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Kernform bzw. innenschalung zum Bilden von Luftzellen beim Glessen von Betonwänden.
Den Gegenstand der Erfindung bilden Einrichtungen an Kernformen bzw. Innenschalungen z ; Herstellung von Lufträumen bzw. Luftzellen beim Giessen von Betonwänden, mittels welchen Einrichtungen sowohl eine rasche und leichte Einbringung der Form an Ort und Stelle am Bauplatze ermöglicht, als auch deren rasches und leichtes Ausziehen bzw. Verschieben aus dem bereits gegossenen Betonmauerwerk nach Herstellung der Lufträume bzw. Luftzellen gewähr- leistet wird. Die zur Erreichung dieses Zweckes in der Praxis bisher verwendeten Formen und Schalungen hatten diese Vorteile nicht aufzuweisen.
Gemäss der Erfindung besteht die Kernfonn dem Wesen nach aus zwei Längsseitenwänden, an welche beiderseits aus zwei oder mehreren Teilen bestehende Schmalseitenwände gelenkig angeschlossen sind, die mit einer oder mehreren im Innern der Form angeordneten lotrechten Zugstangen in bekannter Weise durch Lenker, Zugstangen oder dgl. in gelenkiger Verbindung stehen, so dass beim Betätigen der Zugstangen vorerst eine Verschiebung der Schmalseiten gegen das Innere der Form stattfindet, worauf auch die Längsseiten zwangläufig gegen das Innere der Form verschoben werden. Weiters bilden den Gegenstand der Erfindung Einrichtungen verschiedener Art zum Bewegen der Schmalseiten.
In den Zeichnungen sind in den Fiss. l bis 22 verschiedene Ausführungsformen der Kernform bzw. Innenschalung gemäss der Erfindung dargestellt. Die Fig. l zeigt einen wagerechten
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zum Herausnehmen der Form. Fig. 2 ist ein lotrechter Schnitt derselben Vorrichtung. Fig. 3 zeigt von oben einen Teil einer aus vier Seitenwänden bestehenden Form, mittels welcher die lotrechten Lufträume oder Zellen beim Giessen einer solchen Wand aus Beton gebildet werden. Fig. 4 ist ein
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einer Ansicht von oben in der Stellung, bei welcher ein Zusammenführen der Seitenwände stattfindet, um ein Herausnehmen der Form aus der gegossenen Zelle zu gestatten. Fig. 6 zeigt, einen lotrechten Schnitt derselben Form nach der Linie M-N der FiLa. 5.
Die Fig. 7 und 8 zeigen in Ansicht von oben bzw. im lotrechten Schnitt eine Zellenkonstruktion aus Beton, bei deren Herstellung die den Gegenstand der Erfindung bildenden Kernformen Verwendung gefunden haben. Fig 9 zeigt die Art und Weise der Verbindung der Formwände der Länge oder Höhe nach mittels
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und Fig. 11 den lotrechten Schnitt nach der Linie K-L der Fig. 10. Die Fig. 12 und 13 zeigen andere A\1sfÜhrungsformen der Kernform mit Einrichtungen zum Betätigen der Seitenwände.
Die Fig. 14 und 15 zeigen in Seiten- und Oberansicht eine Einzelheit der die Seitenatücke der
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während des Betoneinguses durch Halter 1'1.. die mit Einkerbungen versehen sind, und mittel Klemmbügeln 18. 181 oder dgl. an lotrechten Pfosten 16 oder dgl. in entsprechendem Abstande von den Ling88eitenwänden 10 der Kernformen eingestellt und festgehalten.
Bei der in den Fig. 3 bis 6 dargestellten Ausfuhrungaform bestehen die Schmalseiten der Kernform aus einem an die Stange 12 gelenkig angeschlossenen beweglichen Mittelteil 21 und je zwei mit den Längsseiten 10 der Form fest verbundenen Seitenteilen 22, zwischen die sich der bewegliche bzw. einziehbare Mittelteil 21 dicht einfügt. Da beim Aufziehen der Stangen 12 infolge der mit den Längsseiten 10 der Form fest verbundenen Seitenteilen 22 es nicht möglich wäre, die Längsseiten 10 der Form nach innen einzuziehen, ist die Anordnung getroffen, dass die Mittelteile 21 der beiden Schmalseiten vorerst aus ihrer Lage zwischen den Seitenteilen 22 gegen den Mittelpunkt der Form gezogen werden, Worauf die Längsseiten 10 in ihrer Bewegung gegen das Innere der Form nicht mehr gehindert sind.
