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Traggestell für Milltär- und Zivilzwecke.
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besondere für den Soldaten im Felde eiforderlich sind, bequem tianspmtieren zu können. Ferner soll das Traggestell die Schafhmg einer Liegestätte ermöglichen, die einerseits zum Ausruhen und Schlafen und andererseits im Gefecht verwendet weiden kann, wobei es hauptsächlich darauf ankommt, den Soldaten nicht direkt auf dem kalten, morastigen, nassen oder mit Schnee bedeckten Erdboden liegen zu lassen. Auch soll das Traggestell auch als Fahrmittel benutzt werden können. Diese Zwecke weiden der Erfindung gemäss dadurch erreicht, dass eine Rodel mit Mitteln
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von vorne gesehen mit aufgestelltem Dach.
Fig. 3 zeigt eine beispielsweise Verwendungsant des Traggestelles als Liegestätte für einen Schützen, gleichfalls in schaubildlicher Ansicht. Fig. 4 zeigt einen für den Rucksack dienenden Ersatzbehälter.
Das Traggestell besteht aus einer Rodel irgend welcher bekannter Konstruktion, die beispielsweise aus den beiden (oberen) Längesteilen 1, 2 den beiden Kufen J, 4, den diese vier Teile verbindenden Stäben 5, ferner einem die beiden Längsteile 1. 2 verbindenden Querbrett 6 und anschliessendem Überzug 7 besteht. Grösse und Gewicht der Rodel sind so bemessen, dass
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in den von dieser gebildeten Raum Platz finden kann. Seine Befestigung erfolgt unten an zwei Stellen mit Hilfe von Schnüren 11 (Fig. 2). die am Rucksack in geeigneter Weise befestigt sind
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Derart sitzt der Rucksack. an drei Stellen mit dem Rodel verbunden und sich gegen dessen Seitenteile legend, in dem von der Rodel dargebotenen Raum fest.
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Die Rodel dient femer als Träger der Munition, Diesem Zwecke diene !} zwei längliche Behälter 15 (Fig. 1 und 2), die, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, durch Qtierwände 16 in einzelne Abteilungen geteilt sind, die zur Aufnahme z. B. von je zwei Magazinen dienen. Für jede Abteilung besitzt die Vorderwand einen Ausschnitt 17, der das Erfassen der Magazine erleichtert. Der Behälter ist mit einem wasserdichten Decklappen 18 versehen, der an einer Längsseite befestigt und an der anderen Längsseite mittels der Lappen 19 am Behälter festgelegt wird. Diese Patronenbehälter werden an den Seitenteilen der Rodel in einer Weise festgelegt, dass sie sicher sitzen und leicht angebracht und gelöst werden können.
Für diesen Zweck besitzt jeder Behälter am oberen Ende einen Fortsatz 20, der in eine an der Seitenwand des Rodels befestigte Öse 2J eingeschoben wird. Ferner besitzt jeder Behälter am unteren Teil eine Art Haken 22 (Fig. 1), der mit einem an der Seitenwand der Rodel angebrachten lotrechten Ansatz 23 in Eingriff gebracht wird. Vervollständigt wird die Befestigung durch einen am Behälter befestigten Lappen 24 (Fig. 1 und 2), der z. B. durch Einknöpfen auf einem an der Rodel befestigten Kopfstift 25 festgelegt wird. Es ist ersichtlich, dass die Eingriffe 20, 21 und 22,23 in zwei aufeinander senkrecht stehenden Richtungen wirksam sind und dass es nur eines Mittels bedarf, um den Eingriff 22,23 zu sichern, das eben durch den Lappen 24 geboten wird.
Behufs Lösens eines Behälters vom Rodel wird der Lappen 24 losgeknöpft und der Behälter zuerst seitlich und sodann in seiner Längsrichtung verschoben. Um den Behälter an der Rodel zu befestigen, wird zuerst der Eingriff 20, 21, sodann jener 22,23 bewirkt und schliesslich der Lappen 24 angeknöpft. An Stelle dieses Behälters können die gewöhnlichen ledernen oder blechernen Patronentaschen an den beiden Seitenstreben (Seitenstangen) der Rodel so eingehängt werden, wie dieselben am Überschwung befestigt sind.
Die Rodel ist ferner mit mehreren Riemen versehen, mit welchen grössere Gebrauchs-
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anliegenden Seite der Rodel sind unten Doppelriemen 26 (Fig. 2) von an sich bekannter Konstruktion vorgesehen, die z. B. zur getrennten Befestigung von zwei Bündeln dienen. Es kann auch die Befestigung von zu einem Bündel vereinigten Wäschestücke erfolgen. Durch dieses aus den Bündeln gebildete Rückenauflager wird das Tragen der ganzen Tragvorrichtung seht erleichtert.
