE639566C (de) OElloser Leistungsschalter
DE563899C (de) Widerstandsschalter
DE649874C (de) Elektrisches Hochspannungsschaltgeraet
DE560913C (de) Quecksilberschaltroehre mit elektromagnetisch betaetigtem Tauchkern
DE576935C (de) Gasgefuellte elektrische Bogenlampe
DE170073C (de)
DE484912C (de) UEberspannungsschutz
AT150227B (de) Einphasige Quecksilberdampfgleichrichterröhre.
AT126771B (de) Einrichtung zur Zündung feststehender Gleichrichtergefäße.
DE598826C (de) Quecksilberschaltroehre
DE657792C (de) Lastumschalter fuer Stufentransformatoren mit hoher Betriebsspannung
DE116599C (de)
DE632820C (de) Schaltung zum schnellen Anheizen der Kathoden von elektrischen Leuchtroehren und anderen elektrischen Entladungsgefaessen
DE767714C (de) Regelbarer Transformator
DE854315C (de) Blinkeinrichtung fuer Signallampen in elektrischen Anlagen
AT62481B (de) Selbsttätige Regelungsvorrichtung für elektrische Heiz- und Kochapparate.