Dies wird dadurch erreicht, dass die Stangen 12 mit einem Längsschlitze 23 versehen sind, in welchem die Drehzapfen 24, mittels welcher die Lenker 13 mit den Stangen 12 verbunden sind, gleiten. Die Lenker 13 sind ihrerseits mittels Drehzapfen 26 an die Längsseiten 10 angeschlossen und können an den Stangen 12 entweder einander gegenüber oder an Zickzack angeordnet werden. Die Mittelteile 21 der Schmalseiten sind vermittelst der Drehzapfen 26, 27 und Lenker 28 an die Stangen 12 angeschlossen, Ho dass beim Ziehen der
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Werden, während die Längsseiten 10 so lange unbeweglich bleiben, bis die Zapfen 24 an den Unterkanten der Schlitze 23 angelangt sind.
Bei fortgesetzter Aufzugbewegung der Stangen 12 werden nun durch die Unterkante der Schlitze 23 auch die Zapfen 24 mitgenommen und hiedurch auch die Längsseiten 10 gegen das Innere der Form geführt. Die Länge der Schlitze ist dabei derart
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hergestellten Gebälkes aus Beton dargestellt. Hiebei wurden mehrere geeignete zusammenhängende Kernformen in Reihen neben-oder aufeinander mit entsprechenden Zwischenräumen 34 verwendet, um welche herum der Beton nach vorheriger Einlage von Armierungsplatten 37 (Fig. 8), Armierungsstangen 7 und dgl. aus Metall gegossen wird. Nach Erstarrung des Betons werden die Kernformen herausgezogen und es bleibt ein hohles Gebälke zurück, ohne dass Hohlziegel oder dgl. verwendet werden müssen.
Bei den m den Fig. 12 und 13 dargestellten Ausführungsformen sind die Längsteile 10 der Kernform mit den Schmalteilen 21 an zwei diagonal entgegengesetzten Ecken oben und unten mittels Zapfen 67 drehbar verbunden, während an den beiden entgegengesetzten Ecken der Form entweder an den Längsteilen 10 (Fig. 12) oder an den Schmalteilen 2J (Fig. 13) Zapfen 68 vorgesehen sind, welche in entsprechenden Schlitzen der Schmalseite (Fig. 12) bzw. der Längsteile (Fig. 13) bei der Bewegung der einzelnen Teile zueinander gleiten.
Die Stange 12, welche bei der Ausführungsform nach Fig. 12 an der inneren Wand eines der Längsteile 10 in Führungen gefahr ist, steht mittels Lenkstangen 69 mit quer die Längsseiten 10 verbindenden Gelenken 70 in Verbindung, so dass beim Aufziehen der Stange 12 die Schmalteile 21 nach einwärts geklappt und die Längsteile 10 nach einwärts zusammengeführt werden (siehe strichlierte Stellung in Fig. 12), wodurch ein Freiwerden der Kemform von allen Winden der gegossenen Höhlung stattfindet.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 13 ist die Stange 12 in der Mitte der Form angeordnet und sind an dieselbe mittels der in den Fig. 14 und 15 dargestellten gelenkigen Verbindung Lenkstangen 69 angeschlossen, welche in diagonaler Richtung mit den beiden Schmalseiten 2J in gelenkiger Verbindung stehen. Auch hier erfolgt beim Aufziehen der Stange 12 ein Einwärtsklappen sämtlicher Formwände und dadurch ein Freiwerden der Form von den gegossenen Betonwänden.
Bei der in den Fig. 16,17 und 18 dargestellten Ausführungsform sind an den an einer Deck-
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verschwenkt werden ; gleichzeitig findet hiebei eine Verdrehung der Schmalteile 21 um die Zapfen 99 und 100 nach innen statt, so dass die Form von den Betonwänden frei wird und nach oben gezogen werden kann.
Die Fig. 20,21 und 22 zeigen einige Einzelnheiten zur Erzielung einer richtigen wirkungsweise bei einer Kernform der in den Fig. 1, 2 und 10,11 beschriebenen Art. Zwischen den beiden Aufzugstangen 12, die an dem Deckel der Form befestigt sind, ist eine lotrechte Stange 1011 in der Mitte der Form vorgesehen, welche den Deckel durchdringt und oberhalb des letzteren mit einer Handhabe 102 versehen ist, welche eine Verdrehung der Stange 1011 gestattet, während das untere Ende der Stange 1011 in einem an einer Längsseite der Form befestigten Bügel 103 geführt ist.
An der Stange 1011 sind beiderseits radiale Flügel 104 aus Blech oder dgl. befestigt, deren Ränder leicht gekrümmt sind, daher federn. Oberhalb dieser Flügel 104 sind an den Längsseiten der Form mit geringer Schräglage beiderseits Winkelflanschen 105 festgeschraubt, welche die Flügel 104 nach erfolgter Drehung in einer bestimmten Lage festklemmen. Soll der Beton um die Form eingegossen werden, so wird die Stange 1011 mittels des Handgriffes 102 entgegengesetzt der Pfeil-
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abwärts etwas abgesetzte Führungsklötze 109 befestigt, welche den Deckel an den beiden Längsseiten 10 führen.
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