DE663773C - Verfahren zur Herstellung eines Zellstoffes mit hohem Alphacellulosegehalt - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Zellstoffes mit hohem Alphacellulosegehalt

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DE663773C
DE663773C DEI45468D DEI0045468D DE663773C DE 663773 C DE663773 C DE 663773C DE I45468 D DEI45468 D DE I45468D DE I0045468 D DEI0045468 D DE I0045468D DE 663773 C DE663773 C DE 663773C
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DE
Germany
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pulp
production
alpha cellulose
cellulose content
high alpha
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Expired
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DEI45468D
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English (en)
Inventor
Dr Alfons Bayerl
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Publication of DE663773C publication Critical patent/DE663773C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C9/00After-treatment of cellulose pulp, e.g. of wood pulp, or cotton linters ; Treatment of dilute or dewatered pulp or process improvement taking place after obtaining the raw cellulosic material and not provided for elsewhere
    • D21C9/08Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching
    • D21C9/083Removal of fats, resins, pitch or waxes; Chemical or physical purification, i.e. refining, of crude cellulose by removing non-cellulosic contaminants, optionally combined with bleaching with inorganic compounds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Zellstoffes mit hohem Alphacellulosegehalt Es wurde gefunden, daß man in sehr einfacher und wirtschaftlicher Weise zu einem Zellstoff von hohem Alphacellulosegehalt gelangt, wenn man nach irgendeinem bekannten Verfahren aufgeschlossenes cellulosehaltiges Material in feuchtem Zustand erst einer Chlorierung unterwirft und hierauf mit 5- bis io°/oiger Natronlauge unter gleichzeitigem Einleiten von gasförmigem Chlor in der Kälte oder Wärme behandelt. Hierbei wird die Menge des Chlors derart bemessen, daß sie durch die Bleichreaktion aufgebraucht wird. Bei einem solchen Verfahren ist die Anwendung höherer Temperaturen, die eine wesentlich kürzere Behandlungsdauer gestatten, ohne Schädigung der Cellulosefaser möglich.
  • Bei dieser Arbeitsweise erübrigt sich eine besondere Bleiche am Schluß des Verfahrens. Die in sehr guter Ausbeute erhaltenen Zellstoffprodukte zeichnen sich durch einen sehr hohen Alphacellulosegehalt, eine sehr tiefe Kupferzahl und einen sehr geringen Harzfettgehalt aus. Das neue Veredlungsverfahren eignet sich für sämtliche Holzarten, wie Buche, Fichte, Kiefer USW.
  • Beispiel i Eine durch Aufschluß von Buchenholzspänen nach Patent 546314 erhaltene Zellstoffmasse wird bei Raumtemperatur mit etwa 2,5 % Chlor, bezogen auf die angewandte Menge Stoff, und hierauf nach etwaigem Auswaschen mit einer sehr schwachen Alkalilösung zur Entfernung der chlorierten Ligninreste mit go/oiger Natronlauge bei 6o° unter gleichzeitigem Einleiten von 2 °/a Cl in Gasform, bezogen auf die angewandte Menge völlig trockenen Stoffes, i bis 2 Stunden behandelt. Durch entsprechende Änderung der NaOH-Konzentration, Zeit und Temperatur lassen sich beliebige Viscositäten der Zellstofflösungen erreichen.
  • Beispiel 2 Eine in gleicher Weise wie bei Beispiel i erhaltene Zellstoffmasse wird bei 50° mit etwa 3 °/o Chlor, bezogen auf die angewandte Menge Stoff, und. nach etwaigem Auswaschen mit schwacher Alkalilösung. mit go/oiger Natronlauge bei 30° unter Einleiten von 451110 gasförmigem Chlor 3 bis 4 Stunden behandelt.
  • Nach einem bekannten Verfahren wird Zellstoff im Holländer mit einer Lösung von Ätz-oder kohlensaurem Alkali behandelt und alsdann in demselben Holländer durch unmittelbare Zuführung von flüssigem oder gasförmigem Chlor gebleicht. Es handelt sich dabei um eine alkalische Bleiche, bei der nur eine geringe Alkalikonzentration angewendet wird, was besonders daraus hervorgeht, daß hier mit dem gleichen Effekt Ätzkali und Alkalicarbonat Verwendung finden können. Durch das Einleiten des Chlors in diese alkalische Stoffemulsion entsteht dann eine Natriumhypochloritlösung, welche die Bleichung bewirkt. Im Gegensatz hierzu wird nach dem, neuen Verfahren eine 5- bis ro°/oige Natrtitl;. lauge benutzt, die es gestattet, einen Alphä cellulosegehalt von 9,4 bis 981/, zu erzielen,: also einen Veredelungseffekt herbeizuführen, wie er mit den erwähnten verdünnten Lösungen nicht erreichbar ist. Es war dabei-.nicht vorauszusehen, daß durch das Einleiten von Chlor in die starke Lauge der Veredelungsprozeß nicht gestört wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Zellstoffes mit hohem Alphacellulosegehalt, dadurch gekennzeichnet, daß man das in beliebiger Weise aufgeschlossene cellulosehaltige Material in feuchtem Zustande einer Chlorierung unterwirft und hierauf mit etwa 5- bis io°/oiger Natronlauge in der Kälte oder Wärme behandelt unter gleichzeitigem Einleiten von gasförmigem Chlor in einer für die Bleichreaktion gerade ausreichenden Menge.
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