AT75243B - Verfahren zur Nutzbarmachung von kurzfaserigen Zellulosearten. - Google Patents

Verfahren zur Nutzbarmachung von kurzfaserigen Zellulosearten.

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Victor Dr Tedesko
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Nutzbarmachung von kurzfaserigen Zellulosearten. 



   Sowohl die Textilindustrie wie auch manche chemische Industrien bedienen sich für ihre Zwecke einer Reihe von Pflanzenfasern (Baumwolle, Hanf, Flachs, Jute, Nessel, Seepflanzenfasern usw.), deren Bewertung nach ihrer Festigkeit, Farbe, Bleichfähigkeit, Glanz usw. erfolgt. Insbesondere aber ist für die meisten Verwendungsalten eine gewisse 8tapellängo die unerlässliche Vorbedingung und es   konnten   kurzfaserige Materialien, z. B. die aus Holz, Stroh und die aus den verholzten Stengeln vieler Pflanzen (Hopfen, Weinreben und dgl.) auf bekannte Art durch Auflösen der   überkrustenden   Stoffe gewinnbaren Zellulosearten bisher immer nur auf   beschränktem   Gebiete (z. B. für Papier- und Pappefabrikation), vereinzelt auch für chemische Weiterverarbeitung (Viskose, Acetylzellulose) Anwendung finden. 



   Die Untauglichkeit solcher Materialen für Spinnzwecke oder sonstige textile Verwendungsarten leuchtet wegen der Kürze der Fasern   ohneweiters   ein. Aber auch das Gebiet der Nitrierung blieb ihnen lange Zeit ganz verschlossen und nur unter Aufwendung unverhältnismässig grosser Kosten gelaug es   schliesslich,   Zellulose mittels Maschinen, deren Leistungsfähigkeit eine eng begrenzte ist, in eine Form zu bringen (Zellstoffwatto), weiche zur Herstellung hoch nitrierter   Produkte'befähigt   erscheint, wobei aber gewisse Mängel (höherer Verbrauch an   Mischsaure, Verunreinigung derspfben durch   feinen   Faserschlamrn,  
Verluste bei der Wiedergewinnung der Säure usw.) dem Verfahren immer noch anhaften. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren, welches gestattet, solchen   kl1rzfasel'igen   Materialien,   welche bisher überhaupt nicht,   oder nur im beschränkten Masse für industrielle Zwecke verwendet werden konnten, oder deren Verwendung wegen ihrer physikalischen Beschaffenheit auf Schwierigkeiten stiess, neue Anwendungsgebiete zu erschliessen. 



   Es wurde nämlich die Beobachtung gemacht, dass gewisse Spinnfasern, wie z. B. 



   Baumwolle, Jute, Nesselfaser und   dgl.,   wenn sie unter   bestimmten   Verhältnissen mit kurz- faserigen Materialien, z.   B.   mit verschiedenen Zellulosearten, die an sich nicht ohneweiters zur technischen oder chemischen Verarbeitung geeignet sind, vermischt werden,   vermöge   einer auffallenden Aufuahmsfähigkeit (Adsorption) der Spinnfasern für diese Zellulosearten ein Material ergeben, in welchem die nachteiligen Eigenschaften der Zellulosearten be- seitigt erscheinen.

   Voraussetzung hiefür ist die Erzielung eines wirklich gleichmässigem   (homogenen)   Gamisches, wie es insbesondere auf nassem Wege dadurch hergestellt werden kann, dass jedes der zu vermengenden Materialien in einer genügend grossen   Mono tasser     gleichmässig   fein verteilt (suspendiert) und hierauf die Mischung derartig bewerkstelligt wird, dass eine vollständige gegenseitige Durchdringung der beiden Materialien stattfindet) kann.

   Das Vermengen kann natürlich auch auf trockenem Wege durch gleichzeitiges Ein- blasen der beiden Fasornarton in eine Kammer und darauf folgendes Absetzenlassen oder
Absaugon des Gemenges, odes auch auf irgend eine andere Art mittels bekannter, in der
Textilindustrie verwendeter   Vorrichtungen erfolgend   Um ein besonders weiches und saug- fähiges Gemenge von baumwollähnlicher Beschaffenheit zu erhalten, empfiehlt es sich, die kurzen Zellulosefasern einer alkalischen Vorbehandlung, z. B. durch Kochen mit   l'\iger  
Natronlauge mit oder ohne Anwendung erhöhten Druckes zu unterziehen. 
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 Verfahren glatt in   Nitrocellulose   überfahren. 



   Beispiel :
Die aus Hopfenstengeln auf bekannte Weise gewonnene Zellulose wird gründlich gereinigt. gegenenfalls gebleicht und mit   1 (, figer   Natronlauge eine Stunde lang gekocht. Von dem so erhaltenen Produkt werden 10 kg (trocken gedacht) in 1000 l Wasser mittels geeigneter   Rührvorrichtungen   z. B. in einem Opener feinst verteilt (suspendiert). In einem anderen geeigneten Apparate werden in ähnlicher Weise 10 kg einer   geeigneten Banmwoll-   sorte in   200 l   Wasser ebenfalls feinst verteilt aufgerührt, dann werden beide Faseraufschlemmungen unter mechanischer Mischwirkung vereinigt und solange gerührt, bis eine durchaus innige   (homogene)   Mischung erzielt ist.

   Das so gewonnene Produkt wird aus-   geschleudert (zontrifugiert) in üblicher Weise getrocknet   und seiner weiteren Verarbeitung zugeführt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Nutzbarmachung von kurzfaserigen Zellulosearten für textil und chemische Zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass man die für diese Zwecke an sich ungeeigneten Materialien unter Ausnutzung der Aufnahmsfiihigkeit (des   Adsorptionsvermögens)   von Spinnfasern durch innige Vermischung mit denselben in eine Form bringt, die nnter Beseitigung der nachteiligen Eigenschaften dieser Zellulosearten nur die günstigen Eigenschaften der Spinnfasern zeigt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von jeder Fasergattung wässerige Gemische (Suspensionen) hergestellt und diese miteinander vermengt werden, worauf man das (jesamtgemenge in bekannter Weise trocknet und der weiteren Ver- arbeitung zuführt.
AT75243D 1915-10-27 1915-10-27 Verfahren zur Nutzbarmachung von kurzfaserigen Zellulosearten. AT75243B (de)

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