An den hinteren Enden der Längsstangen 1, 2 sind gleichfalls solche Riemen 27 (Fig. 1) angeordnet, die zur Befestigung der Decke und des Mantels dienen, welche Gegenstände in dem von den rückwärtigen Enden der Stäbe 1, 2 und der Kufen 3, 4 gebildeten Raum Plat7 finden.
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ist die Befestigung einer Pickelhacke 28 angeführt (Fig. 1), die in eine am Quergurt 14 befestigte Schlaufe 29 eingeführt ist.
An dem Traggestell ist ferner eine dachaitige Vorrichtung vorgesehen, die aus zwei Länge,- stäben 30 besteht, welche in Führungen 31 der Längsstäbe 1, 2 der Rodel aus-und eingeschoben werden können. In der ausgeschobenen Lage (Fig. 2) werden sie dadurch festgestellt, dass ein federnder Schnapper 32 (Fig. 1) hinter der oberen Führung 31 nach aussen schnappt und ein Anschlag ein weiteres Herausziehen der Stange 30 verhindert. An diesen Längsstangen sind Arme 33 bei 34 angelenkt, die bei eingeschobenen Stangen 30 parallel zu diesen liegen (Fig. 1), dagegen bei aufgestelltem Dach um 90"nach vorne verschwenkt sind (Fig. 2) und in dieser Stellung durch eine Klemmschraube oder dgl. festgestellt werden.
Auf diese Weise entstehen zwei winkelartige Träger für eine Dachplache 35, die, an geeigneten Stellen dieser Träger z. B. mittels der Löcher 36 befestigt, von derartiger Länge ist, dass sie einen grösseren oder kleineren Teil der ganzen Rodel bedecken kann, an der sie gleichfalls z. B. bei 37 befestigt wird. Dieses Dach bietet dem Träger des Traggestelles Schutz gegen Sonne und Regen. Im eingeschobenen Zustand stehen die Dachstäbe nicht im Wege und die Dachplache kann versorgt oder als Bedachung für die Rodel samt Rucksack in der Weise verwendet werden, dass das ganze Traggestell rückwärts abgeschlossen ist.
Wie ersichtlich, sind die einzelnen Lasten auf dem Traggestell in derartiger Weise verteilt, und angebracht, dass das Transportieren derselben in ausserordentlich leichter und bequemer Form erfolgen kann. Dabei sind sämtliche Gegenstände mit der Rodel verbunden und diese bildet für erstere ein starres Traggerippe, wodurch an sich schon das Tragen so vieler Gegenstände am Rücken erleichtert wird.
Ein wesentlicher Vorzug des Traggestelles besteht in den mannigfachen Verwendungsmöglichkeiten des Ganzen bzw. der einzelnen Teile. Vor allem kann das Traggestell als Liegestätte benutzt werden. Für diesen Zweck wird bei eingeschcbenen Dachstäbcn der Rucksack von seinen unteren Befestigungen 11 gelöst und um seine obere Befestigungsstelle so heraus- geschwcnkt. dass Rudel und Rucksack hintereinander in einer Linie am Boden aufliegen. Dieser Fall ist in Fig. 3 dargestellt. In dieser Anwendungsart dient das Traggestell samt Rucksack dem Schützen im Gefecht als Auflager. Der Körper ist vom Boden fast vollständig abgehoben und ruht mit seinem oberen Teil auf der Rodel, mit seinem unteren Teil auf dem Rucksack.
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Hiebei dient das Bündel 38 als Deckung und Gewehrauflage. Ähnlich der beschriebenen Verwendungsart kann das Traggestell aber auch als Liegestätte für den Soldaten dienen.
Soll die Rodel als Fahrmittel dienen, dann wird der Rucksack gleichfalls von seinen Befestigungen 11 gelöst und auf die Ausfüllung 7 nach oben verschwenkt, so dass er als Sitz für den die Rodel benutzenden Soldaten dient.
Der in Fig. 4 dargestellte Sack ist als Ersatz für den Rucksack gedacht. Dieser Sack besteht
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sind, so dass sich eine Sackmündung an beiden Enden befindet. Dieser Doppelsack wird in der gleichen Weise wie der Rucksack benutzt, nur besitzt er eine grössere Länge wie dieser, au wekhem Grunde er bei der Benutzung als Liegestätte eine grössere Liegefläche darbietet. Um den Sack aber so wie den Rucksack im Hohlraum der Rodel unterzubringen, wird er der Länge nach zusammengeklappt und so wie der Rucksack an der Rodel befestigt.
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Traggestell für Militär-und Zivilzwecke, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rodel mit Mitteln (11, 13, 14) zur lösbaren Befestigung eines Rucksackes (10) oder dgl. im Raum zwischen den Kufen (3, 4) versehen ist, um neben dem bequemen Transport der Gebrauchsgegenstände hei in eine Ebene mit der Rodel herausgeschwenktem Rucksack oder dgl. eine vergrösserte Liegestätte für das Ausruhen und das Gefecht zu schaffen und bei nach oben veischwenktem Rucksack die Rodel als Fahrmittel benutzen zu können.